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...ist ein neuer Band aus der UNA VOCE Edition. Heinz-Lothar Barth: Die Messe der Kirche – Opfer - Priestertum - Realpräsenz. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt, worum es dem Autor nicht ausschließlich, aber auch ganz wesentlich geht: Klarstellung in Zeiten der Unklarheit. Da finden sich Kapitelüberschriften wie:

Angenendts merkwürdige Vorstellungen von der hl. Messe

Kardinal Lehmann verteidigt Angenendts Angriffe gegen den Papst

Die Messe - Opfer von Anfang an

Protestantisierende Tendenzen im II. Hochgebet

Moderner Mißbrauch der Liturgie

Der modernistische Widerstand gegen die Transsubstantionslehre

Karl Rahners Progressismus in Wort und Inhalt

(...)

Hier geht einer - wie wir es von Barth auch nicht anders erwartet haben -  mitten ins Kampfgetümmel und stellt den Gegner, wo auch immer er sich verschanzt. Dabei, das zeigt schon ein erster flüchtiger Eindruck, stellt er nicht Behauptung gegen Behauptung, sondern greift zurück auf den ganzen Fundus der überlieferten Lehre und belegt immer wieder mit philologischer Akribie, wer wann was gesagt oder geschrieben hat - und welche Worte die Modernisten auslassen oder welche Grammatik sie entstellen mußten, um ihren Erfindungen den Anschein von Wissenschaftlichkeit zu geben.

Mehr dazu demnächst. Das fest gebundene Buch hat 330 Seiten Inhalt zuzüglich 40 Seiten Literaturverzeichnis. Zu beziehen zum Preis von 18,90€ + Versand über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und im Buchhandel.

‚De Sacerdotio‛ - eine sichere Grundlage für die Lehre vom Priestertum

Carthusianus-Verlag 2013Den Knaller, wenn man das so sagen darf, hat sich Michael Fiedrowicz ganz für den Schluss seiner hundertseitigen Einführung in das große Werk des Johannes Chrysostomus über das Priestertum aufgehoben: Als 1978 eine Neuedition von ‚De Sacerdotio‛ für die ‚Sources Chrétiennes‛ vorbereitet wurde, hatten die Herausgeber Henri de Lubac gebeten, die Einleitung zu verfassen. Doch da de Lubac in dieser Einführung nachwies, daß bereits im 4. Jahrhundert die vom Modernismus als mittelalterliche (Fehl-)Entwicklung dargestellte sakramentale Natur des Priesteramtes fester und zentraler Bestandteil der kirchlichen Lehre war, verhinderte die Mafia der Konzilsgeister die Aufnahme seiner Einführung in die renommierte Edition. „De sacerdotio“ erschien ohne Einführung, und de Lubac musste für seinen Text auf die Veröffentlichung in einer Zeitschrift ausweichen.

Man sieht: Bloß weil ein Buch über eineinhalb tausend Jahre alt ist, fehlt es ihm noch lange nicht an Aussagekraft und Brisanz hinsichtlich aktueller Fragen der Gegenwart im allgemeinen und nachkonziliarer Zeiten insbesondere. Was natürlich ein ganz wesentlicher Grund dafür ist, daß der Trierer Theologieprofessor Fiedrowicz dieses Buch von Ingo Schaaf und Claudia Barthold neu übersetzen ließ und samt griechischem Original und der von ihm verfassten Einleitung neu herausgebracht hat. Gerade in Zeiten, in denen viele der Versuchung erliegen, sich ihren Glauben ständig neu zu erfinden, oder in denen – wie übrigens zu Chrysostomus Zeiten auch – Beliebigkeiten und sogar Irrlehren weit in die Kirche eingedrungen sind, bietet der Rückgriff auf die Väter ein sicheres Fundament.

mehr zur Aktualität des Werkes

Die Stimme der Kirche

BuchumschlagDie Wendung der Altäre zum Volk und die „Abschaffung des Latein“ sind die beiden Elemente, die das Gesicht der reformierten Liturgie der Kirche bestimmen wie nichts anderes. Beide wurden nahezu „flächendeckend“ durchgesetzt, obwohl sie nirgendwo vorgeschrieben sind, sondern nur als - in Grenzen - zulässig erklärt wurden. Wer beim eigentlich Vorgegebenen bleiben will, steht unter enormem Rechtfertigungsdruck. Und beide Elemente haben wie wenig anderes dazu beigetragen, denn Sinn für die Liturgie in Klerus und Volk gleichermaßen zu beschädigen, vielfach geradewegs zu zerstören.

Der Londoner Oratorianer Uwe Michael Lang, der 2005 endgültig den Mythos um die „celebratio ad populum“ zerstörte, hat sich nun den ebenso unbegründeten wie interessegeleiteten Thesen der Reformer zugewandt, die im Gottesdienst nur noch die Volkssprache, am besten in ihren populärsten Idiomen, hören wollen - obwohl die Konstitution über die Liturgie doch unmissverständlich aussagt: „Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll in den lateinischen Riten erhalten bleiben“.

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Michael Fiedrowicz' „Die Überlieferte Messe“

BuchumschlagVor vier Wochen konnten wir das Erscheinen dieses Kompendiums zur traditionellen Liturgie von Prof. Fiedrowicz mitteilen - heute kommt unsere Besprechung. Das Buch arbeitet ein enormes Programm ab, in dem fast alle Problempunkte, die uns gegenwärtig zu schaffen machen, ihren Platz finden. Und Fiedrowicz gelingt es, das in einer so leicht verständlichen und überzeugenden Weise auszuführen, wie man das sonst kaum gewohnt ist. Eine wichtige Rolle dabei spielen – das soll hier ausdrücklich gesagt werden, weil Anmerkungen von Lesern oft als Abschreckung empfunden werden – der umfangreiche Anmerkungsapparat mit über 900 Anmerkungen, größtenteils Literaturhinweisen und Quellenangaben.

Zur Besprechung

Entwicklung und Reform der Liturgie

Umschlagbild Reid, Organic developmentIm Zentrum dieser (sehr selektiven) Literaturliste stehen relativ neue Bücher - sie sind größtenteils nach 1990 erschienen und im regulären Sortiment erhältlich. Die meisten davon erheben wissenschaftlichen Anspruch, sind aber auch für interessierte Nicht-Fachleute durchaus lesbar. Allerdings ist der größte Teil in Englisch verfaßt und bisher auch nicht ins Deutsche übersetzt worden. Während das an der „Hermeneutik des Bruchs“ orientierte deutsche theologische und liturgiewissenschaftliche Establishment keine Stimmen hochkommen ließ, die sich der Parteilinie nicht bedingungslos unterwerfen, gibt es in den angelsächsischen Ländern zahlreiche Liturgiker, die sich an der Tradition orientieren. Wir setzen mit unserer Liste ganz bewußt einen Kontrapunkt zur deutschen Monokultur in diesem Betrieb und konzentrieren uns auf Titel, die hierzulande eher ignoriert werden.

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Zusätzliche Informationen