Am Rande - Woche 38

Unerschütterlich im Widerspruch...

(2. 10.)

Bild: aus dem im Text genannten Artikel auf LifeSite News

...gegen die Verderber des Glaubens zeigen sich die beiden deutschen Kardinäle Gerhard Müller und Walter Brandmüller.

Für das reichweitenstarke US-Portal LifeSite hat Kardinal Müller eine Stellungnahme abgegeben, in der er sich gegen die in Deutschland immer wieder aufgestellte Behauptung wendet, die Frage der Weihe von Frauen könne „ergebnisoffen“ diskutiert werden oder sei sogar klar positiv zu beantworten. Kernsatz:

 Es steht ohne jeden Zweifel fest, daß die endgültige Entscheidung von Papst Johannes Paul II. tatsächlich ein Dogma des Glaubens der katholischen Kirche ist und daß dies selbstverständlich auch schon vor dem Jahr 1994 so war, als der Papst diese Wahrheit als Bestandteil der Offenbarung definierte“.

Das gelte auch für den Diakonat. Eine weitere Diskussion könne zu nichts führen. 

Gleichzeitig hat Walter Kardinal Brandmüller auf kath.net eine bemerkenswerte Skizze zu einer ,kurzen Geschichte des Deutschen Nationalkatholizismus’ vorgelegt - der übrigens in der Zeit des Nationalsozialismus unter dem Kampfspruch „Ohne Juda, ohne Rom bauen wir Germaniens Dom“ propagiert wurde. Von „ohne Juda“ mag man derzeit nicht so laut sprechen, stattdessen versucht man es immer öfter schlicht ,jesuanisch’ ohne Christus. Lesens- und archivierenswert.

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Schweres Geschütz...

(1. 10.)

Bild: von der im Text erwähnten Website kathnews.de

...bringt heute der Kirchenrechtler Gero P. Weishaupt gegen die deutschen Bischöfe in Stellung, die auf ihrem Synodalen Weg über „Weiheämter für Frauen“ diskutieren wollen. Wir zitieren:

Die Absicht der Mehrheit der Bischöfe und von Mitgliedern des ZdK, weiterhin zu diskutieren, ist nicht nur ein Akt des Ungehorsams gegenüber dem Papst und dem kirchlichen Lehramt, hinter ihr steht offensichtlich auch die hartnäckige Infragestellung und Ablehnung einer unfehlbaren endgültigen Glaubenslehre (...). Damit wäre der Straftatbestand des can. 1371 § 1 erfüllt. Es wäre nun Aufgabe des Apostolischen Stuhles, die Bischöfe der DBK, die diese Glaubenslehre zur Diskussion stellen wollen, und die Mitglieder des ZdK nach den Vorgaben des can. 1371 § 1 zunächst zu verwarnen. Erfolgt kein Widerruf seitens der Mehrheit der DBK und der Mitglieder des ZdK, müsste ihnen eine „gerechte Strafe“ auferlegt werden, die die Exkommunikation der betreffenden Bischöfe und von ZdK-Mitgliedern und/oder in Bezug auf die Bischöfe die Enthebung aus dem Bischofsamt als Höchstformen und ultima ratio kirchlicher Strafen nicht ausschließt.

Hervorhebungen von uns. Das ganze Gutachten auf kathnews.de.

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Ungläubige Theologen und gottlose Bischöfe...

(30. 10.)

...bestimmen das Bild der deutsch- katholischen Kirche. Peter Winnenmöller kritisiert in seinem Montagskommentar auf kath.net, wie immer mehr Bischöfe der blasphemischen Bewegung Maria 2.0 mehr oder weniger weitgehendes Einverständnis signalisieren:

Gläubige laufen davon, die Männer sind schon weg, Kinder kommen keine mehr nach und nun rebellieren auch noch die Frauen. Die Antwort ist ein erschreckendes Appeasement. (…) Es braucht endlich wieder klare Worte, die der Welt die Wahrheit sagen, denn ein Teil Kirche, der sich der Welt angleicht, wird nicht bestehen.. .

Uwe C. Lay hat sich heute ein Gespräch vorgenommen, das die Theologin Johanna Rahner bereits im Sommer mit der Zeit geführt hat, und kommt zu dem Schluß:

Radicaler kann das Fundament der Katholischen Kirche und des Glaubens der Kirche nicht zerstört werden. Die Kirche ist nur eine Suchbewegung nach der Wahrheit, aber es gibt in ihr keine erkannte Wahrheit. Das Offenbarsein der Offenbarung Gottes wird so in Abrede gestellt.

Wie gerade Rahner von dieser agnostischen Position aus aktiv für die Abspaltung der Deutschkatholiken agitiert, kann man ihren aktuellen Kommentaren auf katholisch.de entnehmen.