Am Rande - Woche 9

Weihbischof Athanasius Schneider...

(28. 2.)

...ist in dieser Woche gleich mit zwei wichtigen Veröffentlichungen hervorgetreten. In der ersten beschäftigt er sich mit den in einigen Diözesen im Zeichen von CORONA ausgesprochenen Verboten der Mundkommunion. Diese sind, wie er mit guten Gründen darlegt, kaum geeignet, den unterstellten Zweck zu erreichen: Die Infektionsgefahr von den eigenen Händen, mit denen man gerade die Haltestange in der Straßenbahn, den Türgriff am Kircheneingang oder das Geld fär den Klingelbeutel angefasst hat, ist mindestens so groß wie die Gefahr der Übertragung durch die Hände eines Priesters, der sich an die seit Jahrhunderten vorgeschrieenen Riten der Messfeier und Kommunionspendung hält.

Vor allem aber widersprechen solche Verbote, die den mit der Handkommunion stets verbundenen Verlustes von Partikeln in Kauf nehmen, der vom Umgang mit dem Leib des Herrn geforderten Ehrfurcht und sind überdies kirchenrechtlich zweifelhaft.

Im zweiten Beitrag befaßt sich der Weihbischof grundsätzlich mit der immer wieder und jetzt zum 7. Jahrestag der Abdankung von Papst Benedikt erneut aufgeworfenen Frage, ob und unter welchen Bedingungen ein Papst, der der Häresie beschuldigt wird, sein Amt verliert oder es abgesprochen bekommen kann. Er warnt nachdrücklich vor der gelegentlich zu beobachtenden Tendenz, sich selbst oder einzelne Gruppen zum Richter zu machen und verweist darauf, daß alle dahingehenden Theorien Privatmeinungen einzelner – darunter auch heiliger – Theologen waren und sind. Kein Katholik ist verpflichtet, einem Papst in Lehren zu folgen, die nicht der Tradition der Kirche entsprechen. Widerspruch kann erlaubt und sogar geboten sein. Doch die Entfernung eines rechtsgültig auf den Stuhl Petri gewählten Papstes aus dem Amt liegt alleine in der Macht dessen, der das eigentliche Haupt der Kirche ist.

Das Verschwinden der Väter

(26. 2.)

Bild: Aus dem genannten Artikel auch Crisis/Shutterstock

...betrifft alle Ebenen. Vom Patriotismus in der Gesellschaft, von den Ämtern in Kirche und Gemeinde bis zur Familie. Männlichkeit ist als „toxisch“ erkannt und wird entsprechend bekämpft, desinfiziert und exorziert. Jungen, die sich wie Jungen benehmen, haben in der Schule einen schweren Stand. Ihre Chancen, sich zu Vätern zu entwickeln, die diesen Namen über biologische Grundfunktionen hinaus verdienen, werden von Jahr zu Jahr geringer. Was nicht heißt, daß Mädchen oder Frauen dadurch etwas gewönnen - im Gegenteil.

Anthony Esolen hat das Phänomen im Crisis Magazine etwas genauer betrachtet und lenkt dabei die Aufmerksamkeit auf die Verweiblichung des Lehrer-Berufes, die inzwischen über jede Parität oder Quotierung hinausgeht und zu einer ideologischen Feminisierung des Bildungswesens geführt hat, die - zweifellos von interessierter Seite gefördert - gesellschaftssprengende Folgen hervorbringt.

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Herrscher oder Regent?

(25. 2.)

eigene Montage

Unter dieser Fragestellung vergleicht Andrea Gagliarducci in dieser Woche die Pontifikate von Paul VI. und Franziskus. Deutsch beim Beiboot Petri. Nicht alles kann uns überzeugen - beide haben auch manches gemeinsam, so daß sie nicht nur für einen Gegensatz stehen. Am meisten lernten wir aus Gagliarducis Artikel da, wo er sich vom Vergleich löst und das Spezifische in den Blick bekommt:

Papst Franziskus´ Weg zur Reform besteht aus Schritten vorwärts und rückwärts, weil Papst Franziskus der alleinige Kommandant ist. ... Seinem Pontifikat fehlt jedoch vielleicht die große Vision der Herausforderungen des Glaubens und nicht nur der Kirche. Papst Franziskus hat die Idee einer Kirche als "Feldlazarett" lanciert, das immer auf Notfälle antwortet. Das Feldlazarett ist am Ende die Frucht eines Notfalls, es liefert keine Langzeitlösungen. (...)

Die Vision von Papst Franziskus ist in der Tat sehr stark an die Lateinamerikanische Welt gebunden. Wahrscheinlich hat Papst Franziskus seine Wahl als eine Wiedergutmachung für Lateinamerika interpretiert. Papst Franziskus verkörpert den Traum Simón Bolivars, der wollte, daß Lateinamerika sich zu einem starken und erneuerten Kontinent vereint.

Am Rande - Woche 8

Vorsicht - keine Satire!

(22. 2.)

Bild: von der genannten Website

Unter der Überschrift „Der Dienstleistungsgedanke ist die Zukunft der Kirche“ lesen wir auf katholisch.de in einem Kommentar von Redakteurin Höfling zur Vorstellung eines Freiburger Web-Projektes unter anderem folgendes:

Im Dienstleistungsgedanken, der hinter Einfach-kirchlich-heiraten.de steht, zeigt sich ein Paradigmenwechsel, ein ganz neues Verständnis von Kirche: Sie begibt sich explizit mit anderen, weltlichen Anbietern in einen Wettbewerb um das Interesse der Menschen. Dieser Grundgedanke der Kirche als einer Art "Service-Agentur" ist neu und ungewohnt.

Wie auch die Initiatoren vermuten, wird er wohl nicht jedem gefallen. Schließlich ist die katholische Kirche eine heilige Institution, die sich auf Gott gründet und kein x-beliebiges Unternehmen. Das Projekt des Erzbistums Freiburg steigt jetzt von diesem hohen Ross herunter: Es fragt bescheiden und selbstkritisch, wo die Kirche den Gläubigen wirklich etwas NÜTZEN kann.

Und Gott samt seiner Heiligkeit haben dazu nun wirklich nichts mehr beizutragen.

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Thema: Diakoninnen

(21. 2.)

Bild: Wikimedia Commons

Uwe C. Lay hat sich in einem 4-teiligen Beitrag seiner Nachtgedanken, den er selbst seiner Sprödigkeit entsprechend nicht unzutreffend als „Hausarbeit“ bezeichnet, mit den hauptsächlichen Argumenten für und gegen die Weihe von Frauen zu Diakonen beschäftigt. Er konstatiert eine bereits in der traditionellen Lehre angelegte und durch das II. Vatikanum vertiefte Unschärfe in den Begriffen von der Einheit des Weihesakraments einerseits und der Beschreibung eines spezifischen sakramentalen Charakters für den Diakonat. Erst diese Unschärfe ermöglicht es den Befürwortern des Frauendiakonats, ihre Forderung zumindest oberflächlich als in Einklang mit der Lehre der Kirche stehend darzustellen. Lay plädiert folglich für die Überwindung dieser Denkunschärfen und macht erste dahingehende Vorschläge.

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Unter Beobachtung

(20. 2.)

Bild: Vatican Media

Seit Ausrufung des Synodalen Weges steht die katholische Kirche in Deutschland unter verschärfter internationaler Beobachtung. Man muß nicht so weit gehen wie Fr. Zuhlsdorf, der die deutsche Kirchenorganisation routinemäßig als „caput malorum omnium“ anspricht (z.B. hier). Aber es reicht schon, die Berichte von Maike Hickson auf LifesiteNews zu verfolgen, um zu sehen, wie genau man in USA auf den Rhein schaut - und auf seine unselige Angewohnheit, in alle möglichen anderen Flüsse zu fließen, selbst wenn sie so weit weg sind wie der Amazonas.

Einzelberichte und -beobachtungen sind das eine - umfassende Analyse sind eher selten. Genau eine solche oder zumindest einen wertvollen Ansatz dazu hat jetzt Sandro Magister in seinem Blog Settimo Cielo veröffentlicht: „Francesco e lo scisma di Germania - cronistoria di un incubo“ - die „Geschichte eines Albtraums“ also. Magister veröffentlicht seine Artikel „nur“ in Italienisch, Englisch, Spanisch und Französisch. Eine deutsche Übersetzung hat das Beiboot Petri ins Netz gehoben. Hier werden Ross und Reiter schön im Zusammenhang aufgezählt - sehr zur Lektüre empfohlen.

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Die Dreckschleuder

(19. 2.)

In theologischen Dingen betrachten wir katholisches.de und seine akademischen Stichwortgeber als nicht satisfaktionsfähig. Kein Wort mehr darüber – solange wir uns beherrschen können. Kirchenpolitisch ist dieses offiziöse Sprachrohr der deutschen Bischöfe (oder deren bösen Geistes Langendörfer) freilich immer noch der Rede wert – auch wenn es längst zu einer ordinären Dreckschleuder verkommen ist. Unter der denunziatorischen Überschrift „Neue Fragen zur Rolle Joseph Ratzingers in einem Missbrauchsfall“ werden, gestützt auf ein journalistisches „Rechercheteam“, alte Beschuldigungen über angeblich mangelhafte Aufsicht in einem Fall aus dem Jahre 1980 aufgewärmt. Ergänzt durch einen brisanten Vorwurf: Als der damalige Kardinal Ratzinger 2000 einen Studienfreund an dessen Sterbebett besuchte, soll er dort auch den (10 Jahre später tatsächlich wegen Mißbrauchstaten laisierten ) Geistlichen angetroffen haben. „Ob Ratzinger ihn erkannte, ist nicht bekannt.“ Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Am gleichen Tag reportiert die Dreckschleuder unter der Überschrift „Stopp des Seligsprechungsverfahrens für Pius XII. gefordert“ eine Frankfurter Podiumsdiskussion, wo eben diese Forderung „aus Respekt vor unseren jüdischen Freunden“ erhoben worden war. Gestützt auf die sattsam bekannten „fake-news“ des sowjetischen Geheimdienstes der 50er Jahre und trotz vielfacher Wiederlegung endlos wiedergekäut, wann immer opportun. Für diesen Bericht handelte sich die federführende KNA sogar eine als „Aktualisierung“ getarnte Richtigstellung eines Diskussionsteilnehmers ein, die freilich die verleumderische Gesamttendenz kaum entschärfen konnte.

Enttäuschung und Wut der innerkirchlichen Kirchenfeinde über den ausgebliebenen Rückenwind für ihre Vorhaben in „Querida Amazonia“ sind groß.

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Das Amazonas-Dokument II

(17. 2.)

Bild: Vatican Madiai/CPP/IPA/dpa aus einem der angeführten Artikel von katholisch.de

Die Diskussion über das Dokument zur Synode bringt weiterhin wenig Neues: Die Progressiven sind weltweit bitter enttäuscht und suchen verzweifelt nach Lichtblicken zu ihren Lieblingsthemen, die Traditionsorientierten sind erleichtert, erliegen jedoch teilweise der Versuchung, die pontifikatstypische mangelnde Präzision als Vorbote kommenden Unheils oder gar als Ausdruck gezielter Täuschung zu interpretieren. An alledem ist auch etwas dran - aber es verfehlt doch die Hauptsache: Das Dokument enthält keine Festlegungen, die unerträglich wären, und es biete den Vorkämpfern des Synodalen Weges mehr Hindernisse als Treibsätze für ihre Vorhaben. Ob die Synode damit bereits gescheitert ist, bleibt abzuwarten.

Einen guten Überblick über die Rezeption in Deutschland aus offiziöser Sicht biete katholisch.de; wie man anderswo die deutsche Reaktion beurteilt, ist auf LifesiteNews nachzulesen. Einen Eindruck von der Stimmungslage bei den Vertretern des Gleichstellungsdogmas geben eine wütende Regina Laudage-Kleeberg unter der Überschrift „Papst Franziskus' Aussagen zementieren Geschlechterrollen“ und ein Bericht der Tagespost über die aus dem Kathfeminismus tönenden Stimmen. Nicht Neues dabei, nirgends.

Am Rande - Woche 7

Das Amazonas-Dokument I

(14. 2.)

Marco Tosatti hat die Exhortation bereits gelesen und gibt Entwarnung: Keine Festlegungen irgendwelcher Art.

Das Beiboot Petri hat Tossattis Kurzmeldung übersetzt und wird im Lauf des Tages zweifellos auf weitere Kommentar verweisen. 

Wir können uns dann ja den Tagesgeschäften zuwenden.

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Nachtrag zu Lichtmess

(13. 2.)

Bild: aus der zitierten Serie auf NLM

Auch in diesem Jahr hat New Liturgical Movement wieder eine große Zahl Photos von Feiern zum Fest Mariä Lichtmess veröffentlicht. Die Bilder kommen aus Melbourne (1. Serie) oder Jakarta (3. Serie) ebenso wie von den Philippinen (Serie2) oder aus Kalifornien (3. Serie), Kroatien oder Italien (1. Serie). Auch Bilder von Feiern im ordentlichen „Ordentlichen Ritus“ sind dabei (Serie 2; Kalamazoo, Michigan, oder Taylors, SC, Bild oben!), und auf den Bildern aus einer Kirche des Instituts Christus König in Belgien (2. Serie) ist zu sehen, daß dort die Rubriken von vor 1950 befolgt werden.

Etwas ganz Besonderes bietet ein über einstündiges Video von einer Lichtmess-Vesper im Ritus von Sarum, die am Vorabend des Festes (.d.h. zu dessen Anfang) in St. Patrick in Philadelphia gefeiert wurde.

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Glaubenstreu in Aachen

(11. 2.)

Bild: Domkaitel Aachen/Andreas Schmitter, Website des Bistums

Daß das Bistum Aachen versuchte, eine Informationsveranstaltung mit Alexander „Pachamama in den Tiber“ Tschugguel in der Pfarrei in Herzogenrath zu verhindern, ist inzwischen bekannt – ebenso, daß sie dennoch stattgefunden hat, eben in zivilgesellschaftlichem Rahmen. (Mehr auf kath.net) Voll den Anforderungen der Zeit entsprechend fanden wir, daß „Misereor“ im Zusammenhang mit der Veranstaltung an Auschwitz erinnerte und mahnte: „Wer religiöse Symbole versenkt, ist bald eventuell auch gewillt Menschen zu versenken.“ Und geradezu herzerwärmend das im bischöflichen Auftrag verfasste Schreiben von Generalvikar Cremer an den Herzogenrather Pfarrer Rodheudt, streng darauf zu achten, daß in Sälen seiner Pfarrei nicht hinter das 2. Vatikanum zurückgegangen werde und das Schreiben Maximum Illud von Papst Benedikt XV. Von 1919 beachtet werde, in dem dieser die Abkehr vonPraktiken der Kolonialzeit gefordert habe.

Es gibt noch glaubenstreue Katholiken im Lande – sogar unter den Generalvikaren!

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Priesteramt, dreigeteilt

(10. 2.)

Bild: aus dem zitierten Artikel von katholisch.de

Warum es eine Dreiteilung des Priesteramts braucht - Mit diesem Vorschlag wären die Debatten um Zölibat und Frauenordination beendet, der Gegensatz zwischen Geweihten und Laien aufgehoben: Basierend auf Ideen des Zweiten Vatikanischen Konzils plädiert der Dortmunder Theologe Thomas Ruster für ein dreigeteiltes Priestertum. Es würde sogar demokratischen Grundsätzen genügen.

Unter diesem Vorspann propagiert heute katholisches.de eine Idee zur zeitgeistkompatiblen Dekonstruktion und völligen Neukonstruktion des Priestertums, die die Kirche endgültig von ihren apostolischen Wurzeln abschneiden und ihres sakramentalen Charakters entkleiden würde. 

Wir haben Verständnis für den Autor: Er amtiert an einer technischen Universität und ist in seinem Verständnis wohl nie über ein mechanistisches Weltbild hinausgekommen.

Am Rande - Woche 6

Raus aus der Sackgasse!

(7. 2.)

Bild: Netzfund auf https://entwickler.de/online/mobile/windows-phone-in-der-sackgasse-das-wachstum-hat-ein-ende-162020.html

Unter den deutschen Kardinälen (Kardinal Woelki hier und Kardinal Cordes hier) stößt der Spaltungskurs von Marx auf immer stärkeren Widerspruch. Maike Hickson von LifesiteNews zitiert Kardinal Gerhard Müller heute mit kräftigen Worten, die wir aus dem Englischen zurückübersetzen:

Aus Diskussion und Berichterstattung über den „synodalen Weg“ wollen wir uns hiermit bis auf Weiteres ausklinken. Und das aus zwei Gründen, die wir beide als durchaus erfreulich empfinden. Zum ersten: Die Verhandlungen der ersten Sitzungen haben überaus deutlich gemacht, daß die Initiatoren dieses Weges auf einem Weg in die Häresie, in die Abspaltung von der Gemeinschaft der Kirche Christi sind. Ob sie wirklich die Mehrheit stellen, ist unsicher. Aber sowohl im Episkopat als auch bei den Laien gibt es eine Mehrheit von Feiglingen, Opportunisten oder schlichten Dummköpfen, die ihnen folgen. Sollen sie ziehen.

Zum zweiten: Nicht erst seit Proklamierung des SW, aber seitdem verstärkt, berichten zahlreiche glaubenstreue Webseiten in einer Ausführlichkeit, Klarheit und bisweilen auch Härte über diese Entwicklung, die noch vor zwei, drei Jahren unvorstellbar gewesen wäre. Und auch Bischöfe und Kardinäle melden sich in einer Weise zu Wort, die bis vor kurzem undenkbar war. Nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ wie die Kardinäle Müller und Cordes und einige süddeutsche Bischöfe. Auch andere wie Kardinal Woelki nach Abschluß der ersten Zusammenkunft des vermeintlichen Frankfurter Kirchenparlaments oder jetzt Bischof Strickland aus Texas, der seinen Amtsbruder Bode im Netz offen der Häresie anklagt. Summorum-Pontificum kann sich getrost darauf beschränken, in dieser Randspalte auf das eine oder andere aus diesem Bereich zu verlinken – in der Hoffnung, wieder mehr Zeit und Kraft für seinen eigentlichen Themenschwerpunkt zu finden.

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Und wieder Müller

(5. 2.)

Bild: aus dem zitierten Artikel von LifesiteNew

Unter den deutschen Kardinälen (Kardinal Woelki hier und Kardinal Cordes hier) stößt der Spaltungskurs von Marx auf immer stärkeren Widerspruch. Maike Hickson von LifesiteNews zitiert Kardinal Gerhard Müller heute mit kräftigen Worten, die wir aus dem Englischen zurückübersetzen:

Das ist wie damals, als die Weimarer Verfassung durch das Ermächtigungsgesetz aufgehoben wurde. Eine selbst ernannte Versammlung, die weder von Gott noch von den Gläubigen, die sie zu repräsentieren vorgibt, bevollmächtigt ist, widerruft die auf gäöttlichem Recht beruhende Kirchenverfassung, die auf das Wort Gottes in Schrift und Tradition zurückgeht. (Und:) Grundlage der bischöflichen Autorität bildet nicht länger die "Lehre der Apostel" (Apg. 2,42) und die "Apostolische Vollmacht , die Kirche Gottes im Namen Christi zu regieren, zu lehren und zu heiligen (Lumen Gentium 18-27), sondern ihre administrative und disziplinäre Macht über Geld und Personal, die sie dann großzügig mit den Laienfunktionären teilen wollen.

Weitere Stimmen aus der andauernden Auseinandersetzung kommen in der aktuellen Berichterstattung auf kath.net zu Wort.

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Ratlose Revolutionäre

(4. 2.)

Bild: KNA/Harald Oppitz - aus dem genannten Artikel auf katholisch.de

Fast wie in einem Studentenparlament der 68er Jahre scheint es bei der ersten Zusammenkunft der Synodalwegler zugegangen zu sein – katholisch.de bringt einen anschaulichen Bericht. Höhepunkt der Geschäftsordnungsdebatten war die Entscheidung, auch den Frauen eine Art Gruppenveto zuzugestehen: Wie bei den Bischöfen bedürfen nun einige Beschlüsse nicht nur einer gewöhnlichen Mehrheit – darin muß auch die Mehrheit der Frauenstimmen enthalten sein. Abgelehnt wurde demgegenüber ein Vorschlag, Beschlusstexte dürften keinen Widerspruch  zur Lehre der Kirche enthalten.

Irgendwie passt dazu der per Indiskretion bekannt gewordene Auszug aus dem Entwurf zum päpstlichen Dokument über die Urwaldsynode – danach stünde der flächendeckenden Priesterweihe für „in der Gemeinde anerkannte Männer“ nichts mehr im Wege. Irgend jemand überrascht?

Msgr. Charles Pope, der heute im National Catholic Register  über Form und Wesen des Papstamtes nachsinnt, ist zuzustimmen: Nie war es so schwer, im Papst die Stimme des lehrenden Christus zu vernehmen, wie heute.

Am Rande - Woche 5

Klerikalismus andersrum

31.1.

Bild: Screenshot von Domradio https://www.domradio.de/video/logo-fuer-den-synodalen-weg

Ein bemerkenswerter Anblick bot sich am Donnerstag den Besuchern der Messfeier, die den Auftakt zum Holzweg der deutschkatholichen Kirche bildete: Laien als Kommunionspender, die als Laien verkleideten Bischöfen den Leib des Herrn austeilten.

Da vermutlich kein Mangel an geweihten Personen als ordentlichen Kommunionspendern bestand, ging es den Verantwortlichen wohl darum, „ein Zeichen zu setzen“ - und der Leib des Herrn war ihnen dafür gerade gut genug. Zeichenhaft in der Tat.

Mehr zum Holzweg bei kath.net anläßlich eines Interviews mit Generalsekretär P. Langendörfer und einer kleinen Gegendemonstration am Rande. Über eine scharf formulierte Warnung von Kardinal Cordes vor dem durch die illegale Pseudo-Synode drohenden Schisma berichtet katholisches.info. Eine ausführliche Analyse des Langendörfer-Interviews, den er als „Architekten der Synode“ bezeichnet, bringt Edward Pentin vom National Catholic Register. Die deutsche Sondersynode findet internationale Beachtung - aber anders, als ihre Urheber das erhofften.

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Klare Ansage

30.1.

Bild: CNA/Petrik Bohumil

Der katholische US-Publizist George Weigel, vielen eher als Freund ausgleichender Worte bekannt, hat in der aktuellen Auseinandersetzung um den Zölibat bzw. um den zur Ablenkung vom eigentlichen Inhalt inszenierten Streit um die Autorschaft des Buches von Papst Benedikt und Kardinal Sarah eine klare Ansage gemacht:

So ist es jetzt also gekommen (und ich meine das auch so), daß die Partisanen von Offenheit und Dialog jetzt zweien der angesehensten Söhne des Katholizismus sagen, daß ihre Ansichten unerwünscht sind; daß die theologische und pastorale Verteidigung des geistlichen Zölibats ein Akt der Untreue gegenüber Papst Franziskus ist; und daß sie einfach den Mund halten sollten.

Dies ist nicht die Taktik von Anwälten, die davon überzeugt sind, daß sie die sachliche Auseinandersetzung gewonnen haben und wahrscheinlich weiterhin gewinnen werden. Das sind die Taktiken derer, die sich aus Angst davor, daß die Zeit ihnen davonläuft, vorstellen, daß sie nur auf Mobbing zurückgreifen können.

Der Original-Artikel erschien im Catholic World Report, eine deutsche Übersetzung bietet das Beiboot Petri.

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Zelebrationskurs

29.1.

Bild: Aus dem genannten Beitrag im Catholic Herald

Für einen kurzentschlossenen Priester ist noch ein Platz in einem Zelebrationskurs in der außerordentlichen Form bei P. Martin Ramm FSSP frei!

Zeit: Montag, den 3. Februar 2020 bis Donnerstag, den 6. Februar 2020

Ort: St. Pelagiberg in der Schweiz

Einzelheiten: Kath.news

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Franziskus' Ladenhüter

27. 1.

Bild: Aus dem genannten Beitrag im Catholic Herald

Im Catholic Herald hat Fr. Raymond de Souza einen Überblick über Buchveröffentlichung der Päpste und Kongregations-Präfekten der letzten Jahrzehnte zusammengestellt. Sein Ergebnis: Die größtenteils als Interviebände gestalteten Bücher von Johannes-Paul II. und Benedikt XVI., aber auch die der Präfekten Joseph Ratzinger und Robert Sarah bewegten (nicht nur) die katholische Welt und fanden reißenden Absatz. Die zahlreichen Interviewbücher von Franziskus - de Souza hat tatsächlich 8 Stück ermittelt - liegen wie Blei in den Regalen, selbst ihre Titel sind kaum bekannt.

Da er ein höflicher Mensch ist, vermutet de Souza den Grund für dieses mangelnde Interesse darin, daß sich das Genre der Papstbücher vielleicht überlebt habe. Unsereins ist weniger höflich und hat eine andere Erklärung zur Hand: Viele Worte machen noch kein interessantes Buch. Und sollte es mal wieder einen Papst geben, der etwas zu sagen hat und das auch ohne Zweideutigkeiten und Widersprüche zu sagen weiß, werden seine Bücher auch wieder Nachfrage wecken.

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