Am Rande - Woche 5

Klerikalismus andersrum

31.1.

Bild: Screenshot von Domradio https://www.domradio.de/video/logo-fuer-den-synodalen-weg

Ein bemerkenswerter Anblick bot sich am Donnerstag den Besuchern der Messfeier, die den Auftakt zum Holzweg der deutschkatholichen Kirche bildete: Laien als Kommunionspender, die als Laien verkleideten Bischöfen den Leib des Herrn austeilten.

Da vermutlich kein Mangel an geweihten Personen als ordentlichen Kommunionspendern bestand, ging es den Verantwortlichen wohl darum, „ein Zeichen zu setzen“ - und der Leib des Herrn war ihnen dafür gerade gut genug. Zeichenhaft in der Tat.

Mehr zum Holzweg bei kath.net anläßlich eines Interviews mit Generalsekretär P. Langendörfer und einer kleinen Gegendemonstration am Rande. Über eine scharf formulierte Warnung von Kardinal Cordes vor dem durch die illegale Pseudo-Synode drohenden Schisma berichtet katholisches.info. Eine ausführliche Analyse des Langendörfer-Interviews, den er als „Architekten der Synode“ bezeichnet, bringt Edward Pentin vom National Catholic Register. Die deutsche Sondersynode findet internationale Beachtung - aber anders, als ihre Urheber das erhofften.

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Klare Ansage

30.1.

Bild: CNA/Petrik Bohumil

Der katholische US-Publizist George Weigel, vielen eher als Freund ausgleichender Worte bekannt, hat in der aktuellen Auseinandersetzung um den Zölibat bzw. um den zur Ablenkung vom eigentlichen Inhalt inszenierten Streit um die Autorschaft des Buches von Papst Benedikt und Kardinal Sarah eine klare Ansage gemacht:

So ist es jetzt also gekommen (und ich meine das auch so), daß die Partisanen von Offenheit und Dialog jetzt zweien der angesehensten Söhne des Katholizismus sagen, daß ihre Ansichten unerwünscht sind; daß die theologische und pastorale Verteidigung des geistlichen Zölibats ein Akt der Untreue gegenüber Papst Franziskus ist; und daß sie einfach den Mund halten sollten.

Dies ist nicht die Taktik von Anwälten, die davon überzeugt sind, daß sie die sachliche Auseinandersetzung gewonnen haben und wahrscheinlich weiterhin gewinnen werden. Das sind die Taktiken derer, die sich aus Angst davor, daß die Zeit ihnen davonläuft, vorstellen, daß sie nur auf Mobbing zurückgreifen können.

Der Original-Artikel erschien im Catholic World Report, eine deutsche Übersetzung bietet das Beiboot Petri.

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Zelebrationskurs

29.1.

Bild: Aus dem genannten Beitrag im Catholic Herald

Für einen kurzentschlossenen Priester ist noch ein Platz in einem Zelebrationskurs in der außerordentlichen Form bei P. Martin Ramm FSSP frei!

Zeit: Montag, den 3. Februar 2020 bis Donnerstag, den 6. Februar 2020

Ort: St. Pelagiberg in der Schweiz

Einzelheiten: Kath.news

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Franziskus' Ladenhüter

27. 1.

Bild: Aus dem genannten Beitrag im Catholic Herald

Im Catholic Herald hat Fr. Raymond de Souza einen Überblick über Buchveröffentlichung der Päpste und Kongregations-Präfekten der letzten Jahrzehnte zusammengestellt. Sein Ergebnis: Die größtenteils als Interviebände gestalteten Bücher von Johannes-Paul II. und Benedikt XVI., aber auch die der Präfekten Joseph Ratzinger und Robert Sarah bewegten (nicht nur) die katholische Welt und fanden reißenden Absatz. Die zahlreichen Interviewbücher von Franziskus - de Souza hat tatsächlich 8 Stück ermittelt - liegen wie Blei in den Regalen, selbst ihre Titel sind kaum bekannt.

Da er ein höflicher Mensch ist, vermutet de Souza den Grund für dieses mangelnde Interesse darin, daß sich das Genre der Papstbücher vielleicht überlebt habe. Unsereins ist weniger höflich und hat eine andere Erklärung zur Hand: Viele Worte machen noch kein interessantes Buch. Und sollte es mal wieder einen Papst geben, der etwas zu sagen hat und das auch ohne Zweideutigkeiten und Widersprüche zu sagen weiß, werden seine Bücher auch wieder Nachfrage wecken.