Am Rande - Woche 24

Antirassistisches Hochgebet

(12. 6.)

Bild: kna, aus dem zitierten Artikel auf katholisches.de

 

Ach, was haben wir ihn vermißt, den guten Herrn Hagenkord von den Schnellmerkern, der uns beim vatikanischen Sender immer so nett erklärt hat, daß das, was die Römer da sagen, genau das ist, was die Deutschen gerne hören wollen. Haben wir ihn vermißt?

Naja - jetzt ist er wieder da und hat ein tolles Thema mitgebracht: Da gibt es irgendwo in den vielfältigen Optionen des Novus Ordo ein Hochgebet für eine Votivmesse der Versöhnung (nachzulesen hier), und darin steht doch tatsächlich die Bitte: "so sammle die Menschen aller Rassen und Sprachen, aller Schichten und Gruppen zum Gastmahl der ewigen Versöhnung".

RASSEN! Das geht nun doch mal gar nicht. "Das Wort sollte in unserer Liturgie nicht mehr vorkommen" fordert der SJ, denn er weiß: Nicht Gott gewährt die Überwindung des Trennenden - das schaffen wir selbst, per Sprachregelung, und bist Du nicht willig so brauch ich Gewalt.

Der Gedanke hat Potential: Wenn schon Rom das Lehramt nicht mehr wahrnehmen will, übertragen wir es einfach dem Bundestag. Oder gleich der TAZ.

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Gelddruckmaschine Vatikan

(10. 6.)

Bild: Screenshot von einem Trailer für 'The Hobbit', https://www.youtube.com/watch?v=jy-deJmRFII

 

Neben all dem anderen, was die Kirche niederdrückt, gibt es die immer neuen Nachrichten über die Finanzskandale rund um die vatikanischen Kassen und Banken. Der hl. Stuhl, so sagt man uns, ist zwar stets klamm und muß betteln gehn, um die laufenden Ausgaben zu stemmen - aber andererseits gibt es da anscheinend dunkle Gewölbe, in die man, wie Kardinal Pell es getan hat, nur einmal ordentlich hineinleuchten muß, um die eine oder andere vergessene Milliarde aufzufinden. Man hat es Pell nicht gedankt.

Wir haben das Thema bisher gemieden, von Geld verstehen wir nicht wirklich etwas, und auch die Enthüllung, daß der Vatikan Taschendiebe (in Jeans) und Großkriminelle (in Bischofssoutanen) gleicherweise anzieht, kann uns nicht erschüttern - Sünder sind sie allesamt, wir auch. Aber was jetzt Andrea Gagliarducci, der ein langjähriger Kenner und sorgfältiger Beobachter aller vatikanischen Angelegenheiten ist, zusammengetragen und auf  Monday Vatican veröffentlicht hat, ließ uns doch ein- bis zweimal schlucken. Dort wird wird wirklich im großen Maßstab operiert und anschließend mit harten Bandagen um die Beute gekämpft. 

Auf Deutsch nachzulesen wie jeden Montag beim Beiboot Petri.

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Worauf es wirklich ankommt

(8. 6.)

Soviele irritierende Signale und einander widersprechende Wegweiser wie in diesen Wochen gab es selten - außerhalb wie innerhalb der Kirche. Hier ein paar Links zu Beiträgen, die Katholiken helfen können, etwas Licht in die Düsternis zu bringen.

Peter Kwasniewski schreibt auf New Liturgical Movemnet zum Thema How the Traditional Liturgy Contributes to Racial and Ethnic Integration - und ja, da gibt es noch mehr als die gemeinsame Liturgiesprache Latein.

Aif OnePeterFive macht sich Dan Millette Gedanken darüber, welche Auswirkungen die Erfahrungen und Erfindungen des Corona-Lockdown auf die Gestalt des Novus Ordo haben können. Der Titel seines Beitrages deutet schon an, daß er wenig Gutes erwartet: A Brave New Liturgical World is Coming ... Again. Millette phantasiert nicht einfach so vor sich hin, sondern stützt sich auf Beobbachtungen bei einer im Internet übertragen pfingstlichen Messfeier von Bischof McElroy von San Diego - screenshots davon sind auf dem Blog Bravest Thing für die zukünftige Geschichtsschreibung des Novus Horror überliefert,

Zwischen Kardinal Gerhard Ludwig Müller und Weihbischof Schneider, die letzthin oft übereinstimmende Ansichten äußerten, gibt es einen deutlichen Dissens in der Frage der Erklärung von Abu Dhabi zur Bürderlichkeit aller Menschen von Papst Franziskus und Großimam Ahmad Al-Tayyeb. Maike Hickson referiert auf LifesiteNews zunächst wohltuend sachlich die Position Müllers und läßt dann Bischöf Müller mit einem ausführlichen Statement zu Wort kommen: There is no common faith in God nor common adoration of God shared by Catholics and Muslims.