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Fronleichnam mit Kardinal Burke

Statt eines Berichtes, der bisher noch nicht vorliegt:

Die Marienwallfahrt von Sheshan

Anläßlich des Festes Unserer Lieben Frau, Hilfe der Christen (24. Mai) fanden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Pilgerfahrten zum großen Marienheiligtum von Sheshan statt. Schwerpunkt waren naturgemäß die Wallfahrten aus der Diözese Shanghai. Doch obwohl die Behörden alle organisierten Reisen aus anderen Diözesen verboten hatten, kamen im Lauf des Monats Mai bisher mehr als 20 000 Teinehmer auch aus anderen Bistümern auf den Berg mit der Wallfahrtskirche. 

Nach dem Tod des "offiziellen" Bischofs von Shanghai, Aloysius Jin Luxian und des "Untergrund-"Bischofs Joseph Fan Zhonglian gibt es in Shanghai nur noch einen Bischof - S.E. Thaddeus Ma Daqin. Er steht seit 2012 unter Hausarrest und konnte daher auch dieses Jahr nicht nach Sheshan kommen. Einen Ausführlichen Bericht zum Mai in Sheshan gibt es auf asianews. Dort finden sich auch mehrere eindrucksvolle Bilder der Wallfahrtskirche, der einzigen Kirche in China, die den Titel einer Basilíka trägt. Das im Jahr 2008 von Papst Benedikt verfaßte Gebet zur Gottesmutter von Sheshan findet sich in Chinesisch und Englisch auf der Website der Cardinal Kung Foundation.

Überlieferte Liturgie in schwierigem Umfeld

Am kommenden Samstag wird in der Kapelle des Josefsseminars am Augustinusplatz erstmals seit vielen Jahren wieder ein gesungenes Amt im überlieferten Ritus gefeiert. Der Chor "Die Konzertisten" singt die Messe in e-moll von Josef Rheinberger und - es handelt sich um eine Votivmesse zu Ehren der hl. Gottesmutter - das Ave Maria zu 8 Stimmen von Tomas Luis de Victoria.

Eine Teilnahme an der Feier wird allerdings nur den wenigsten unserer Leser möglich sein: Das Seminário de Sâo Jose am Largo S. Agostinho liegt in Aomen - das ist der Hauptort der Sonderverwaltungszone Macao in der Volksrepublik China. Das Ensemble 'Die Konzertisten' heißt tatsächlich so, ist aber in Hong-Kong ansässig und wird von Felix Yeung geleitet. Der ebenfalls in Hongkong geborene Zelebrant Fr. Cyril Law (chinesisch Lo) ist Priester die Diözese Macao.

Die Tatsache, daß diese Zelebration im Machtbereich der Volksrepublik zu einerm Zeitpunkt möglich ist, an dem in einigen anderen Orten Chinas gewaltsam Kreuze von Kirchen gerissen werden, wirft ein interessantes Licht auf die widersprüchliche Situation des Landes im aktuellen Entwicklungsstadium.

Überlieferte Liturgie in Taiwan

Die Architektur sieht weder irgendwie chinesisch noch überhaupt traditionell aus, aber das macht nichts: Das Bild ist eine Aufnahme der ersten hl. Messe im überlieferten Ritus, die seit vielen Jahrzehnten in der Chinesischen Republik Taiwan gefeiert worden ist.

Die Mitteilung der Latin Mass Group of Taiwan, die gemeinsam von der Diözese Hsinchu und der Wallfahrtskirche ULF vom Berge Carmel getragen wird, hat folgenden Wortlaut:

Mit großer Freude berichten wir von unseren bescheidenen Anfängen mit der Wiederbelebung der Lateinischen Liturgie. Am 5. Sonntag nach Pfingsten haben wir in der Kapelle der Salesianer in der Katholischen Universität von Fujien ein erstes gesungenes Amt gefeiert. Zelebrant war Hochw. P. Jerome Guevara, SJ, der einer der Seelsorger der Latin Mass Group ist. Der Chor wurde von der Musikabteilung der Katholischen Universität von Fuchien gestellt; die Leitung hatten die Professoren Pan Tien-ming und Lionel Hong. Wir werden künftig regelmäßig jeden Monat am 3. Samstag um 16:30 Uhr eine regelmäßige hl. Messe feiern. (...)

Gegenwärtig leistet uns die Tridentinische Gemeinde von Hongkong technische und geistliche Unterstützung. Obwohl wir überdiözesan tätig sind, sind wir offiziell bei der Diözese Hsinchu unter der Leitung von S. E. Bischof John Baptist Lee  eingebunden.

Unter den „Chaplains“ der Gesellschaft, also den mit der regelmäßigen Seelsorge beauftragten Geistlichen, nennt die Mitteilung neben dem bereits genannten P. Guevara SJ und dem Karmeliter P. Chin Sinwee auch den emeritierten Bischuf von Hsinchu, S.E. Dr. Luke Liu.

Besonderes Interesse kommt dem Hinweis auf die Unterstützung aus Hongkong zu. Der dort lebende Kardinal Joseph Zen ist zwar für seine Unterstützung der überlieferten Liturgie bekannt, um in irgendeiner Weise auch in Taiwan tätig werden zu können, bedarf allerdings jede Institution oder Einzelperson in Hongkong einer ausdrücklichen Genehmigung der Regierung in Peking. Das ist in diesem Fall umso bemerkenswerter, als es sich bei der „Universität von Fuchien“ offensichtlich um eine „Exiluniversität“ von der Festlandsprovinz Fuchien handelt.

Alte Messe im Priesterseminar

Das größte Priesterseminar der Welt befindet sich in Mexiko - einigermaßen erstaunlich, wenn man an die wütenden Christenverfolgungen des 20. Jahrhunderts in diesem Land denkt - oder vielleicht auch deshalb gerade nicht. Es ist das Seminar der Erzdiözese Guadalajara, dem derzeit 600 Seminaristen angehören. Das sind ziemlich genau ebensoviele wie sämtliche Priesterseminare Frankreichs zusammengenommen.

P. Jonathan Romanoski von der Petrusbruderschaft, der in Guadalajara stationiert ist, hat in diesem Seminar bereits öfter Einführungskurse zur überlieferten Liturgie gehalten. Im vergangenen Juni hatte er nun auf Bitten einiger Seminaristen erstmals die Gelegenheit, in einem offiziellen Rahmen die hl. Messe im überlieferten Ritus zu feiern. Immerhin etwa die Hälfte der Seminaristen nahm an dieser Messe teil.

Einen ausführlicheren Bericht mit mehreren Bildern finden Sie auf Offerimus Tibi Domine; weitere Bilder gibt es auf Facebook.

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