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Am Rande - Woche 35

Brevierreform 1911 und Psalm 118

11. 9.

Unter diesem Titel hatten wir am Montag einen Text veröffentlicht, der, wie mehrere Zuschriften überzeugend dargelegt haben, der komplizierten Situation des Breviers und seiner Reform zum Anfang des 20. Jahrhunderts nicht gerecht wurde. Wir wollen uns nun keinesfalls der Verbreitung von Fakenews schuldig machen und haben den Artikel daher zur Überarbeitung in die Werkstatt zurückgerufen.

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Warnung vor Amazonien usw.

10. 9.

Bild: https://www.tfp.org/the-pan-amazon-synod-towards-a-new-church-with-an-amazonian-face/

■ Rechtzeitig vor Beginn des Amazonas-Theaters trifft sich in Rom Ende September der Ratzinger-Schülerkreis zu seinem Jahrestreffen. Thema: Das Weihesakrament. Eine Vorschau auf Programm und Referenten gibt katholisches.info.

■ Wenig Neues findet sich in einem Interview, das der Kölner Stadtanzeiger zur Amazonas-Synode mit dem entlaufenen Priester Leonardo Boff geführt hat. Außer vielleicht die freche Behauptung: „Franziskus ist einer von uns. Er hat die Befreiungstheologie zum Allgemeingut der Kirche gemacht. Und er hat sie ausgeweitet. Wer von den Armen spricht, muss heute auch von der Erde reden, weil auch sie ausgeplündert und geschändet wird.“

■ In der päpstlichen und deshalb gewiss unfehlbaren Aussage, Kardinal Müller möge ja ein guter Kerl sein, aber doch irgendwie wie ein Kind, sieht Ester vom Beiboot Petri weniger die Unverschämtheit, sondern das Kompliment. Und Recht hat sie damit.

■ Im Crisis-Magazine stellt sich der Publizist Anthony Esolen die Frage: „Who is my Enemy?“ Jedenfalls nicht derjenige, der das gleiche Ziel, nur mit anderen Mitteln anstrebt, meint der Autor - und schon ergibt sich die aktuelle Verbindung zu Unite the Clans.

■ Einen lesenswerten Überblick zum aktuellen Stand der Revisionsarbeiten an der nordamerikanischen Version der (reformierten) Liturgy of the Hours findet man auf dem Blog tom's digest, das dem nordamerikanischen Ordinariat verbunden ist.

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Abbruch-Unternehmen Synode

9. 9.

Bild: wikimedia commons

Peter Winnenmöller kommentiert auf kath.net die Mitteilungen, daß die kommende Synode, die keine Synode, sondern ein „verbindlicher Weg“ sein will, in Frankfurt tagt - und daß die Damen von Maria 2.0 trotz Einladung nicht teilnehmen wollen.

Fulda hätte ... einen katholischen Symbolwert, da es für Deutschland so etwas wie die Keimzelle der Mission unseres Landes war. Was hätte sich da mehr angeboten, als eine Synode, in der es um die Krise der Kirche in unserem Land geht, über dem Grab des Apostels der Deutschen, des Hl. Bonifatius, tagen zu lassen. Genau dieses Symbol scheint nicht gewünscht. (...) Ganz offensichtlich geht es, schaut man sich die Foren an, die den „synodalen Weg“ vorbereiten, eher um Dekonstruktion wesentlicher Teile des Glaubens. Mit Revolutionen hat man in Frankfurt durchaus Erfahrungen. (...)

Etwas verwunderlich ist auf den ersten Blick eine andere Entscheidung, nämlich die Absage der Aktion „Maria2.0“, an der Synode mitzuwirken. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Zum einen kann man wohl feststellen, dass die Aktion vor allem ein Design und ein Ausdruck von Guerillamarketing ist. Gesteuerte Impulse aus den Strukturen der Kirche werden dezentral in Aktionen mit provokativem Charakter umgesetzt. ... Andererseits ist man sich auch bei den Protagonistinnen der innerkirchlichen Frauenrevolte bewusst, dass der „synodale Weg“ sich ihre Ziele sicher nicht vollumfänglich zu eigen machen wird. Die Radikalität dieser Bewegung scheut die Teilnahme an strukturierten Gesprächen.

Im ganzen lesenswert! Hier.

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