Bereichsnavigation Meldungen:

Zwischen Bruch und Normalität

Blick in die Kircha am 30. 12.Öfter, als man das für möglich halten mag, erfährt man von ziemlich erstaunlichen Reaktionen von Katholiken, die sich unversehens mit einer Liturgie nach dem überlieferten Ritus konfrontiert sehen, auf diese offenbar als Provokation empfundene Begegnung. Erstaunte Ausrufe wie „Daß es so etwas immer noch gibt“ oder einen Ton heftiger „Das kann man den Menschen doch heute nicht mehr zumuten“ gehören noch zu den milderen Reaktionen. Es wurden aber aber auch schon Mitglieder von Pfarrgemeinderäten und örtlichen Liturgieausschüssen angetroffen, die wutentbrannt und türenschlagend den Schauplatz des Frevels verließen - nicht ohne anzukündigen, sich beim Ordinariat oder beim Bischof persönlich über den Vorfall zu beschweren.

Das sind dann Kommentare aus der Praxis zur theoretischen Proklamation, daß es in der Kirche keine Brüche geben dürfe und dementsprechend auch nicht geben könne.

Daß es auch anders geht, zeigte sich am letzten Sonntag des vergangenen Jahres in Potsdam Eine fünfundvierzugköpfige Reisegruppe des Kolpingswerkes aus Westdeutschland, die abends noch eine Messe besuchen wollte, wurde vom dortigen Stadtpfarrer auf die „lateinische Messe“ verwiesen, die dort allsonntäglich vom Institut St. Philipp im überlieferten Ritus gefeiert wird. Die Kolpingreisenden überstanden diese unerwartete Begegnung - Mundkommunion eingeschlossen - nicht nur ohne jede Komplikation, sie fielen auch auf durch eifriges Mitsingen beim lateinischen Ordinarium. Es geht also auch ohne Bruch, wenn alle Beteiligten sich an diesem Ziel orientieren. Mehr dazu berichtet „Ultramontan“.

19 Seminaristen für Petrus

Die Grafik im Diagramm:In diesem Herbst sind 19 neue Seminaristen in das europäische Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad eingetreten. Damit bereiten sich dort derzeit an die 80 junge (und nicht mehr ganz so junge) Männer auf die Priesterweihe vor. Im amerikanischen Seminar in Denton konnte Bischof Bruskewitz im vergangenen November 18 neu hinzugekomenen Seminaristen die Tonsur erteilen.

Die Gesamtzahl der Mitglieder der Bruderschaft stieg damit in diesem Herbst auf 397. Davon waren 236 Priester, 11 Diakone und 150 Seminaristen (ohne die Diakone). Die Mehrzahl der Mitglieder kommt aus USA (186) und Frankreich (139). Deutschland nimmt mit 63 den dritten Platz ein. Weitere Angaben zur Statistik finden Sie auf der internationalen Website der Bruderschaft.

Einkehrnachmittag in St. Michael

Logo des InitiativkreisesAm kommenden Sonntag veranstaltet der Initiativkreis St. Thomas Morus in der Diözese Mainz einen Einkehrnachmittag, zu dem er alle Interessenten herzlich einlädt. Pfarrer Ulrich Engel aus Rodgau hält einen Vortrag zum Thema „Die Lehre von der unbefleckten Empfängnis - ihre Bedeutung für das Leben der Kirche und der Gläubigen“. Anschließend ist Gelegenheit zur Beichte. Zum Abschluss zelebriert Pfarrer Hendrik Jolie eine hl. Messe im überlieferten Ritus.

Ort: Pfarrheim Don Bosco der Pfarrei St. Michael, Nieder-Ramstadt, Hochstr. 23

Zeit: 15.00 Uhr Vortrag, 17.00 Uhr hl. Messe.

Firmung in Düsseldorf

Der emeritierte Kölner Weihbischof Klaus Dick hat gestern in der Düsseldorfer Kirche St. Dionysius 23 jungen Leuten das Sakrament der Firmung gespendet. In dieser Kirche feiert die Petrusbruderschaft allsonntäglich und an einigen Werktagen die hl. Messe im überlieferten Ritus.

„Gottfried v. Boullion“ hat auf gloria.tv ein kleines Video von der gestrigen Firmzeremonie eingestellt, auf das wir oben verlinken. Auf dem Blog Vigilanti Cura von Martin Bürger ist noch zu erfahren, daß die Firmung im Zusammenhang mit einer gelesenen Bischofsmesse erfolgte, „doch übernahm der Bischof auch einige Elemente eines feierlichen Pontifikalamtes“. So dankbar wir dem Bischof sind, daß er immer wieder bereit ist, nach den übelieferten Büchern zu firmen, so hat diese Anmerkung bei uns doch ein wenig Irritation ausgelöst.

Gedenkgottesdienst in Neustadt

Blick auf den Hauptaltar beim StufengebetAm kommenden Sonntag findet im katholischen Teil der Stiftskirche von Neustadt - dem regelmäßigen Zelebrationsort der überlieferten Liturgie für die Region - der traditionelle Gedenkgottesdienst für das Haus Wittelsbach statt. Dieser Gottesdienst geht zurück bis ins 14. Jahrhundert, als Pfalzgraf Rudolf II. die Pfarrkirche von Neustadt - den Kernbau der heutigen Stiftskirche - zur Memoria für das Haus Wittelsbach bestimmte und sein Bruder Ruprecht die Gedächtnisfeier durch eine bedeutende Stiftung "für alle Zeiten" absicherte. Als Zweck der Stiftung bezeichnete er neben der Bestimmung der Kirche als Grablege für seine Familie ausdrücklich die Sorge um einen möglichst feierlichen, häufigen und gottgefälligen Gottesdienst in Neustadt.

Durch die Bestimmung des Chores der in den vergangenen Jahren aufwendig renovierten Stiftskirche für die Feier der überlieferten Liturgie und die jährlichen Gedenkgottesdienste für das Haus Wittelsbach wird dieser Stiftungszweck auch in der Gegenwart noch bzw. wieder beispielhaft erfüllt. Wie bereits in vergangenen Jahren wird auch in diesem Jahr wieder Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein, ein direkter Nachkomme des Pfälzer Kurfürsten Friedrich I. (1425 - 1476) am Gedenkgottesdienst teilnehmen. Zelebrant ist Domkapitular Msgr Dr. Norbert Weis aus Speyer.

Ort: Stiftskirche in 67433 Neustadt

Zeit: 28. 10. 2012, 10.00 Uhr.

Zusätzliche Informationen