Bereichsnavigation Meldungen:

Satzung des ICRS bestätigt

Heute erhielt das Institut Christus König und Hoherpriester von der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei die endgültige Anerkennung seiner Satzung. Der entscheidende Satz in dem von Kardinal Gerhard Ludwig Müller in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Kommission Erlass lautet:

Nach Ablauf der um fünf Jahre verlängerten Erprobungszeit genehmigt und bekräftigt die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei der ihr von Papst Johannes Paul II. erteilten Kompetenz wohlwollend den Wortlaut der Satzung des vorgenannten Instituts, wie er in dem hier beigegebenen Exemplar dem heiligen Stuhl zur endgültigen Genehmigung vorgelegt worden ist.

Damit gibt es jetzt im Verantwortungsbereich von Ecclesia Dei nach der Petrusbruderschaft eine zweite "altrrituelle" Priesterbruderschaft, die auf der Grundlage einer rechtlich gesicherten Satzung arbeiten kann. Die Kopie des Erlasses verdanken wir einer Mitteilung von Rorate Cæli.

Professen in Silverstream

Die kleine der überlieferten Lehre und Liturgie folgende Gemeinschaft der Benediktiner der ewigen Anbetung konnte in diesem August neue Mitglieder aufnehmen: Bereits am 6. August legte der Priester Dom Benedict Maria Andersen im Silverstream-Priorat von Starmullen, Irland, die ewige Profess ab; damit erhöhte sich die Zahl der Mönche mit ewigem Gelübde auf vier. Am 16. Augusten legten außerdem die noch im Studium stehenden Dom Finnian Joseph King und Dom Elijah Maria Carrol die zeitlichen Gelübde ab, die sie für zunächst drei Jahre an die Gemeinschaft binden. Sämtliche Mönche stammen ebenso wie Prior Mark Kirby aus den vereinigten Staaten, von wo die Gemeinschaft vor einigen Jahren nach Irland übergesiedelt ist. Die Professen erfolgten in Anwesenheit von Vertretern der benediktinischen Ordensfamilie aus der Abtei S. Josephe in Flavigny in Frankreich und S. Miniato in Florenz.

Prior Mark Kirby ist als Redner auf Veranstaltungen zur katholischen Tradition und vor allem als Blogger auf Vultus Christi weit über seinen lokalen Wirkungskreis hinaus bekannt. Sein Blog ist insbesondere deshalb bemerkenswert und für den täglichen Besuch sehr zu empfehlen, weil es P. Kirby gelingt, die in diesen unruhigen Zeiten scheinbar alles überdeckenden Störgeräusche und Ablenkungen weitgehend auszublenden und sich auf das zu konzentrieren, was wesentlich ist: Das bewußte Leben in der Liturgie und der Gemeinschaft der Heiligen.  

Einen ausführlicheren Bericht zu den Professen, dem wir auch das Bild oben entnommen haben, gibt Joseph Shaw auf LMS Chairman.

„Sie schieben Christus an den Rand“

Am 23. August endet im polnischen Lichen der zum zweiten Mal stattfindende liturgische Workshop „Ars Zelebrandi“. An die zweihundert Teilnehmer, darunter 40 Priester, befassten sich eine Woche lang in Theorie und Praxis mit Fragen des Altardienstes, des gregorianischen und polyphonen Kirchengesangs, der Paramente usw. für die überlieferte Liturgie. Am Mittwoch den 19. 8. zelebrierte Weihbischof Athanasius Schneider ein Pontifikalamt in der gut besuchten Basilika unserer Lieben Frau in Lichen. In seiner in polnischer Sprache gehaltenen Predigt betonte der Bischof den Charakter der hl. Messe als Akt der Anbetung Gottes in der zeitlichen Vorwegnahme des ewigen Gottesdienstes im Himmlischen Jerusalem. Wörtlich führte der Bischof unter anderem aus:

Die wahre Erneuerung der Kirche beginnt auf dem Feld, das das wichtigste und das Herz der Kirche ist, sie beginnt beim Herrn in der Eucharistie. Im Herzen der heutigen Kirche klafft jedoch eine tiefe Wunde, verursacht durch den schrecklichen Mangel an Ehrfurcht gegenüber dem allerheiligsten Sakrament und dem vielfältigen unwürdigen Empfang der heiligen Kommunion ohne vollen Glauben und wahre Reue. (...) Der sündige Mensch will sich selbst in den Mittelpunkt stellen, in den Mittelpunkt der Kirche, in den Mittelpunkt der eucharistischen Feier; er will gesehen und wahrgenommen werden. Und daher wird der Eucharistische Jesus, der Mensch geworden und im Tabernakel unter den Eucharistischen Gestalten gegenwärtig ist, in vielen Kirchen an die Seite geschoben.“

Einen ausführlichen Bericht über die Predigt mit weiteren Bildern aus Lichen bringt Rorate Cæli.

Pontifikalamt in Westminster

Wenn es in Deutschland ein Äquivalent zur Kathedrale von Westminster in London gibt, dann wäre es wohl der Kölner Dom. Nur, daß man im Hohen Dom zu Köln zwar des öfteren Pontifikalämter für Karnevalisten antreffen kann, aber seit Jahrzehnten keines mehr im überlieferten Ritus der Kirche. In London ist das anders: Dort findet traditionell die Liturgie zur Jahreshauptversammlung der Latin Mass Society in Westminster Cathedral statt, ebenso das jährliche Requiem für die Verstorbenen der Gesellschaft. Das Pontifikalamt zur Hauptversammlung in diesem Jahr war am Sonntag, den 19. Juli; Zelebrant war der emeritierte Bischof Mark Jabalé von Menevia in Wales.

Das Jahresrequiem der Gesellschaft wird in diesem Jahr am 14. November begangen. Der Zelebrant wird dann Kardinal Burke sein. Photos vom Pontifikalamt am vergangenen Sonntag zeigt Joseph Shaw auf seiner Website und auf Flickr. In diesem Fundus fanden wir auch das oben gezeigte Bild.

Schlechte Nachrichten aus England (II)

Im vergangenen September brachten wir unter dieser Überschrift folgende Meldung:

Mit Beginn dieses Monats wurde „hisHermeneuticalness“, der auch unseren Lesern wohlbekannte Fr Timothy Finigan, von Blackfen, einer westlichen Teilstadt von London, nach Margate an der Küste versetzt.  Sein Nachfolger wurde Fr. Steven Fisher, der - s. Photo - zu Ratzinger-Zeiten einen durchaus traditionsnahen Eindruck erweckte und auch gelegentlich die „außerordentliche Form“ zelebrierte. Deshalb war man allgemein guter Hoffnung, Fisher werde die von Finegan über Jahre hinweg entwickelte Praxis beibehalten, eine von mehreren Sonntagsmessen und auch einzelne Werktagsmessen weiterhin in der überlieferten Form zu zelebrieren.

Das war ein krasser Irrtum. Nach aktuellen Meldungen aus Blackfen brauchte Fisher keine 14 Tage im neuen Amt, um in der hl. Messe in der überlieferten Liturgie ein Element der Spaltung zu erkennen, das darüberhinaus ortsfremde Elemente in die Kirche von Blackfen locke. Ende des Monats sei Schluss damit, ordnete der neue Pfarrer an, und wenn es in Zukunft überhaupt noch gelegentlich lateinische Messen am Ort geben solle, dann nach seinem, Fishers, Ritus - mit Kommunionhelferinnen, Handkommunion und allem, was das Konzil an segensreichen Gaben beschert hat.

Fr. Finigan hat inzwischen in seiner neuen Gemeinde begonnen, ebenso behutsam wie beharrlich auf eine liturgische Erneuerung hinzuarbeiten wie vorher in Blackfen. Erste Erfolge sind sichtbar - freilich auf Kosten seines Blogs, das er nur noch in großen Abständen und mit deutlich verringerter Kraft pflegen kann. Offensichtlich Ergebnis einer klaren und in keiner Weise kritisierbaren Prioritätensetzung.

Die schlechte Nachricht kommt aus seiner früheren Pfarrei, wo Fr. Steven Fischer kaum ein Dreivierteljahr nach seinem so überaus schneidigen Einstieg in Blackfen jetzt mitteilen ließ, daß er das Amt und sein Priestertum aufgibt und eine Stelle als Lehrer antreten wird. Inzwischen ist er auf Facebook  in eindeutigem Regenbogen-Umfeld aufgetaucht - wer mehr über die ganze traurige Geschichte erfahren will, wird auf der Website von Joseph Shaw fündig. Aber auch ohne zusätzliche Informationen ist klar, wie sehr Steven Fisher unserer Gebete bedarf

Zusätzliche Informationen