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Frohe Weihnachten!

Die Anbetung der Hirten - v. Gerrit van Honthorst

 

Im Jahre 5199 seit Erschaffung der Welt,
da Gott im Anfang Himmel und Erde schuf,
im Jahre 2957 seit der Sintflut,
im Jahre 2015 seit Abrahams Geburt,
im Jahre 1510 seit Moses und dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten,
im Jahre 1032 seit der Salbung Davids zum König,
in der 65. Jahreswoche nach der Weissagung Daniels,
in der 194. Olympiade,
im Jahre 752 seit der Gründung Roms,
im 42. Jahre der Regierung des Octavianus Augustus,
als auf dem ganzen Erdkreis Friede eingekehrt war,
im 6. Weltzeitalter:

da wollte Jesus Christus, der ewige Gott und Sohn des ewigen Vaters, durch die Gnade seines Kommens die Welt heiligen. Empfangen vom Heiligen Geiste, ward er neun Monate nach der Empfängnis zu Bethlehem in Juda aus Maria der Jungfrau geboren als Mensch:

Die Geburt unseres Herrn Jesus Christus im Fleische. (Martyrologium Romanum)

Liturgie und Neuevangelisation

Der Papst im Audienzsaal mit 40 französischen BischöfenAm vergangenen Samstag begrüßte Papst Benedikt die französischen Bischöfe, die sich zurzeit zu ihrem Ad-Limina-Besuch in Rom aufhalten. In seiner kurzen Ansprache ging er auch auf die Bedeutung der Liturgie für das Zeugnis der Kirche in der Welt ein:

Die Liturgie ist in der Tat die Feier des zentralen Ereignisses der menschlichen Geschichte, des Erlösungsopfers Christi. Dadurch zeugt sie von der Liebe, mit der Gott die Menschheit liebt, und bezeugt, daß das menschliche Leben einen Sinn hat und daß der Mensch dazu berufen ist,  Teil am glorreichen Leben der Dreifaltigkeit zu haben.

Die Menschheit braucht dieses Zeugnis. Sie muß erfahren, und zwar durch die Feier der Liturgie, daß die Kirche sich der Herrschaft Gottes und der Würde des Menschen bewußt ist. Die Menschheit hat das Recht darauf, trotz aller Grenzen, die ihre Riten und Zeremonien immer kennzeichnen werden, erfahren zu können, daß Christus in der heiligen Messe und in der Person des Priesters gegenwärtig ist (vergl. Sacrosanctum Consilium 7).

Ich kenne die Sorge die Ihr für eure liturgischen Feiern tragt. Ich ermutige Euch, die ars celebrandi zu pflegen, eure Priester in diesem Sinne zu unterstützen und unermüdlich an der liturgischen Bildung der Gläubigen und der Seminaristen zu arbeiten. Die Achtung der geltenden Normen ist Ausdruck der Liebe und Treue zum Glauben der Kirche, des Schatzes der Gnaden, den sie besitzt und weitergibt. Die Schönheit der liturgischen Feiern verleiht mehr als alle Neuerungen oder persönlichen Anpassungen dem Werk der Evangelisierung Wirksamkeit und Dauer.“

Auf der Website des vatikanischen Pressebüros finden Sie den vollständigen Text der Ansprache (in französischer Sprache).

Una Cum Papa Nostro

 Mit einem feierlichen Pontifikalamt am Altar der Kathedra in der Peterskirche endete am Samstag die Wallfahrt „Una com Papa Nostra“ in Rom. Zelebrant Kardinal Canñizares setzte in seiner Predigt die Krise in der Kirche in Beziehung zum Leiden Christi am Kreuz. Er sagte, daß es für diese Krise keine einfache Lösung gebe und forderte alle Katholiken dazu auf, sich unter dem Kreuz zu vereinigen. Er sprach von der reichen Schönheit der überlieferten Liturgie, die die Messe gewesen sei, die die Väter des 2. Vatikanischen Konzils jeden Tag gefeiert hatten. Heute seie im Ergebnis der Rückkehr der alten Liturgie ein bedeutender Aufschwung in der Zahl der Berufungen zum Priesteramt zu beobachten. Er schloss mit einem weiteren Aufruf zur Einheit aller Katholiken in Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater und mit Christus und der allzeit heiligen Gottesmutter.

Vor dem Pontifikalamt waren die Teilnehmer der Pilgerfahrt in einer auch für römische Verhältnisse ungewöhnlichen Prozession durch den Borgo Pio gezogen. Das Bild fanden wir auf der Website von Fr. Zuhlsdorf, der derzeit als Teilnehmer an der Pilgerfahrt in Rom ist. Eine große Zahl von Bildern und Videoclips findet sich auf der Facebook-Seite von The Remnant, der wir auch die Inhaltsangbe der Predigt des Kardinals verdanken.

Wie normal ist die überlieferte Liturgie?

Kardinal Canizares beim PontifikalamtKardinal Antonio Canñizares, Präfekt der Gottesdienstkongregation, wird am kommenden Samstag in der Peterskirche ein Pontifikalamt aus Anlass der „Una cum Papa nostro"-Pilgerfahrt zelebrieren. Der „Vaticanista“ Andrea Tornielli hat den Kardinal für „La Stampa“ dazu befragt, warum er diese Aufgabe übernommen hat. Wir haben das Interview nach der englischen Fassung auf „Vatican Insider“ übersetzt:

Frage: worum geht es bei dieser Pilgerfahrt?

Antwort: Es geht darum, Gott und dem hl. Vater für das vor 5 Jahren erlassene Motu Proprio zu danken, das den Wert der Liturgie nach dem Missale des seligen Papstes Johannes XXIII. anerkennt und die Kontinuität zur Tradition des römischen Ritus verdeutlicht. Durch die Anerkennung der älteren Form wird deutlich, daß „Reform" nicht bedeutet, ältere traditionelle Formen einfach abzuschaffen.

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Papst Benedikt gründet eine Lateinische Akademie

PorträtphotoWenn wir dem italienischen Vaticanista Andrea Tornielli in dieser Sache glauben können, bereitet Papst Benedikt derzeit ein Motu Proprio zur Errichtung einer Pontificia Academia Latinitatis vor. Dabei will, so Tornielli, der Papst nicht nur den Stellenwert des Latein in der Kirche wieder etwas anheben, sondern auch in Schulen und der Wissenschaft auf eine stärkere Pflege der Wissenschaftssprache der europäischen Tradition hinwirken.

Bleibt zu hoffen, daß das neue Motu Proprio eine stärkere Wirksamkeit entfaltet als die Apostolische Konstitution Veterum Sapientia, mit der Papst Johannes XXIII. am Vorabend des Konzils vor 50 Jahren die Kirche feierlich darauf verpflichtete, der lateinischen Sprache in ihrer Liturgie und in der Lehre wieder ihre alte zentrale Stellung zurück zu geben. Ein Aufruf, der trotz seiner Gesetzeskraft ungehört verhallte und die Gegner der Tradition nicht davon abhalten konnte, die Sprache der Kirche und die Kenntnis der in dieser Sprache niedergelegten Weisheit der Alten auf den Altären ihrer Fortschrittsideologie zu opfern.

Hier der Artikel Torniellis auf Vatican Insider in englischer Sprache.

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