Bereichsnavigation Themen:

Priesterweihen beim IBP

Am vergangenen Freitag, den 27. Juni, hat Bischof Giuseppe Sciacca von der Signatura, dem höchsten Gerichtshof des Vatikans, in der Eglise Saint Eloi in Bordeaux drei Diakonen des Institut Bon Pasteur die Priesterweihe erteilt. Gleichzeitig weihte er zwei weitere Angehörige  des Instituts zu Diakonen. Die Mehrzahl der Neugeweihten kommt aus Polen, wo Bon Pasteur in den vergangenen Jahren besonders erfolgreich tätig war.

Im übrigen steckt das Institut allerdings seit längerem in einer krisenhaften Situation, nachdem eine Visitation durch die zuständige Kommission Ecclesia Dei bemängelt hatte, daß die Priester des Institiuts die Zelebration nach dem Novus Ordo generell ablehnten und dem 2. Vatikanum nicht positiv genug gegenüberstünden. Die satzungsgemäß erforderliche Neuwahl des Generaloberen blieb zunächst ohne Resultat, da nach mehreren Wahlgängen der jeweils unterlegene Kandidat Rom um die Annulierung des Ergebnisses ersuchte. Vor gut einem Jahr wurde der Altabt von Fontgombault, Dom Antoine Forgeot, zum bevollmächtigten Kommissar ernannt, um die Durchführung der Wahl eines Generaloberen zu garantieren. Unter seiner Aufsicht wurde der Gründer und langjährige Generalobere P. Philippe Laguérie im vergangenen September für weitere 6 Jahre in seinem Amt bestätigt.

Die französische  Website des Instituts, deren Inhalte von Ecclesia Dei zum Teil beanstandet und anschließend entfernt worden waren, ist derzeit auf dem Stand von Oktober 2013 eingefroren.

Priesterweihe in Chartres

Am vergangenen Samstag hat Bischof Marc Aillet von Bayonne drei Diakonen des französischen Distrikt der Petrusbruderschaft die hl. Priesterweihe erteilt. Ort der Weihe war die Kathedrale von Chartres, Urbild des hochgotischen Kirchenbaus, in der seit fast 50 Jahren keine Weihen mehr in dem Ritus stattgefunden hatten, in dessen Geist die Kirche vor 8 Jahrhunderten errichtet worden war.

Die Kathedrale von Chartres weist viele Besonderheiten auf: Sie war nie zerstört, ihr Figuren- und Bilderschmuck sowie die Glasfenster sind fast vollständig aus der Gründungszeit erhalten und geben so einen authentischen Eindruck davon, wie unsere Vorfahren sich den Bau der Kirche und das himmlische Jerusalem vorstellten. Am beeindruckendsten aber ist, daß die Stadt Chartres sich die Kleinräumigkeit und auch die Enge einer mittelalterlichen Stadt fast unverändert bewahrt hat. So ist die gewaltige Kathedrale im flachen Land schon aus großer Entfernung ein unübersehbares Markzeichen, lange bevor die ersten Häuser der Stadt sichtbar werden, und je näher man ihr kommt, desto wuchtiger erscheint sie gegenüber den Dächern und Türmen der Ansiedlung: Wahrhaft das Haus Gottes unter den Menschen.

Einen kurzen Bericht von der Weihe gibt Rorate Cæli, eine Bildersammlung mit wunderbaren Photos zeigt die Petrusbruderschaft auf Flickr.

Schlechte Nachrichten von den FFI

Der dem gegenwärtigen Regiment im Vatikan eng verbundene Vaticanista Andrea Tornelli berichtet auf seinem Blog über eine Zusammenkunft von Papst Franziskus mit einer Gruppe der unter kommissarische Verwaltung gestellten Franziskaner der Immakulata. Wir zitieren einige Ausschnitte nach der deutschen Übersetzung auf katholisches.info:

Papst Bergoglio zeigte sich bestens informiert über alles, er verfolgt die Angelegenheit aus nächster Nähe. Er zeigte mehrfach seine Wertschätzung für Pater Volpi und dementierte damit, daß die Leitungsentscheidungen des Kommissars und seiner Mitarbeiter ohne sein Wissen getroffen werden.

Wegen der kommissarischen Verwaltung und der Einschränkung des Gebrauchs des alten Missale, das im Gegensatz zu dem, was gemäß Motu proprio Summorum Pontificum gilt, im Fall der Franziskaner der Immakulata nur nach vorherigem Ansuchen und Genehmigung durch die Oberen gebraucht werden kann, kam es unter Brüdern und Seminaristen zu Abtrünnigkeit. (...)

Zum Motu proprio sagte Papst Franziskus, sich nicht von der Linie Benedikts XVI. lösen zu wollen und erklärte, daß auch den Franziskanern der Immakulata die Freiheit bleibt, die Alte Messe zu zelebrieren, auch wenn für den Moment wegen der Polemiken über den ausschließlichen Gebrauch dieses Missale – ein Element, das nicht Teil des Gründungscharismas des Ordens war – eine „Unterscheidung“ mit dem Oberen und mit dem Bischof notwendig ist, wenn es sich um Zelebrationen in Pfarrkirchen, Wallfahrtsorten und Ausbildungshäusern handelt. Der Papst erklärte, daß es Freiheit brauche, sowohl für jene, die im Alten, als auch für jene, die im Neuen Ritus zelebrieren wollen, ohne daß der Ritus zu einer ideologischen Fahne wird. (...)

Franziskus sagte auch, daß er die Schließung des ordenseigenen Theologischen Instituts der Franziskaner der Immakulata (STIM) wollte, damit die Seminaristen an den päpstlichen Theologischen Fakultäten in Rom studieren. Er präzisierte zudem, daß in der Kirche die Orthodoxie durch den Nachfolger des Petrus garantiert wird."

Wir haben uns bei diesen Ausschnitten auf Passagen des Artikel von Tornielli beschränkt, die er als Referat von Ausführungen des Papstes darstellt. Wie zuverlässig diese sind, entzieht sich unserer Beurteilung. In seinen Angaben zu den Zahlen der Ordensangehörigen, die sich um eine Neuordnung des Ordens  im Sinne der Tradition bemühen, weicht Tornielle jedenfalls erheblich von anderen hier vorliegenden Informationen ab.

 

Priesterweihen bei der FSSPX

Am vergangenen Freitag, dem 13. Juni, hat der Generalobere der Piusbruderschaft Weihbischof Fellay im amerikanischen Seminar seiner Gemeinschaft in Winona sieben Priester und fünf Diakone geweiht. Am Freitag der kommenden Woche, dem 25. 6., wird Weihbischof Tissier de Mallerais acht Diakonen der Bruderschaft die Priesterweihe erteilen  und sieben weitere Seminaristen zu Diakonen weihen. Damit gehören der Bruderschaft fast 600 Priester an.

Ausführliche Berichte und zahlreiche Bilder gibt es auf der Website des St. Thomas Aquinas Seminary der FSSPX.

Priesterweihen für die FSSP

Am Samstag, den 14. Juni, hat Bischof James Conley von Lincoln in Leesburg, Virginia, zwei Diakonen der Petrusbruderschaft die Priesterweihe erteilt. Er schließt sich damit der Praxis seines Vorgängers Bischof Bruskewitz (em. 2012) an, dem die Förderung der Petrusbruderschaft und der überlieferten Liturgie stets ein besonderes Anliegen war. Zwei weitere Diakone der Bruderschaft werden am Samstag in 14 Tagen von Bischof Aillot (Bayonne) in der Kathedrale von Chartres zu Priestern geweiht.  Es ist das erste Mal seit 1968, daß in diesem Urbild und Typus der französischen Kathedralen wieder eine Priesterweihe im überlieferten Ritus Ritus vollzogen wird.

Nach unserer möglicherweise unvollständigen Zählung werden dann in diesem Jahr bereits elf Diakone der Petrusbruderschaft die Priesterweihe empfangen haben. Da auch schon wieder zahlreiche Weihen zu den niederen Stufen und zum Diakonat stattgefunden haben, ist auch für das kommende Jahr wieder mit einer größeren Zahl von Priesterweihen für die Bruferschaft zu rechnen.

Mehr Bilder von der Weihe in Leesburg bringt Rorate Cæli.

Zusätzliche Informationen