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Der Zerfall erreicht das Zentrum

Bild: Screenshot von TwitterAn der heutigen liturgischen Feier zum Fest der hl. Apostel Petrus und Paulus, die im Petersdom unter dem Vorsitz von Franziskus stattgefunden hat, nahm auch die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi teil. Pelosi, die ihre Zugehörigkeit zur katholischen Kirche gerne wählerwirksam durch öffentliche Teilnahme an der Liturgie demonstriert, während sie die Lehre der Kirche etwa zur Heiligkeit des Lebens ebenso öffentlich ablehnt und aktiv bekämpft, war deshalb von ihrem Ortsbischof Cordileone der Empfang der Sakramente untersagt worden, solange sie nicht von ihren Fehlern abrückt und sich im Sakrament der Beichte mit dem Herrn der Kirche (und das ist nicht Franziskus!) aussöhnt. 

Dennoch ging sie heute im Petersdom demonstrativ zur Kommunion und wurde sogar von Franziskus persönlich begrüßt. Für den amerikanischen Diakon und Publizisten Nick Donelly ein sakrilegischer Akt, der noch schwerwiegender ist als die ebenfalls von Franziskus im Petersom vorgenommenen Zeremonien zu Ehren der Erdgottheit Pachamama.

Da fragt sich unsereins natürlich schon, warum er mit der Lektüre von Desiderio Desideravi und anderen von diesem Mann unterzeichneten Papieren weitere Lebensenergie verschwenden soll.

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Ausführliche Zusatzinformationen und Hintergründe zur Untestützung Roms für die Pro-Abtreibungs-Lobby in den USA bietet katholisches.info.

Was von Franziskus bleibt

Bild: J.P. Laurens, Die Leichensynode, Wikimedia Commons.Andrea Gagliarduccis wöchentlich erscheinenden Lagebericht „Monday Vatican“, der jeden Montag auf Deutsch auch beim Beiboot Petri erscheint, lesen wir immer mit großem Interesse und meistens auch mit viel Zustimmung. In der Ausgabe dieser Woche, in der Gagliarducci sich mit den ins Gerede gekommenen Regularien und Perspektiven des künftigen Konklaves befasst, sind wir an einem Satz hängen geblieben, der uns zu denken gibt. Gagliarducci spricht davon, die Kurienreform von Franziskus habe einiges in Rom  „für immer geändert“ – und gegenüber dahingehenden Behauptungen, die auch von anderen vertreten werden, haben wir schon öfter unsere Skepsis markiert.

Es ist sicher richtig, daß Franziskus das Papstamt in seiner Wirkung und Wahrnehmung innerhalb wie außerhalb der Kirche nicht nur „verändert“, sondern schwer beschädigt hat. Das betrifft vor allem seinen Regierungsstil, in dem despotische Elemente neben der bewußten Schaffung oder Zulassung von „Grauzonen“ stehen, die verschiedenen Kräften Raum geben, eigene Konzepte – insbesondere jenseits der Tradition – zu verfolgen – und Franziskus als dem „Letztentscheider“ zusätzliche Optionen eröffnet. Indem er das Papstamt fast völlig aus seiner herkömmlichen Rollenerwartung gelöst hat, hat Franziskus die Handlungsmöglichkeiten seines Nachfolgers enorm erweitert – einschließlich der in der Vergangenheit nur sehr diskret angewandten Möglichkeit, Projekte und (Rechts)Akte eines Vorgänges aufzuheben oder umzukehren. Nichts von dem, was Franziskus angeordnet hat, kann seinen Nachfolger binden.

Gagliarducci macht zu Recht darauf aufmerksam, daß es hier eine nicht unbedeutende Ausnahme gibt, und das sind die Bestimmungen für die Zusammensetzung und die Arbeit des Konklaves, das diesen Nachfolger bestimmen soll.

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Kardinäle warnen vor falschen Propheten

Bild: Montage aus Aufnahmen von tagespost und cna/IbanezEin seltener Lichtblick, und dann auch noch im Zusammenhang mit dem Synodalen Weg, ist dieser Tage in der katholischen Kirche Deutschlands – oder dem, was noch von ihr übrig ist – sichtbar geworden: Die in vielem doch oft (und nicht ohne Grund) so verschieden wahrgenommenen Kardinäle Müller und Kasper haben sich in unerwarteter Übereinstimmumg mit ernsten Ermahnungen an die Synodalisten gewandt, zu den Grundlagen des Glaubens der Kirche zurückzukehren.

Kardinal Kasper hat anläßlich des Online-Studientages der Vereinigung „Neuer Anfang“ einen Vortrag gehalten, in dem er sich ausführlich zu den Themen Reform der Kirche, Synodale Elemente sowie Rolle und Pflicht der Bischöfe geäußert hat. Ein Kurzreferat besonders wichtiger Aussagen gibt es auf CNA Deutsch, den gesamten Text kann man auf der Website des Neuen Anfangs nachlesen.

Man wird und muß nicht mit allen dort getroffenen Aussagen des doch auch zu den Ideengebern einer überschießenden Reformbewegung gehörenden Theologen Kasper übereinstimmen – aber es ist unverkennbar, daß er hier eindeutig katholische Positionen vertritt und dabei vieles sagt, was auch Gläubige unterschreiben könnten, die sich betont durch ihr Verhältnis zur Tradition definieren.

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Fronleichnam: Adoramus te devote

Bild: Aufnahme aus einer nicht näher bezeichneten Kirche in den USADie Krise der Kirche ist im Grunde keine Krise der Strukturen und keine Krise der Mißbräuche, sondern sie ist eine Krise des Glaubens. Das wird jedes Jahr deutlicher, und die Eucharistie steht im Zentrum dieser Glaubenskrise.

Das Gedächtnis, das der Herr in der Eucharistie gestiftet hat, ist zum Spielball machtgieriger Prälaten und Politiker geworden. In Deutschland verschleudern Bischöfe zu kommoder Gelegenheit den Leib des Herrn an Nichtkatholiken und Nichtchristen. In USA mißbrauchen Politiker den Leib des Herrn zum Wählerbetrug im Wahlkampf – und ein Bischof, der nicht dieses, und sondern die Verweigerung des Mißbrauches kritisiert, wird vom Papst zum Kardinal befördert.

Das Fronleichnamsfest – das freilich auch in diesem Jahr in Rom und anderswo nur in „kleiner Besetzung“ gefeiert wird – ist gleichsam ein Rettungsanker, der geeignet ist, das führungslos treibende Schifflein Petri an den unverrückbaren Wahrheiten des Glaubens festzuhalten. Die großen Gesänge, die der hl. Thomas von Aquiono vor bald 700 Jahren zur Einführung des Festes gedichtet hat, legen diesen Glauben so klar da, wie das in menschlicher Sprache nur möglich ist. Im letzten Jahr verwiesen wir aus Anlaß dieses Festes auf Thomas’ Fronleichnamshymnus „Lauda Sion“. In diesem Jahr bringen wir vollständig sein „Adoro te devote“ in der Übersetzung von Friedrich Wolters, um 1920:

Ich bete dich ergeben, verborgne Gottheit, an,
Die in diesen formen ganz sich bergen kann,
Die mein ganzes sinnen immerdar regiert,
Da es, dich betrachtend, sich in dir verliert.

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Der Herr sei ihrer Seele gnädig!

Bild: VaticanMediaDer Regens des Limburger Priesterseminars ist heute tot aufgefunden worden, nachdem Bischof Bätzing ihn am Vortag aufgrund von Vorwürfen wegen „übergriffigen Verhaltens“ von allen Ämtern und Verpflichtungen freigestellt hatte. Die Anzeichen, soweit bisher bekannt, deuten auf Selbstmord.

Eine furchtbare Nachricht. Die Priesterweihe verleiht der Seele des zur dauernden Vegegenwärtigung des Erlösungsopfers berufenen und geweihten Mannes ein Prägemal, das auch durch den Tod nicht getilgt wird. Er ist Priester auf ewig nach der Ordnung des Melchisedech. Das Schicksal der Seele, die so mit dem äußersten Nachweis des Verlustes von Glaube, Hoffnung und Liebe in das Gericht geht, kann nur entsetzlich sein, wenn nicht der Herr der Gerechtigkeit auch mildernde Umstände erkennt, die seiner Barmherzigkeit Raum schaffen. Die arme Seele des Verstorbenen bedarf daher des flehentlichen Gebetes aller, die überhaupt noch an ein Weiterleben der Seele nach dem irdischen Tod glauben, und diese Notwendigkeit wird nur verstärkt durch das Wissen um die durch und durch „liberale“, d.h. modernistische, Einstellung des Toten.

Wir wissen weder, welche Vorwürfe dem ehemaligen Regens gemacht worden sind, noch ob und in wie weit sie zu Recht erhoben wurden. Was wir sehen ist, daß in Gesellschaft und Kirche ein Klima der Vorverurteilung geschaffen worden ist, das es Beschuldigten in manchen Fällen als den einzigen Ausweg erscheinen läßt, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Dafür ist Limburg bei weitem nicht das einzige Beispiel. Selbst ein Aparatschik wie Bätzing sollte das wissen und davor zurückschrecken, möglicherweise berechtigte und erforderliche Maßnahmen in einer Weise vorzunehmen und öffentlich zu machen, die auf die Wiedereinführung der „Todesstrafe“ bei Verdacht hinauslaufen . Aber was tut man nicht alles aus Angst vor dem Lynchmob. Man wirft das nächstbeste Opfer der Meute zum Fraß vor.

Schon allein diese manifeste Unfähigkeit von Bischof Bätzing, seiner Verantwortung als Seelsorger und Personalverantwortlicher gerecht zu werden, sollte genug sein, den Mann zum sofortigen Rücktritt zu bewegen – oder die Bischofskongregation zu veranlassen, die Abberufungsprozedur in Gang zu setzen.

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