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So wächst das Schisma

Bild: mh, Israelnetz, https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2016/11/09/israel-haben-bischoefe-nicht-um-abnahme-der-kreuze-gebeten/Was sich seit längerem abzeichnet, nimmt nun Form an und Fahrt auf: Eine zweite Reformation und damit ein neues Schisma sind angesagt. Und diesmal getrieben nicht von einem Mönch, der bei der Suche nach dem barmherzigen Gott immer tiefer in Widerspruch zu den herrschenden Verhältnissen gerät, sondern von glaubensschwachen Bischöfen, die ihren Platz zumindest am Katzentisch dieser Verhältnisse um jeden Preis sichern wollen. Sich diesen Verhältnissen anzupassen ist für sie oberstes Gebot, und zur Unterwerfung ist es nicht weit.

Widerstand oder auch nur ein deutlicher Ordnungsruf aus Rom ist nicht zu erwarten. Der gegenwärtige Papst wäre dazu nicht nur unwillig, sondern auch unfähig. Er hat sich in seiner synodalen Ideologie selbst gefesselt. Auf den Nachfolger zu hoffen, bietet wenig mehr als einen Strohhalm. Wir sind auf uns gestellt – und auf die Hilfe des Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat

Der Beschluß der Bischofskonferenz vom 14. 3. benennt drei Hauptpunkte für die anstehenden Beratungen – deren Ergebnis vermutlich bereits jetzt ebenso feststeht, wie das bei den inszenierten Bischofssynoden in Rom der Fall war:

Diese drei Hauptpunkte sind in der Zusammenfassung von katholisch.de: „der ‚nötige Machtabbau‘ bei den Klerikern, der Zölibat und die Sexualmoral der Kirche.“  Dabei wird man nicht fehlgehen mit der Vermutung, daß unter Machtabbau bei den Klerikern auch Schritte zur Frauenordination zu verstehen sind, vermutlich zunächst mit der Einführung eines weiblichen „Diakonats“, dessen sakramentaler Charakter bewußt unklar gelassen wird.

Der theologisch am wenigsten problematische Punkt in dieser Reihe ist der Zölibat. In anderen Kirchen mit vollem sakramentalen Charakter wird der Zölibat nur für die Vollstufe des Priesteramtes, also das Bischofsamt, gefordert. „Gewöhnliche“ Priester können vor der Weihe heiraten. Sie können – bis auf die Priesterweihe – alle Sakramente spenden, haben jedoch einen deutlich geringeren Status als die zölibatären Mönche. Geistlich und in Beziehung auf ihren Rang in der Kirche gelten sie in der Tat als „gewöhnlich“. In den katholischen Kirchen der östlichen Riten ist und war das prinzipiell ebenso. In der Kirche des Westens gibt es verheiratete Priester nach der Bekräftigung des Zölibats in Trient in größerer Zahl erst wieder seit ungefähr hundert Jahren. Der Zugang zur Weihe ist nach gegenwärtiger Handhabung konvertierten Geistlichen aus anderen Konfessionen vorbehalten und bedarf einer Sondergenehmigung aus Rom. Der Zölibat für alle Stufen des Weihesakraments ist damit eine spirituell bedeutsame Sonderdisziplin der römischen Kirche, über deren Ausgestaltung die Kirche in einiger Freiheit entscheiden kann. Den Rang eines Glaubensartikels hat er nicht.

Kirchenpolitisch hätte die Aufhebung des unzutreffend so genannten „Pflichtzölibats“ demgegenüber die allergrößte Bedeutung.

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„Die Kirche folgt dem Weg Christi“

Nach einem offiziellen Pressebild des VatikansDer Blog uCatholic  hat dieser Tage eine Rede von Papst Pius aus dem Jahr 1947 an die Bewohner von Rom übersetzt. In dieser Ansprache gegen die Ansprüche des Totalitarismus hatte der Papst natürlich den gerade überwundenen Faschismus und die soeben neu etablierte Herrschaft des Stalinismus über weite Teile Europas im Auge. Anlaß der Rede war die Verurteilung des ungarischen Kardinals Mindszenty als Feind des Volkes in einem stalinistischen Schauprozess. Es ist bestürzend, wie aktuell diese Rede in großen Teilen heute erscheint – und daß ihre Mahnung sich heute nicht nur gegen die Ansprüche des „Kapital-Stalinismus“ in China, sondern auch gegen die Ansprüche „liberaler“ Staaten richtet, die immer offener darangehen, ihre bürgerliche Liberalität gegen eine neue Spielart von Totalitarismus einzutauschen.

Im ersten und allgemeinen Teil seiner Rede, dem noch ein besonderer Abschnitt über die Situation in den damaligen „sozialistischen Ländern“ folgte, sagte der Papst unter anderem:

Es beginnt ein langes ZitatEs ist ein wohlbekanntes Verfahren der Christenverfolger aller Zeiten, daß sie sich nicht damit zufrieden geben, ihre Opfer physisch zu vernichten, sondern daß sie sie auch in den Augen ihres Landes und der Gesellschaft verächtlich und hassenswert erscheinen lassen. Wer erinnert sich nicht an die römischen Märtyrer, von denen Tacitus (Annalen 15:44) berichtet, die unter Nero hingeschlachtet und als Brandstifter, Verbrecher und Feinde der Menschheit hingestellt wurden?

Neuzeitliche Verfolger erweisen sich als gelehrige Schüler dieser häßlichen Disziplin. Sie ahmen ihre Meister und Vorbilder nach, ja sie übertreffen sie sogar an Grausamkeit. Geschickt setzen sie die neuesten Errungenschaften der Wissenschaft ein, um die Völker in einer Weise zu beherrschen und zu versklaven, die in der Vergangenheit unvorstellbar gewesen wäre.

Römer! Die Kirche Christi folgt dem Weg, den ihr göttlicher Erlöser ihr vorgezeichnet hat. Sie sieht sich als ewig, sie weiß, daß sie nicht untergehen kann und daß selbst die gewaltigsten Stürme sie nicht zum Kentern bringen können. Sie verlangt keine Begünstigungen, die Drohungen und Schikanen irdischer Autoritäten bereiten ihr keine Furcht. In rein wirtschaftliche oder politische Fragen mischt sie sich nicht ein, und sie befasst sich auch nicht mit Diskussionen über die Nützlichkeit oder Schädlichkeit der einen oder der anderen Regierungsform. Sie ist stets bestrebt, Frieden mit allen (Röm 12:8) zu halten; sie gibt dem Kaiser, was des Kaisers ist – aber sie kann das, was Gott gehört, nicht verraten oder aufgeben.

Es ist wohlbekannt, was der totalitäre und religionsfeindliche Staat von ihr als den Preis der Duldung und einer prekären Anerkennung verlangt und erwartet:

  • Eine Kirche, die schweigt, wenn sie offen sprechen sollte;
  • Eine Kirche, die das Gebot Gottes abschwächt und sich dem Geschmack und Verlangen der Menschen anpasst, wo sie es doch laut verkünden und verteidigen sollte;
  • Eine Kirche, dies sich von den unerschütterlichen Fundamenten, auf denen Christus sie errichtete, löst, um sich gemütlich auf dem Treibsand der Tagesmeinungen niederzulassen oder sich den gerade aktuellen Strömungen zu überlassen;
  • Eine Kirche, die nicht gegen die Unterdrückung des Gewissens aufsteht und die ihnen zustehenden bürgerlichen Freiheitsrechte des Volkes nicht verteidigt;
  • Eine Kirche, die sich in schmählicher Fügsamkeit in den vier Wänden ihres Tempels einschließt und den göttlichen Auftrag vergißt, den Christus ihr erteilt hat: (Mat. 22:9; 28:19): Geht hinaus an die Straßen und Kreuzungen und lehret alle Völker!

Geliebte Söhne und Töchter, geistliche Erben einer unzählbaren Heerschar von Bekennern und Märtytrern!

Ist das die Kirche die ihr verehrt und liebt? Würdet ihr in einer solche Kirche die Züge des Gesichts eurer Mutter wiedererkennen? Könnt ihr euch einen Nachfolger Petri vorstellen, der sich derartigen Ansprüchen beugen würde?

Der Papst hat die göttliche Zusage, daß er selbst in seiner menschlichen Schwäche unbesiegbar und unerschütterlich ist, er ist der Verkünder von Wahrheit und Gerechtigkeit, das Prinzip der Einheit der Kirche; seine Stimme prangert Irrtümer, Götzendienst und Aberglauben an, er verurteilt Ungerechtigkeiten und fördert die Zuneigung zu Nächstenliebe und Tugend.“

*

Soweit unser übersetzter Auszug. Hier noch einmal der Link zur vollständigen englischen Übersetzung und zum italienischen Original.

Weihrauch für die Staatsgötter

Bild: eigene AufnahmeWenn in der Unterwerfung unter Wunsch und Willen der Welt der Kern der Neukatholischen Ideologie besteht, dann kann man die Liturgiereform der „wilden 60er“ des vergangenen Jahrhunderts als den Zentralpunkt schlechthin begreifen, an dem die dahingehende Entwicklung zum Durchbruch gekommen ist. Das Pontifikat Pauls VI. wäre dann von der historischen Ironie gekennzeichnet, daß dieser Papst mit seinem neuen Missale der erste war, der zu dieser Unterwerfung bereit war – und gleichzeitig einer der letzten, der in seinen großen Lehrschreiben, insbesondere aber in Humanae Vitae, dieser Unterwerfung auf umfassende Weise widersprach.

Die bemerkenswerte Ausnahme hinsichtlich der Liturgie läßt sich vielleicht dadurch verständlicher machen, daß die meisten von der liturgischen Bewegung und ihren Protagonisten erhobenen Forderungen lange nicht so eindeutig als „Wunsch und Wille der Welt“ erkennbar waren, wie das seitdem bewußt geworden ist. Doch die Ergebnisse der amerikanischen Untersuchung zum völlig unterschiedlichen Lehrverständnis von Gläubigen, die der überlieferten Liturgie anhängen, und der großen Mehrheit derer, die sich im Novus Ordo zuhause fühlen, läßt kaum noch Zweifel zu: Die neue „Lex orandi“ mit allen ihren Begleiterscheinungen ist Ausdruck und Motor einer neuen „Lex credendi“, die in vielem nichts mehr mit dem überlieferten Glaubensverständnis der Kirche gemeinsam hat.

Nun kann man der Einschätzung, wir beobachteten eine Unterwerfung der Kirche unter die Welt mit dem Hinweis widersprechen, das „Bündnis zwischen Thron und Altar“ sei keine neuartige historische Erscheinung. Schon immer, oder zumindest seit Kaiser Konstatin, habe sich die Kirche mit den Herrschern der Welt verbündet und deren Wunsch und Willen dadurch befördert, daß sie diese als Ausdruck göttlichen Willens ausgegeben habe.

Die Tatsache, daß das immer wieder geschah, ist unbestreitbar. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied. Die Herrscher, die die „weltliche Gewalt“ verkörperten, sahen sich bis zur französischen Revolution und vielerorts noch lange darüber hinaus nicht als von jeder Bindung freie „Autokraten“, sondern als Herrscher „von Gottes Gnaden“, deren wesentliche Aufgabe darin bestand, die göttlichen Gebote in ihrer Regentschaft zur Geltung zu bringen. Soweit die Theorie, die freilich in der Lebenswirklichkeit oft nicht allzuviel bedeutete.

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Eine Woche Neukatholisches.de

screenshotTägliche Besuche auf der irreführend als katholisch.de bezeichneten Website sind ziemlich zermürbend. Aber sie gehören zum Pflichtprogramm für jeden, der wissen möchte, wohin die Verantwortlichen den kümmerlichen Rest der katholischen Kirche in Deutschland führen wollen, der ihnen in die Hände gefallen ist. Hier eine Auswahl von überaus aufschlußreichen Artikeln alleine aus der heute zu Ende gehenden Woche.

3. 3.: Expertin: Familien sollten in Fastenzeit ihr Essverhalten prüfen - Die Expertin kommt aus dem Bundesernährungsministerium, und mehr, als man dort über Ernährung halt so sagt, weiß sie auch nicht mitzuteilen.

3. 3.: "Frauen sollen im Vatikan eine entscheidende Rolle spielen" Vorstellung einer Lobbygruppe, die von einer Stiftung getragen wird, die für Gerechtigkeit und Gleichheit in der Welt sorgen will.

5. 3.: Bischöfe gegen zu hohe Sprachhürden für ausländische Geistliche - Ausgangspunkt war die politische Überlegung, Import-Imame etwas genauer zu beobachten. Aber da erscheint den Bischöfen die Verständlichkeit von Sprache im Gottesdienst anscheinend nicht so wichtig. Arabisch ist ja kein Latein.

5. 3.: Bistum Essen bietet Seelsorge per Sprachassistentin "Alexa"  - Kein Kommentar.

5. 5.: Erlaubt die Amazonas-Synode bislang unzulässiges Hostien-Rezept? Rezept ist gut - es geht um die jesuitische Idee, den Leib Christi aus Maniok-Mehl zu zubereiten, das ist eine Art Süßkartoffeln. Sollte man diskutieren, meint neukatholisch.de.

6. 3.: Ordensfrauen verpflichten sich zu Tempolimit auf Autobahnen - Was waren das für Zeiten, als Ordensfrauen (-männer übrigens auch) noch ... aber lassen wir das. Es gibt keinen Weg zurück vor das Konzil.

6. 3.: Pius XII.: Erst Historiker ranlassen, dann (eventuell) seligsprechen Und da dachten wir Naivlinge, der Advocatus diaboli sei abgeschafft worden.

7. 3.: Hatte Luther nicht doch recht? Wohl schon, entnehmen wir dem Text, den wir hier ausnahmsweise etwas länger zitieren:

Es ist also so wie zu Luthers Zeiten, der die Missstände in der Kirche anprangerte. Nichts hat sich geändert, glaubt man den Interviewten in Martels Buch. Die römische Kirchenhierarchie, ihr geistlicher Stand, ist moralisch erledigt. Den Gläubigen reißt zurecht die Hutschnur. In seiner sensationellen Büttenrede bei "Mainz bleibt Mainz" hat Sitzungspräsident Andreas Schmitt als "Obermessdiener" den Nagel auf den Kopf getroffen - und dabei eine tiefe Liebe zur Kirche offenbart. Die stehenden Ovationen auf sein "Gelobt sei Jesus Christus" und der donnernde Applaus für seine Forderung, endlich den Zölibat abzuschaffen, sind die Approbation des Gottesvolkes, das ja, so will es der Volksmund, die Stimme Gottes ist.

7. 3.: Kardinal Marx: "Höchste Zeit" für Erneuerung der Kirche - Und wie will der Kardinal an diese Erneuerung herangehen? „Mit großer Offenheit“ Aha.

7. 3.: Vegan im Paradies – und heute? Sollte die hier herangezogene Autorin vom Evangelischen Pressedienst etwa das Alten Testament wörtlich nehmen? 

7. 3.: "Wir haben hier qualifizierte Theologinnen, denen nur die Weihe fehlt" Der Internationale Frauentag wirft seinen Schatten voraus.

8. 3.: So wünschen sich Frauen die Kirche! - Zum Internationalen Frauentag. Wir lernen: Die Kirche ist ein Ponyhof.

9. 3.: Immer mehr Frauen an Schaltstellen der katholischen Kirche - Nicht nur hier lernen wir: Es geht um Karriere, vor allem aber um Macht, genauer gesagt, um „Frauen an die Macht“. Man will ja nichts verpassen.

Glaube ist keine Sache der Zeitumstände

Bild: Screenshot der im Text genannten WebsiteIm Interview mit dem „Catholic World Report“ hat Kardinal Müller sein Manifest des Glaubens gegen Angriffe in Schutz genommen. Dabei hat er seinerseits schwere Vorwürfe gegen die Umstürzler innerhalb und außerhalb der Kirche erhoben, die die Fälle von Mißbrauch durch Priester ihrerseits dazu mißbrauchen, zentrale Punkte der kirchlichen Lehre und Disziplin auszuhebeln. Wir übersetzen hier einige Passagen, die das Anliegen des Kardinals und die Stoßrichtung seiner Argumentation besonders deutlich erkennen lassen.

Es beginnt ein langes ZitatReform bedeutet geistliche und moralische Erneuerung in Christus und nicht die Entchristlichung der Kirche oder ihre Umformung in eine NGO, der die Erderwärmung wichtiger ist als das Bewußtsein, daß Gott der Ursprung und das Ziel des Menschen und der ganzen Schöpfung ist.

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Ein Kommentator der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat geschrieben, das Manifest sei eine vormoderne Angelegenheit, , während die Erklärung der Frankfurter Jesuiten zur Homosexualität, zur Abschaffung des Zölibats und zur Priesterweihe von Frauen für die Moderne stünden. Nach diesem Journalisten überhöht ihn jeder, der von Jesus als dem Sohn Gottes spricht, der moderne Mensch könne ihn nur noch als einen Prediger der Moral des Umweltschutzes wahrnehmen – aber natürlich nicht der Sexualmoral.

Schon im 3. Jahrhundert hat die Kirche die Lehre des Paul von Somosarta, nach der Jesus nur ein Mensch gewesen sei, zurückgewiesen. Die Theorien der liberalen Theologie seit dem 18. Jahrhundert, die Jesus nur als einen Menschen von religiöser Inbrunst oder gefühligem Kitsch, verbunden mit einer Pflichtmoral im Sinne Kants, anerkennen, sind vielleicht imstande, einen Rest von bürgerlichem Christentum für unsere säkularisierten Zeitgenossen zu bewahren – aber mit dem ursprünglichen Zeugnis der apostolischen Kirche über Jesus den Christus, den Sohn des lebendigen Gottes, haben sie nichts zu tun. Glaube ist keine Sache der jeweiligen Zeitumstände oder der geistesgeschichtlichen Epoche, sondern der Wahrheit.

Jesus ist entweder der Sohn des Vaters – oder er ist nicht. Entweder glauben wir an ihn – oder hören auf, uns als Christen zu bezeichnen, wenn wir doch keine Christen mehr sind. Was bedeutet schon eine Weinflasche mit dem Etikett „Höchste Qualität“ - wenn die Flasche leer ist.

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Die selben Leute, die so kritisch, ja sogar feindselig, gegenüber den Päpsten Johannes-Paul II. und Benedikt XVI.waren, die sie als Verräter am Geist des Konzils hinstellten, berufen sich nun ständig auf Papst Franziskus.

Aber das tun sie nicht, weil sie ihn als Papst im Sinne des katholischen Dogmas anerkennen, sondern weil sie in ihm ein Werkzeug sehen, um ihre linksliberalen Pläne zur Entsakramentalisierung der Kirche voranzubringen. Und wenn es um die sexuellen Vergehen einiger Priester geht, schieben sie die Schuld auf den priesterlichen Zölibat oder den sakramentalen Charakter des Priester- und Bischofsamtes – statt den Zusammenbruch des priesterlichen Ethos und der Sexualmoral in den 80er Jahren ins Auge zu fassen, für die doch die intellektuellen Vorfahren dieser Kritiker verantwortlich sind.

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