Bereichsnavigation Themen:

Kurzfassung oder Fälschung?

Bild: http://www.newliturgicalmovement.org/2017/10/what-were-they-smoking-on-liturgical.htmlMatthew Hazel macht auf New Liturgical Movement darauf aufmerksam, daß das reformierte Messbuch für morgen (33. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A) ein besonders krasses Beispiel für eine offiziell angebotene „Kurzfassung“ des Tagesevangeliums bietet. Die Vollfassung gibt als Lesung Mt 25, 14-30, an – das ist das Gleichnis vom Herrn, der seinen Dienern vor einer Reise sein Vermögen zur Verwaltung anvertraute: Dem einen gab er fünf Talente Silber, dem anderen zwei, einem dritten eines. Die beiden ersten nutzten das ihnen anvertraute Kapital und verdoppelten es durch klugen Einsatz. Der dritte vergrub sein Silber ängstlich, um es sicher zurückgeben zu können. Dafür wird er vom Herrn nach dessen Rückkehr scharf getadelt. Er nimmt ihm das eine Talent und gibt es dem, der mit seinem Kapital am besten gewirtschaftet hat, „denn wer hat, dem wird dazu gegeben werden...“.

Das ist nicht nur ein langer, sondern auch ein schwieriger Evangeliumstext, und das moderne Messbuch bietet zur Behebung beider Probleme eine bemerkenswerte Kurzfassung: Sie berichtet zwar von der Vergabe der unterschiedlichen Beträge an die drei Diener, beschränkt sich für die Rückkehr des Herrn aber auf die Abrechnung mit dem, der die fünf Talente empfangen und verdoppelt hatte und stolz meldet: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben: sieh, ich habe noch fünf dazugewonnen.“ Schluß, Ende aus.

Das ist keine Verkürzung, ja noch nicht einmal eine Verfälschung – die einen veränderten Sinn ergeben würde. Das ist schlichter Unsinn, Gottes Wort als Banalität. Nun wissen wir nicht, in wie vielen Kirchen morgen die Nonsens-Fassung vorgetragen wird. Leidvolle Erfahrungen und die Vorliebe von Vorstehern und Gemeinden für kurze Eucharistierfeiern lassen uns befürchten: Es ist die Mehrheit. Die Forderung der Konzilsväter von 1963, den Gläubigen „den Tisch des Wortes Gottes reicher zu decken“ stößt in vielen Gemeinden auf verschlossene Ohren, und sie wird auch durch die Gestaltung des nach dem Konzil entwickelten Messbuchs auf vielerlei Weise konterkariert.

In diesem Zusammenhang teilt Hazell in seinem NLM-Beitrag eine interessante Beobachtung mit. Die offizielle „Allgemeine Einführung in das Lektionar“ spricht davon, Kurzformen seien nur für einige besonders lange Texte angegeben und jeweils mit größter Sorgfalt ausgesucht worden . Tatsächlich gibt es über alle drei Lesejahre gerechnet jedoch an gut einem Viertel der Sonn- und Feiertage solche Kurzfassungen – und diese auch für Lesungen, die an sich schon recht kurz wären. Die Forschungen Hazels an Originalunterlagen aus den Konzilsberatungen haben nun ergeben, das die Kurzfassung des Talente-Evangeliums ebenso wie die zahlreicher anderen Evengelientexte in keinem der Papiere vorgesehen waren, die in den Sitzungen der Reformkommission besprochen worden sind. Auch nicht in dem 1967 verabschiedeten Entwurf der für das Evangeliar zuständigen Arbeitsgruppe XI. Sie erscheinen erst in der Endfassung, die Papst Paul VI. 1969 vorgelegt und von diesem im Vertrauen auf die Loyalität der Reformkommission ohne Detailprüfung abgezeichnet worden ist.

„Es ist also zwischen 1967 und 1969 etwas geschehen, durch das sich die Zahl der Kurzlesungen enorm vermehrt hat“ wundert sich Hazell – und wir wundern uns mit ihm.

Eine neue Welt - ohne Priester?

Bild: https://www.kath.ch/newsd/zeitung-papst-denkt-an-verheiratete-als-leiter-von-messfeier/Die aktuelle Diskussion über eine „Lockerung der Zölibatspflicht“ greift weit über die Frage hinaus, ob und unter welchen Umständen das Sakrament der Weihe und das der Ehe miteinander vereinbar sind. Zunächst sind hier einige in die Debatte geworfene Nebelkerzen wegzuräumen. Es gibt kein „Pflichtzölibat“ - schließlich gibt es auch kein „Pflichtpriestertum“. Es gibt eine enge Verbindung zwischen Priestertum und Ehelosigkeit und Keuschheit, und diese Verbindung hat eine bis in die früheste Zeit der Kirche und im Leben Jesu und vieler Heiliger begründete Tradition. Die Entscheidung für den zölibatären Weg war immer und ist auch heute freiwillig – wer jetzt fordert, ein „freiwilliges Zölibat“ als Neuerung einzuführen betreibt Falschmünzerei mit Begriffen.

Die Frage ist, ob und unter welchen Bedingungen die Ehe und das Priestertum miteinander zu vereinbaren sind. Die römische Kirche hat bisher an der Unvereinbarkeit als allgemeiner Bedingung festgehalten, diese Bedingung galt als allgemeingültig, und die theoretisch durchaus möglichen Ausnahmen sind nicht dem Belieben des Einzelnen anheimgestellt. Genau darum geht es zunächst bei dieser Debatte: Soll die Allgemeinverbindlichkeit der Verbindung von Priestertum und Ehelosigkeit erhalten bleiben, oder nicht?

Trotz der langen Tradition dieser Verbindung ist das zunächst keine Frage, die an den Kern von Glaubensinhalten geht. Die Kirchen, deren Priesterweihe die Katholiken stets anerkannt haben, waren sich zwar immer einig, daß der geweihte Priester keine gültige Ehe mehr eingehen kann – aber sie haben verschiedene Antworten auf die Frage gegeben, ob verheiratete Männer die Priesterweihe empfangen und – zweite Frage – danach die volle eheliche Lebensgemeinschaft beibehalten können. Die Kirchen des Ostens haben beide Fragen immer mit einem teilweise eingeschränkten „Ja“ beantwortet, die römische Kirche immer mit einem fast uneingeschränkten „Nein“.

Die eine große Ausnahme in der Westkirche betrifft verheiratete Männer, die in einer Gemeinschaft der lutherischen oder anglikanischen Tradition zu Pfarrern oder Priestern ordiniert worden sind. Zwar wird ihre „Weihe“ – sofern überhaupt beansprucht – generell nicht anerkannt, aber sie können im Fall eines Übertritts zur katholischen Kirche unter bestimmten Bedingungen die Weihe als katholische Priester erhalten. „Können“ - nicht „müssen“. Die Ausnahme ist also recht eng gefasst, aber sie reicht, um anzuerkennen, daß der Ehestand auch nach katholischer Ansicht kein absolutes Weihehindernis darstellt.

Weiterlesen...

Eine neue Liturgie für eine neue Welt

Titelbild des 'Spectator 2015Der Erzbischof von Wellington in Neuseeland, Kardinal Dew, hat die Gemeinden in seiner Jurisdiktion aufgefordert, ab sofort eine von ihm entwickelte neue Messliturgie zu praktizieren. Danach werden in der Sonntagsmesse die bisher vorgeschriebenen drei Lesungen samt den Zwischengesängen durch eine sogenannte „Lectio Divina“ ersetzt. In den Worten des Kardinals: „Damit reagiert die Erzdiözese auf die Bitte des Papstes, die heilige Schrift besser bekannt zu machen und weiter zu verbreiten. Er hat uns daran erinnert, daß wir in unseren Gemeinden eigene Initiativen ergreifen können, um lebendige Gefäße für die Weitergabe des Wortes Gottes zu werden“.

In der Praxis sieht diese Lectio Divina so aus, daß nur noch das Evangelium vorgetragen wird. Dies allerdings zweimal, getrennt durch eine halbminütige Schweigephase. Im Anschluß an die zweite Verlesung fordert der/die „Lectio Divina Leader“ die Zuhörer auf, über bestimmte Passagen des Gehörten vertieft nachzudenken. Den Abschluß des Rituals bildet ein von dem/der „Lectio Divina Leader“ gesprochenes Dankgebet.

Diese Anordnung widerspricht auf mehrere Weise den geltenden liturgischen Vorschriften, insbesondere der Allgemeinen Grundordnung des Messbuchs und der Instruktion Redemptionis Sacramentum. Besonders schwerwiegend ist der Wegfall der mindestens einen verbindlich vorgeschriebenen Lesung eines Berichtes aus dem alten oder neuen Testament und der Vortrag des Evangeliums, der seit den ältesten Zeiten durch einen Diakon oder Priester als bevollmächtigten Verkünder des Gotteswortes erfolgte, durch Laien und Laiinnen.

Es gibt zwar durchaus berechtigte Einwände gegen die von der Paulinischen Reform 1970 eingeführte Form der dreifachen Schriftlesung – das berechtigt aber weder lokale Initiativen, sich über das geltende Recht hinwegzusetzen, noch die reichlich kühne Behauptung, eine Drittelung der vorzutragenden Texte diene einer „weiteren Verbreitung der heiligen Schriften“.

Die Bezeichnung der neuen Form des Lesegottesdienstes als „Lectio Divina“ täuscht einen Traditionsbezug vor, der so nicht vorhanden ist. Die „Lectio Diovina“ ist bzw. war eine in den Klöstern verschiedener Orden gepflegte Form der individuellen Schriftlektüre in betrachtender und betender Haltung. Sie fand im Allgemeinen in der Abgeschiedenheit der Mönchszelle statt und stand außerhalb des liturgischen Rahmens von Stundengebet und Konventsmesse. Die Einführung einer Schrumpfform dieser Praxis in die sonntägliche Gemeindemesse kann sie einen Fremdkörper darstellen.

Inwieweit diese Neuregelungen mit Rom oder dem Papst selbst abgesprochen wurde, ist nicht bekannt. Es ist jedoch nicht zu erwarten, daß eine Ermahnung zur Beachtung der nach wie vor geltenden Rechtslage erfolgt – die Maßnahme entspricht nach Form und Inhalt zu genau dem bergoglianischen Unverständnis für Liturgie und der in diesem Pontifikat demonstrierten Verachtung von Gesetzen, Recht und Regularien. Unter diesen Umständen steht zu befürchten, daß die Einführung der Neuseeländischen Sonderliturgie das Startsignal für eine Vielzahl ähnlicher „kreativer Initiativen“ in anderen dafür anfälligen Ortskirchen bildet. Die Möglichkeit, der Betätigung von Frauen im liturgischen Raum weitere Felder zu „erobern“, dürfte einen starken Ansporn bilden, war doch der Vortrag des Evangeliums bisher eine der liturgischen Aufgaben des geweihten Diakons.

Die kürzlich erfolgte Übertragung der Autorität über die liturgischen Texte an regionale Institutionen war offenbar nur ein erster Schritt. Ihm folgt ohne Verzug auch die Regionalisierung liturgischer Formen – und damit notwendigerweise einhergehend auch Inhalte. Bei dem Tempo, das die römischen Kulturrevolutionäre vorlegen, ist zu befürchten, daß Katholiken schon in wenigen Jahren außerhalb ihres Heimatlandes, vielleicht sogar außerhalb ihrer heimatlichen Großpfarrei, sonntags mit Liturgien konfrontiert werden, denen sie kaum noch folgen können. Das zu befürchten ist keine haltlose Unterstellung. Diese Entwicklung entspricht exakt den Wünschen der Liturgierzertrümmerer um Bugnini, Gelineau, Ellard und Leggeling, die jede Gemeinde und jede Gruppe ihre eigene Liturgie – eben eine durch und durch „menschengerechte“ (Blasig 1981) Liturgie entwickeln lasdsen wollten. Nur in weitestgehender Autonomie und Selbstbestimmung konnten sie sich die „sonntägliche Versammlung“ in einer modernen Gesellschaft vorstellen.

Eines der Ziele, deren Verwirklichung sich Paul VI. von seiner Liturgiereform erhoffte, war, die von diesen Zeitgeistern angestachelte „Kreativität“ durch eine neue Formgebung zu bändigen. Seine Nachfolger Johannes-Paul und Benedikt, die in dieser Kreativität zu Recht ein Hauptvehikel der Säkularisierung erkannten, versuchten sie durch unterschiedliche Formen der Betonung einer „Kontinuität“ zurückzudrängen. Franziskus erklärt diese Versuch für gescheitert und sinnlos. Wie es scheint, will er dem Heerzug des Zeitgeistes in die Neue Welt säkularer Verheißung nicht länger widerstehen, sondern versucht, sich einen Platz an dessen Spitze zu sichern.

Maximum Principium

Im Netz gefundenVerkehrt der Papst mit ungeliebten Mitarbeitern nur noch über die Presse? Es steht zu befürchten. Jedenfalls erschien zum Wochenende in La Nuova Bussola Quotidiana ein Schreiben von Franziskus an den Liturgiepräfekten Sarah, das der Papst ausdrücklich zur Veröffentlichung an den „neuen Kompass“ hatte schicken lassen. Der in Form eines persönlichen Briefes verfasste Text enthält eine Zurückweisung der Interpretation Kardinal Sarahs, die dessen Kongregation zu dem in gewohnt unpräziser Sprache verfassten Motu Proprio „Magnum Principium“ herausgegeben hatte.

Das Motu Proprio hatte Anlaß zu Fragen gegeben, wie weit die darin hervorgehobene Kompetenz der Bischofskonferenzen zur Abfassung nationalsprachlicher Übersetzungen der Liturgie gehen soll und ob die 2001 erlassene Instruktion „Liturgiam authenticam“ zur Abfassung von Übersetzungen in die Volkssprache weiterhin gelte. Kardinal Sarah hatte dazu eine eng an der geltenden Rechtslage orientierte Interpretation herausgegeben – diese wird in dem jetzt veröffentlichten Schreiben (das wer weiß wer aus den Hinterzimmern des Palasts von S. Martha verfasst hat) entschieden zurückgewiesen.

Das neue Schreiben interpretiert die in „Magnum Principium“ verwandten Rechtsbegriffe gegen ihren bisherigen Gebrauch in einer Weise, die den Bischofskonferenzen die entscheidende Rolle für die Genehmigung von Übersetzungen zuweist, und es beschränkt die Rolle Roms bzw. der Liturgiekongregation auf eine wenig präzise gefasste „Anerkennung“, die wohl nur in extremen Fällen der Abweichungen von der Lehre (welcher Lehre?) verweigert werden kann. Überdies kündigt das Schreiben an, bestimmte von Sarah unterstrichene Abschnitte von „Liturgiam Authenticam“ müssten dann eben geändert werden bzw. seien entsprechend dem neuen Motu Proprio als „überholt“ zu betrachten. Offenbar hatten die Hinterzimmer es bei der Abfassung von Magnum principium“ gar nicht für nötig erachtet, ihren Text auf Übereinstimmung mit der nach wie vor geltenden Rechtslage zu überprüfen.

Womit ziemlich präzise ein „Magnum principium“ des aktuellen Pontifikats erfasst sein dürfte. Der oberste Gesetzgeber der Kirche tut, was er bzw. sein Umfeld will, ohne das geltende Recht zu beachten. Entstehen Widersprüche in der Sache oder gar Widerspruch in der Kurie, wird das Gesetz geändert. Basta la vista, baby.

Dankenswert kurzfristig hat das Beiboot Petri eine in der Rechtsterminologie vermutlich noch verbesserungsfähige Übersetzung des Artikels in La nuova Bussola bereitgestellt.

Nachträge: Bei der ersten Durchsicht der Materialien zu dieser Sache war uns entgangen, daß der Papst Kardinal Sarah den ausdrücklichen Auftrag gegeben hat, den Text seiner - d.h. Franziskus - höchstselbiger Interpretation von Principium Maximum allen Empfängern der vorherigen Interpretation des Präfekten zukommen zu lassen.

Weitere Informationen zum Thema auf Vatican-History News Blog (deutsch) und Rorate Cæli. Erwartungsfroher Jubel bei katholisch.de: Unter der Überschrift Kardinal Sarah im Abseits spekuliert das Zentralorgan der deutschen Bischöfe über die Möglichkeit, widerspenstigen Kardinälen ihre Titel zu entziehen.

Im modernistischen Teil Amerikas geht es noch lustiger zu. Fr. Zuhlsdorf bericht von einem auf Twitter laut gewordenen Jubelruf @jamesmartinsj @massimofaggioli:

GET 'IM! GET 'IM BOYZ! GO FOR THE KILL!"

Womit der Stand des Gesprächs über die heilige Liturgie im Pontifikat der Barmherzigkeit ausreichend beschrieben sein dürfte.

Kürzung oder Fälschung?

Bild: Jerome Nadals Illustrationen zum Evangelium, http://catholic-resources.org/Art/Nadal.htmDer vergangene Sonntag war nach dem neuen Kalender der 28. „im Jahreskreis“ und nach der Tradition der 19. Sonntag nach Pfingsten. Und außerdem war er einer der wenigen Sonntage, an denen in allen katholischen Kirchen der gleiche Evangeliumstext vorgetragen wird: Das Gleichnis vom Himmelreich als dem Hochzeitsmahl des Königssohnes, zu dem, nachdem sich die geladenen Gäste zum Teil gewaltsam verweigern, schließlich die von den Wegen und Feldrainen herbeigeholten Zufallsgäste versammeln. Doch einer von ihnen hat es versäumt, sich ein hochzeitliches Gewand anzuziehen. Der Gastgeber stellt ihn streng zur Rede und läßt ihn schließlich, an Händen und Füßen gebunden, hinauswerfen in die Finsternis, „wo Heulen und Zähneknirschen“ herrscht. So ist es bei Matthäus 22, 1-14 aufgezeichnet.

Ob es allerdings auch überall so vorgetragen worden ist, ist höchst ungewiß. Die neue Leseordnung erlaubt nämlich ohne besondere Bedingungen – „pastorale Überlegungen“ oder „Zeitmangel“ reichen aus – die Wahl einer kürzeren Fassung. Sie endet, welch wundersame Fügung, mit der Versammlung der Gäste im Festsaal – die zweite Hälfte des Gleichnisses mit dem Erfordernis des „hochzeitlichen Gewandes“ und der Ausstoßung des unvorbereitet gekommenen in die Finsternis darf ersatzlos entfallen.

Es fällt schwer, darin nicht eine verfälschende Beschneidung des Inhalts der Parabel zu sehen: Der Gedanke von Hölle und ewiger Verdammnis ist der Theologie des Primats der Barmherzigkeit, die weit vor Franziskus zurückgeht, schwer erträglich, und sei dieser Gedanke im Evangelium, in den Worten Christi, noch so klar ausgesprochen.

Keine Statistik weist nach, in wie vielen Kirchen am vergangenen Sonntag die vollständige und in wie vielen die gekürzte Fassung vorgetragen worden ist. Nach der allgemeinen Vorliebe für die jeweils kürzestmögliche Option zu gehen, dürfte es eine satte Mehrheit gewesen sein. Soviel zum Mythos von der angeblich reichhaltigeren Auswahl der Schrifttexte in der neuen Leseordnung.

Dank an Matthew Hazell, der in New Liturgical Movement auf diesen leider durchaus nicht vereinzelt stehenden Fall hingewiesen hat.

Zusätzliche Informationen