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Nur eine Sache der Atmosphäre?

Einer der hauptsächlichen Kritikpunkte an der reformierten Liturgie beruht auf dem Vorwurf, diese Liturgie stellle zumindest in ihrem praktischen Vollzug das horizontale Element, die versammelte Gemeinde und deren soziale Dynamik, über das vertikale Element, also die Hinordnung jedes Einzelnen und damit auch der Versammlung insgesamt zur Verherrlichung Gottes und auf das Gnadenhandeln des Erlösers an den Menschen, das von jedem Einzelnen aufgenommen und beantwortet werden muß.

Die Plausibilität dieser Kritik wurde in den vergangenen Tagen - nicht zum ersten Mal - durch Worte aus dem Mund des Papstes selbst bestätigt. In einem Interview mit dem mexikanischen Fernsehen (hier ein Kurzbericht) pries Franziskus die Atmosphäre der Nähe, von der aus evangelikalen Gottesdiensten berichtet wird:„Sie gehen einmal bei ihnen zum Gottesdienst, und am Sonntag darauf warten sie an der Tür auf Sie, kennen Ihren Namen und begrüßen Sie“ In römisch-katholischen Kirchengemeinden gehe es dagegen vielfach sehr distanziert zu. Attraktiv für Außenstehende seien offenbar auch die guten und biblischen Predigten in vielen evangelikalen Gruppen, so Franziskus. Manche katholische Auslegungen seien hingegen ein „Desaster". Sie erreichten nicht das Herz der Zuhörer: „Es sind Theologiestunden oder abstrakte, lange Sachen.“ Freilich gebe es auch bei den Evangelikalen weniger gelungene Ansätze. Ausdrücklich kritisierte er Strömungen, die ein Wohlstandsevangelium verkündeten. Das sei sektiererisch und unbiblisch.

Der Unterschied im Atmosphärischen zwischen evangelikalen Gottesdiensten und der hl. Messe mag manchmal sehr auffällig sein - das Wesen der Sache selbst bringt er nicht ausreichend zum Ausdruck. In der heiligen Messe - auch wenn sie in nordeuropäisch-zurückhaltender Atmosphäre stattfindet und von einer vielleicht etwas steifen Glaubensverkündigungspredigt begleitet werden sollte - erfahren wir in der Vergegenwärtigung des Erlösungsopfers, in Wandlung und Kommunion unmittelbar das sakramentale Handeln Gottes an den Menschen, an jedem Einzelnen selbst, das weit über alles hinausgeht, das die Gemeinde aus sich heraus oder aus einer mitreißenden Predigt zu bewerkstelligen vermag. Und genau dieses Wesentliche - im Marketing würde man von einem „Alleinstellungsmerkmal“ sprechen - scheint dem Papst (oder denen, die den Bericht verfasst haben) in diesem Interview nicht der Rede wert zu sein.

Der Charakter des Gottesdienstes als Feier der Gemeinschaft mag in den Jahrhunderten zwischen Beginn der Neuzeit und der vollen Ausprägung der Moderne etwas in den Hintegrund getreten zu sein. Wenn die Reformen des 20. Jahrhunderts in der Gegenbewegung jetzt dazu geführt haben sollten, diesen Gemeinschaftscharakter vor allem anderen in den Vordergrund zu stellen, sind sie trotz aller Kraftanstrengung rettungslos gescheitert.

Papst Franziskus zu Liturgie und Reform

Update um 22:30 Uhr

Zur Jubiläumsmesse „50 Jahre Neue Liturgie“ in der römischen Pfarrei Ognissanti hat Papst Franziskus am vergangenen Samstag auch eine Predigt gehalten. Wie in diesem Pontifikat üblich, gibt es keinen offiziellen Wortlaut dessen, was der Papst gesagt hat - wir übersetzen daher die größtenteils in indirekter Rede gehaltene Wiedergabe der Predigt, so wie sie in englischer Sprache auf der Nachrichtenseite des Vatikans veröffentlicht ist. Das schließt bekanntlich das Risiko ein, daß P. Lombardi S.J. später erklärt, es sei etwas anderes gesagt oder zumindest gemeint gewesen.

In seiner Predigt am Samstag erinnerte Papst Franziskus an den Bericht des Evangeliums von der Tempelreinigung und Jesus' berühmte Aussage: Macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Marktplatz". Dieser Ausdruck, so der Papst, bezog sich nicht nur auf diejenigen, die im Tempel ihren Geschäften nachgingen, sie beziehen sich auf einen bestimmten Typ von Frömmigkeit. Die Geste Jesu ist „eine der Säuberung, eine der Reinigung“. Materielle Gaben, die aus persönlichem Interesse gegeben werden, sind Gott nicht wohlgefällig. Stattdessen ruft uns Jesus auf „zu einem wahrhafttigen Gottesdienst, dazu, in Übereinstimmung zwischen Liturgie und Leben zu handeln. Dieser Aufruf trifft auf jede Epoche zu, auch für uns heute.“

Mit Bezug auf die Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium des zweiten Vatikanischen Konzils sagte Papst Franziskus: „die Kirche ruft uns dazu auf, ein wahrhaft liturgisches Leben zu führen und zu verbreiten, so daß eine Harmonie besteht zwischen dem, was die Liturgie feiert und dem, was wir in unserem Alltag leben.“ Die Liturgie, führte er weiter aus, „ist der primäre Ort, die Stimme des Herrn zu hören, der uns auf dem Weg der Rechtschaffenheit und der Christlichen Vollkommenheit anleitet.“

Die Liturgie, fuhr er fort, lädt uns ein auf eine Pilgerschaft der Umkehr und der Buße, vor allem in der Fastenzeit, „der Zeit der inneren Erneuerung, der Abkehr von Sünden, der Zeit, in der wir aufgerufen sind, das Sakrament der Buße und der Versöhnung wieder zu entdecken, das uns von der Finsternis der Sünde ins Licht der Gnade und Freundschaft mit Jesus gelangen läßt“. Der Papst sagte, wir dürften niemals vergessen, „welche große Kraft dieses Sakrament für das christliche Leben hat. Es läßt uns in der Einheit mit Gott wachsen, bringt uns verlorene Freude zurück und läßt uns die Tröstung des Wissens darum erfahren, daß wir persönlich von der barmherzigen Umarmung des Vaters willkommen geheißen sind.“

Papst Franziskus beendete seine Predigt mit dem Hinweis, daß die Kirche von Ognissanti dank des pastoralen Eifers des hl. Luigi Orione erbaut wurde. Und er erinnerte daran, daß an diesem Ort „auf gewisse Weise“ der sel. Paul VI. „die liturgische Reform einleitete“, seit der die Feier der Messe „in der Sprache des Volkes“ erfolgt. Papst Franziskus gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß dieser Anlass in allen eine „große Liebe für das Haus Gottes“ wiederbeleben werde.

Update:

Wie aus einem anderen Teil des vatikanischen Internetangebots inzwischen bekannt geworden ist, hat Franziskus nach dem Gottesdienst eine kurze Ansprache gehalten, in der er sagte: 

Danke sehr, ganz herzlichen Dank für eure Gastfreundschaft, für eure Gebete mit mir in der Messe, und wir danken dem Herrn für das, was er in der Kirche in diesen 50 Jahren der Liturgiereform gewirkt hat. Es war eine mutige Geste der Kirche, sich dem Volk Gottes so anzunähern, daß es wirklich verstehen konnte, was sie tut, und es ist ganz wichtig für uns, daß wir der Messe eben so folgen. Und wir können nicht zurückgehen, wir müssen immer voranschreiten, immer voran, und wer sich zurückwendet, irrt sich. Wir schreiten auf diesem Weg voran.“

Wir ahnten es als Unterton in der auszugsweise veröffentlichten Predigt, nun haben wir es wohl schwarz auf weiß: Für die, die einfach nur katholisch sein und bleiben wollen, wie das Jahrhunderte und über ein Jahrtausend lang selbstverständlich war, gibt es im Pontifikat der lächelnden Barmherzigkeit nur harsche Worte und nicht die Spur von pastoraler Großzügigkeit.

Als Erich Honecker zum 40 Jahrestag des von seiner Partei geschaffenen Kunstgebildes DDR großspurig verkündete „Vorwärts immer, Rückwärts nimmer“, hatte dieses Gebilde gerade noch ein Jahr vor sich. Was keine Wurzeln hat oder sich gar selbst von ihnen abschneidet, stirbt ab.

Keine Chance für eine Reform der Reform

Bei einem Treffen mit dem Klerus seiner Diözese am 19. Februar sprach Papst Franziskus nach Berichten von Teilnehmern mehrere Fragen an, die bei allen auf großes Interesse stoßen dürften, die an der überlieferten Lehre und Liturgie der Kirche festhalten wollen. Das Motu Proprio Summorum Pontificum von Papst Benedikt von 2007 bezeichnete er dabei als mutige Geste des damaligen Papstes, der ein Mann der Communio gewesen sei, gegenüber Lefebvrianern und Traditionalisten sowie denen, die die Liturgie nach den alten Riten feiern wollten. Dennoch werde die Liturgie, wie sie Papst Paul VI. 1970 für die Kirche eingeführt habe, immer die ordentliche Form für die katholische Kirche bleiben.

Eine deutliche Absage erteilte er allen Priestern und Bischöfen, die von einer „Reform der Reform“ sprächen, das sei verfehlt. Insbesondere kritisierte er Bischöfe, die traditionsorientierte Seminaristen akzeptierten, die in anderen Diözesen abgelehnt worden seien. Diese würden dann auch geweiht, aber später würde sich herausstellen, daß sie große psychologische und moralische Probleme hätten. Damit würde der Kirche eine schwere Hypothek auferlegt. Man könne nicht aus Angst vor Priestermangel auf eine sorgfältige Auswahl der Kandidaten verzichten, unter denen sich in manchen Fällen unausgeglichene Personen befänden, was sich dann in deren Liturgien äußere. In drei Diözesen außerhalb Italiens, so Franziskus abschließend zu diesem Thema, habe er deshalb bei den Bischöfen eingreifen müssen. 

Joseph Shaw, Vorsitzender der „Latin Mass Society“ von England und Wales, schreibt dazu auf seinem Blog LMS Chairman

Es beginnt ein langes ZitatDie heutige Situation ist dadurch gekennzeichnet, daß die überlieferte Messe, der Vetus Ordo oder wie man ihn auch immer bezeichnen will, offiziell zulässig ist. Sie wird nicht verschwinden. Das Interesse dafür ist das einer Minderheit und das wird auch für die absehbare Zukunft so bleiben, aber die Feier im alten Ritus stellt kein prinzipielles Problem mehr dar - nicht mehr als die Zelebrationen im Byzantinischen Ritus oder – um das einmal anzusprechen – die erstaunlichen Liturgien des Neokatechumenats von offizieller Seite als Problem wahrgenommen werden.

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Lateinische Messe in China?

Im neuesten Positionspapier der Foedaratio Internationalis Una Voce befasst sich Joseph Shaw mit dem Stand der Liturgie allgemein und der überlieferten Form insbesondere in China. In einem Land also, in dem das Interesse an Religion in den letzten beiden Jahrzehnten enorm angewachsen ist; auch das Christentum findet immer mehr Anhänger, hauptsächlich freilich in seinen protestantischen und evangelikalen Spielarten. Die katholische Kirche leidet nach wie vor unter der Unklarheit ihres Verhältnisses zur Staatsmacht, die sich in dem prekären Verhältnis zwischen „romtreuer“ Untergrundkirche und „regimehöriger“ Patriotischer Kirche manifestiert.

Beide Begriffe müssen in Anführungszeichen gesetzt werden. Die „Romtreuen“ sind nicht in jedem Fall bereit, den jeweils neuesten aus Rom an sie herangetragenen Anforderungen nachzukommen. Nationalkirchliche und sogar regionalistische Tendenzen sind durchaus spürbar - ihre Bischöfe verfügen jedoch über eine unbestreitbare apostolische Sukzession. Die Bischöfe der „Patriotischen Kirche“ verfügen zumindest teilweise über nur zweifelhafte Sukzession, gelegentlich werden zu ihren Weihen Untergrundbischöfe zwangsweise herbeigeschleppt, um die Sukzession (vermeintlich) zu sichern: Die Geheimpolizei achtet die Tradition hoch.

Rom hat zu beiden Zweigen der chinesischen Kirche ein zwiespältiges Verhältnis. Soweit die kommunistische Partei aber von „Patriotischen Bischöfen“ nicht wesentlich mehr verlangt als z.B. die hessische Landesregierung von den ihren, nämlich ein gewisses staatliches Mitspracherecht bei Ernennungen und die Ablegung eines Eides auf die Verfassung, sieht man Spielräume für Kompromisse.

Extrem schwierig, und das ist eines der Hauptthemen des Positionspapiers, gestaltet sich die Frage der liturgischen Sprache. Seit der Liturgiereform, die in China erst ab den 80er Jahren umgesetzt wurde, ist das moderne Chinesische die offizielle Sprache des Gottesdienstes und also auch des Messbuchs. Diese Sprache wird aber bei weitem nicht von allen Chinesen verstanden, es gibt in der Kirche jedoch keine offiziellen Übersetzungen in ihre Sprachen und Dialekte, die teilweise nicht den Rang von Schriftsprachen und vielerorts von Staats wegen bekämpft und zurückgedrängt werden. Eine Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Version in traditioneller Hochsprache, die für mehr Menschen verständlich wäre, ist kirchlicher- wie staatlicherseits gleicherweise unbeliebt und spielt im Gottesdienst praktisch keine Rolle. Das gleiche gilt für Latein: Obwohl das Interesse am klassischen Latein in gebildeten  Kreisen zunimmt, gibt es in der Kirche praktisch keinerlei Lateinausbildung. Der Partei ist das - für die Kirche - zu auslandsorientiert, den tonangebenden kirchlichen Repräsentanten zu „vorkonziliar“. Dabei findet die überlieferte Liturgie in lateinischer Sprache bei den Chinesen, die zunehmend eigene und fremde Traditionen (wieder)entdecken, dort, wo sie gefeiert wird, beträchtliches Interesse

Den Text des Positionspapier der FIUV veröffentlicht Rorate Cæli.

Hermeneutik des Bruchs

In unserem Artikel über den Messbesuch hatten wir dargelegt, daß die reformierte Liturgie Papst Pauls VI. auf keinen Fall so verstanden und gefeiert werden darf, als ob sie einen Bruch mit der bisherigen Lehre und Liturgie der Kirche zum Ausdruck bringen wolle. Andernfalls laufen Zelebrant und Gemeinde Gefahr, die Einheit mit der römischen Kirche aufzugeben. Gerade zwei Tage später zeigt uns eine Nachricht aus dem Bistum Trier, daß es sich dabei nicht nur um eine theoretische Gefahr handelt. Auf kath.net berichtet Michael Schneider-Flagmeyer:

Nun hat sich in einer Gemeinde hier im Saarland etwas ereignet, dass die Situation, in der sich die Kirche befindet, noch mehr verdeutlicht; denn Trier ist nun weiß Gott nicht die einzige Diözese, in der der katholische Glaube – ich meine das wahre Gold in der Kirche –, nicht mehr in seiner ganzen Fülle vom kirchlichem Amt verteidigt wird.

Der Pfarrer hatte im Mittelgang der Kirche vor dem Altarraum eine neugefertigte Kommunionbank aufgestellt, damit sich manche Gläubige – vor allem die Älteren – nicht mehr auf den Boden knien mussten, weil sie das Bedürfnis haben, den eucharistischen Herrn kniend zu empfangen. Der Pfarrer hatte der Gemeinde erklärt, dass nun jeder die Kommunion so empfangen könnte, wie der Geist es ihnen eingibt: stehend mit der Hand oder mit dem Mund oder kniend mit der Hand oder dem Mund. Es wurde so angenommen und viele Menschen kamen von weit her, weil sie hier die Kommunion kniend empfangen konnten.

Nun wurde jetzt ganz plötzlich während der krankheitsbedingten Abwesenheit des Pfarrers auf Weisung des zuständigen Weihbischofs wie angegeben die Kommunionbank entfernt. Es war auch schon vorher bekannt geworden, dass einige Kirchgänger diese Kommunionbank als „vorkonziliarisch” bezeichneten, was nun den Weihbischof zu seiner Anweisung veranlasst haben soll.

Bischof Ackermann hatte bei seinem Pontifikalamt zum Jahr des heiligen Ludwigs die Kommunion vor der Bank stehend ausgeteilt. Damit war man sich eben nicht bewusst, was das Konzil über die heilige Liturgie in seiner sehr aussagekräftigen Konstitution gesagt hatte. Die Gläubigen zu zwingen stehend die Kommunion zu empfangen, erscheint uns mehr in dieser Frage auf eine Hermeneutik des Bruchs hinzuweisen, wie sie von ganz links und ganz rechts vertreten wird. Das war aber nicht die Absicht des Konzils, wie besonders Papst Benedikt XVI. immer betont hat.”

Was Schneider-Flagmeyer hier zurückhaltend als Hinweis auf eine möglicherweise vorliegende „Hermeneutik des Bruchs” bezeichnet, erscheint uns demgegenüber als unübersehbarer Ausdruck einer Tatsache: Der Bischof und sein Weihbischof handeln hier nicht nur gegen die liturgische Tradition, sondern gegen die geltende Lehre und gegen das geltende Recht der Kirche. Sie praktizieren den Bruch. Die Möglichkeit zum stehenden Empfang der Kommunion auf die Hand beruht auf einer Ausnahmegenehmigung, das Knieen ist nach wie vor die allgemein gültige Form, deren Einhaltung niemandem verwehrt werden darf. Und sage keiner, es gehe hier nur um Formen. Natürlich geht es um den Inhalt: Empfangen wir in der Kommunion die Sohns-Person des allmächtigen Gottes, der Himmel und Erde erschaffen hat, als Gast und Nahrung unserer Seele - oder beteiligen wir uns an einem „Mahl der Gemeinschaft”, das irgendwie „im Zeichen des Heiligen Brotes” auch ein metaphysisches Symbol einschließt.

Bischöfe wie Ackermann und sein Weihbischof haben sich nicht nur innerlich weit von der römischen Kirche entfernt. Sie missbrauchen ihre Positionen auch, um die Gläubigen dazu zu bringen, ihnen auf ihren Abwegen zu folgen. Der Normalkatholik liest keine theologischen Abhandlungen, sein Glaube erwächst ganz wesentlich aus der Teilnahme an der Liturgie. Wo diese Liturgie entgöttlicht und verweltlicht wird, folgt dem das Glaubensbewußtsein im Abstand weniger Jahrzehnte. 

Die Erwartung der Bruch-Hermeneutiker, damit auch den „sensus fidelium” nachhaltig verändern zu können, muß freilich scheitern. Denn dieser Sensus der Kirche hängt nicht vom schwachen Glauben und Wissen derer ab, die - ohne großes eigenes Verschulden - akzeptieren, was Vorgesetzte ihnen vorsetzen, sondern vom starken Glauben und Wissen derer, die bereit waren und bereit sind, dafür das Martyrium auf sich zu nehmen.

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