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Unangenehm auffallen

Bild: aus dem genannten Artikel, © Joseph ShawWir haben hier schon gelegentlich darauf hingewiesen: Das Problem des Kommunionempfangs durch sog. „Wiederverheiratete Geschiedene“ oder „protestantische Ehepartner“ wäre keines oder zumindest wesentlich entschärft, wenn der Novus Ordo nicht den Gang zum Kommunionempfang als „Kommunionprozession“ so betont zu einem Gemeinschaftsbegängnis gemacht hätte, dem sich der Einzelne nur schwer entziehen kann, ohne „unangenehm aufzufallen“.

Joseph Shaw hat dieser Tage in einem Artikel unter der Überschrift „Sünder in der Kommuniponprozession“ darauf aufmerksam gemacht, daß das Problem auch eine Folge der hier kürzlich angesprochenen „Verarmung“ der Liturgie ist, die bereits im Anschluss an das Konzil von Trient einsetzte und nach dem 2. Vatikanum ihren von Bilderstürmen begleiteten Höhepunkt erlebte.

Das starke Bewußtsein des mittelalterlichen Menschen von seiner Sündhaftigkeit hatte dazu geführt, daß viele nur selten zur Kommunion gingen – die Kirche sah sich veranlaßt, wenigstens einmal jährlichen Kommunionempfang vorzuschreiben. Das eliminierte das Problem des „unangenehm Auffallens“ zwar nicht vollständig, machte es aber alleine aufgrund des selteneren Auftretens leichter beherrschbar – womit hier nicht dem seltenen Kommunionempfang das Wort geredet sein soll. Aber die Teilnahme an der hl. Messe war insgesamt weniger auf den Gang zur Kommunion ausgerichtet, und es gab in Ritus und Ritual andere Elemente, die auch eine Einbeziehung der Gläubigen gestatteten, die sich nicht zum Kommunionempfang disponiert sahen.

Als Beispiele nennt Shaw das Procedere des Asperges vor dem sonntäglichen Hochamt, die mit großer Andacht vorgenommene Verehrung der allerheiligsten Gestalten nach der Wandlung und den Friedensgruß, der anders als die heute übliche Händeschüttelei vielfach in Form der Pax-Tafel sichtbar vom Altar ausging und von dort aus die ganze Gemeinde erfasste. Vielfach sei es üblich gewesen, nach der Messe gesegnetes Brot oder gesegneten Wein zu verteilen – ein Gemeinschaftserlebnis, an dem jeder teilnehmen konnte, ohne in Gefahr eines Sakrilegs zu kommen. Auch in der Gewohnheit, die Kommunion nicht an der „liturgisch richtigen“ Stelle innerhalb der Messe zu spenden, sondern sie in eher ungeregelter Form zwischen den Messen auszuteilen, sieht Shaw einen Mechanismus, der den Einzelnen vom Druck des Kollektivs entlastete. Viel stärker als heute wäre die Teilnahme am liturgischen Geschehen Sache des Einzelnen und seiner Fähigkeit zum andächtigen Gebet gewesen – bis hin zur verbreiteten „geistigen Kommunion“ der Gläubigen während der Kommunion des Priesters.

Kein Zweifel: Die Betonung des gemeinschaftlichen Charakters der Messfeier und die nachgerade passgenauen Begleitung des Geschehens am Altar und der Gebete des Priesters durch die Gläubigen sind Errungenschaften eines liturgischen Bewußtseins und der liturgischen Bewegung, die man nicht geringschätzen sollte. Aber heute ist zu sehen, daß auch dieser Fortschritt seinen Preis gefordert hat und allsonntäglich neu fordert. In den Fällen, wo der betonte Kollektivismus zum sakrilegischen Empfang der Kommunion führt oder dazu, daß das Bewußtsein des damit verbundenen Mysteriums praktisch erloschen ist, war der Preis zu hoch.

Thomas von Aquino

Bild: Carlo Crivelli, 1476; AusschnittHeute ist der Gedenktag des hl. Thomas v. Aquin - allerdings nicht der Tag der „Geburt für den Himmel“ (Sterbetag), sondern der Tag der Übertragung der Gebeine des Heiligen in die Kathedrale von Toulouse heute vor 650 Jahren. Zu diesem Anlaß dichtete der Dominikaner Aldobrandini Ferrarensis einen Hymnus auf Thomas, in dem es zu dessen Lehre heißt:

Um die Zweifel zu zerstreuen,
sendet Mutter Kirche
dieses Lichtes Strahl und ermuntert
zum Studium des heiligen Thomas.

Den ganzen Text mitsamt weiteren Anmerkungen zu Leben und Werk bringt heute das Hymnarium.

Das Licht und die Lehre des hl. Thomas haben in der Tat jahrhundertelang die Kirche erhellt - und seit das Studium seiner Werke in den Hintergrund gedrängt worden ist, nehmen die Zweifel allerorten mächtig zu. 

Dabei war Thomas, was seine überragende Stellung manchmal aus dem Blick geraten ließ, auch selbst nicht gänzlich frei von Zweifeln und Fragwürdigkeiten. In der lange offenen Frage der unbefleckten (.d.h. von der Erbsünde ausgenommenen) Empfängnis Mariens vertrat er eine andere Ansicht als die schließlich 1854 verbindlich gemachte Lehre der Kirche, und eine nicht selten engstirnige Anwendung und Übertragung seiner Arbeitsweise führte im späten Mittelalter zu einer Erstarrung des theologischen Denkens. Die im 19. Jh. auf breiter Front einsetzende Überwindung dieser Erstarrung hat allerdings vielfach nicht zu einer Neubelebung des Geistes der Theologie geführt, sondern deren „Verflüssigung“ begünstigt, deren katastrophale Folgen wir derzeit nicht nur in der deutschen Universitätstheologie beklagen müssen.

Die darin zum Ausdruck kommenden Widersprüche in der Kirche der Gegenwart sind im deutschkatholischen Zentralorgan katholisch.de heute in krasser Form zu besichtigen. Ein kurzer Gedenkartikel von Markus Schüppen läßt die historisch Bedeutung und auch die Aktualität des Kirchenlehrers erfreulich klar hervortreten. Und in einem gleichzeitig veröffentlichten Gespräch mit einer ehemaligen Ordensfrau erhält diese ausführlich Gelegenheit, die kirchliche Verkündigung verbindlicher Glaubensinhalte als Verstoß gegen die Selbstbestimmung des Menschen, ja tatsächlich als „geistlichen Mißbrauch“ anzuprangern. Was die gescheiterte Nonnensfrau zu einem Werk des hl. Thomas wie z.B. der Summa contra gentiles zu sagen hätte - wenn sie davon jemals gehört hat - wagt man sich gar nicht vorzustellen.

Die Tora lesen?

Bild: Wikimedia commons, gemeinfreiGleich zwei kirchliche Meldungen dieser Tage haben das Verhältnis von Judentum und Christentum zum Gegenstand – und beide beziehen sich auf je einen der zwei Päpste, mit denen sich die Kirche derzeit gesegnet oder geschlagen sieht, je nachdem. Papst Benedikt, so erfahren wir, hat am Mittwoch eine Delegation jüdischer Oberrabiner empfangen und mit ihnen über „Mißverständnisse“ gesprochen, die über einen von ihm letzten Jahr erschienenen Artikel entstanden waren. Es ging unter anderem darum, ob die Kirche die Rolle des Bundesvolkes „geerbt“ hat, die einst dem Volk Israel zugekommen war. Wenn Genaueres über den Inhalt des Gespräches bekannt wird, ist dazu vielleicht noch das eine oder andere zu sagen.

Gleichzeitig hat  der Osservatore Romano anläßlich des neuerdings in manchen Diözesen begangenen „Tag des Judentums“ auf einen Text von Papst Franziskus hingewiesen, in dem sich dieser zum Verhältnis zwischen Juden und Christen und dessen künftiger Entwicklung geäußert hat. Tenor: „Die Werte, Traditionen und großen Ideen, die das Judentum und das Christentum gemeinsam haben, müssen in den Dienst der Menschheit gestellt werden.“ Aber gewiß doch. „Werte und Ideen, Menschheit“ – darüber wird man sich doch verständigen können.

War da sonst noch was? Laut der österreichischen Agentur Kathpress hat Franziskus „die Christen ausdrücklich zu einem Studium jüdischer Texte, etwa der Thora, aufgefordert.“ Franziskus wollen wir einmal unterstellen, das er weiß, was die Thora ist – bei dem Berichterstatter von Kathpress (und dem Redakteur, der dessen Text für kath.net übernommen hat) sind wir uns da nicht so sicher. Die Thora ist nämlich kein „jüdischer Text“, bezüglich dessen man Christen sozusagen zum Blick über den Zaum zum Nachbarn ermutigen könnte - und schon stehen wir mitten im Problem zwischen Christen und Juden.

„Thora“ ist der bei den Juden gebräuchliche Name für die „Fünf Bücher Moses“, auf Griechisch auch „Pentateuch“ genannt, und die sind integraler Bestandteil des „Alten Testaments“ – also einer der beiden großen Sammlungen der heiligen Schriften des Christentums. Der heiligen Schrift der Juden, dem Tanach, gehören neben der Thora auch noch die Propheten (Neviim) und die Schriften (Ketuvim) an – auch sie sind ausnahmslos Bestandteil des christlichen „Alten Testaments“, das zusätzlich einige weitere Schriften aus altjüdischer Tradition als kanonisch anerkennt.

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Eine Diskussion über Liturgisches

Die – alles in allem – freundschaftlich ausgetragene Auseinandersetzung über Fr. Dwight Longeneckers „12 Dinge, die mir am Novus Ordo gefallen“, (auf Summorum Pontificum bisher hier und hier) ist inzwischen in die nächsten Runden gegangen. Zunächst mit einer höchst ernsthaften Replik von Peter Kwasniewski, die einerseits die knappen Anmerkungen von Longenecker ein wenig zu ernst nimmt, andererseits aber für sich gesehen eine lesenswerte Einführung in den Geist der überlieferten Liturgie und eine pointierte Darstellung von dessen Unterschieden zum Geist der Moderne darstellt.

Fr. Longenecker sah sich wohl dadurch ein wenig zu ernst genommen und antwortete mit einem Beitrag, in dem er seinen Status als „Dilettant“, als nichtwissenschaftlicher Amateur hervorhob und in satirischer Form die Neigung mancher Freunde der Tradition aufs Korn nahm, sich in eher abseitigen Themen und Fragestellungen zu vertiefen. Leseprobe:

Was mich betrifft, so interessiert es mich nur geringfügig, ob die Anaklesis des Syro-Malabarischen Ritus der fünften Deklension eine griechische Präfation hat oder nicht. Ich freue mich, daß einige Leute sich mit dem Mysterium befassen, ob die Bischöfe der Petrinischen Version der Mozarabianischen Liturgie im Anatolien des 6. Jahrhunderts das Camelaucum trugen und ob es aus Leder oder besticktem Filz gemacht wurde. Solche Dinge haben zweifellos große Bedeutung und man muß den Leuten, die darüber Bücher schreiben, dankbar sein – denn wenn überarbeitete Priester derlei Fragen haben, wissen sie, wo sie die Antwort finden können.

Darauf hat nun wiederum in New Liturgical Movement Gregory Dipippo geantwortet – und zwar nicht mit einer beleidigten Replik, sondern mit der Retourkutsche, daß diese Kritik Longeneckers ja durchaus ihr Wahres habe. Nur treffe sie weniger die Freunde der überlieferten Liturgie, sondern eher die hochgelehrten Experten, die sich an ihren Arbeitsplätzen in den Trattorien des Borgo besonders aparte Züge für den Novus Ordo ausgedacht hätten. Auch hier eine Leseprobe:

Liest sich das nicht wie eine Parodie auf die Tätigkeit des Consilium ad exsequendam, das mit der Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil beauftragt war? Natürlich gibt es keine „Anaklesis“, und „fünfte Deklension“ ist ein Terminus der Grammatikwissenschaft und nicht der Liturgie, und die „Mozarabische“ (nicht „mozarabianische“ Liturgie gehört nach Spanien und nicht nach Anatolien. Aber die Mitglieder des Consilium haben ja in der Tat eine Epiklese für die Hochgebete, die sie neu ins Missale aufnahmen, erfunden, und sich dabei auf eine völlig verfehlte Interpretation der Geschichte des römischen Ritus und der Epiklese gestützt. Sie haben ja tatsächlich befunden, daß das römische Messbuch dringend einer Erweiterung durch eine Reihe mozarabischer Totengebete bedürfe – denen sie dann gestützt auf eine andere historische Fehldeutung neue Schlußformeln verpassten.

Das Camelaucum war eine Kopfpedeckung am Kaiserhof von Byzanz. Ich weiß nicht, ob es von den „Bischöfen der Petrinischen Version ... im Anatolien des 6. Jahrhunderts“ getragen wurde. Aber sein Abkömmling, die mit drei Kronen geschmückte Tiara, wurde für lange Zeit von den Bischöfen getragen, die das petrinische Amt wahrnahmen. Die Fäden dieser Satire sind tatsächlich sehr fein verwoben! Kopfbedeckungen an sich scheinen das Consilium nicht sehr interessiert zu haben, doch diejenigen, die später die päpstliche Liturgie „in diesem Sinne und nach diesem Urteil“ neu gestalteten, haben die Tiara letzten Endes abgeschafft – zusammen mit sämtlichen anderen nur vom Papst gebrauchten Gewändern, so daß heute der Papst der einzige Würdenträger der katholischen Kirche ist, der bei der Feier der hl. Messe nichts trägt, was seinen besonderen Rang heraushebt.“

Sie haben noch eine Menge andere Dinge getan, die man eher Dilettanten und Amateuren zutrauen würde: Aus den Bruchstücken von drei verschiedenen historischen Präfationen für die Himmelfahrt, die seit mehr als 1000 Jahren außer Gebrauch waren, haben sie eine Adventspräfation zusamengestückelt – und in zahllosen anderen Fällen sind sie ähnlich vorgegangen. Sie haben die Anaphora des hl. Basilius und den Pseudo-Kanon des Pseudo-Hippolytus in einen Shredder gesteckt und aus den Schnipseln neue Hochgebete zusammengestellt – selbstverständlich unter Berücksichtigung der Sensibilitäten des Modernen Menschen....“.

Ein erfreulicher Streit, wenn er wie hier in zivilen Formen ausgetragen wird und darüberhinaus noch jede Menge Erkenntnisse ans Tageslicht bring. Sehr zur Lektüre im Original empfohlen - möglichst unter Einschluß der Leserzuschriften, von denen einige interessante Zusatzinformationen enthalten.

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Das Bild zeigt den Papst im vollen Bischöflichen Meß-Ornat, das unter der Casel noch die Dalmatik des Diakons einschließt. Über der Casel das besondere päpstliche Schultergewand Fanon, das auch nach der Liturgiereform bis Benedikt XVI von sämtlichen Päpsten zu besonderen Gelegenheiten angelegt wurde. Bischöfe, die im überlieferten Ritus zelebrieren, tragen zusätzlich noch die Tunicella des Subdiakons.

Adam war kein Apfeldieb

Bild: Aus dem Markusdom in Venedig, Quelle: Dumbarton Oaks Reseach LibraryAm 24. Dezember gedenken die Christen – soweit sie das nicht wie so vieles längst vergessen haben – des hl. Adam, des Stammvaters des Menschengeschlechtes. Dieser Gedenktag war sogar lange aus dem Martyrologium verschwunden, gehört aber zum traditionellen Bestand des Heiligenkalenders in der Kirche des Westens – auch in den Gemeinschaften aus der Reformation. Bemerkenswerteweise wurde er unter der Verantwortung von Papst Johannes Paul II in die Fassung von 2004 wieder aufgenommen.

Die heilige Schrift hat neben der Erzählung von der verbotenen Frucht und dem Sündenfall wenig über Adam (hebräisch אָדָם ādām) zu berichten. Er war aus aus der Erde (hebräisch אֲדָמָה ădāmāh) erschaffen, nach Gottes Ebenbild und daher zunächst noch ungeteilt als Mann und Frau; seine Wohnung war das Paradies, das der Schöpfer ihm zur Pflege und Nutzung anvertraute. Später wurde ihm aus dem eigenen Fleisch und Bein eine Gefährtin gegeben, deren Name in der Septuaginta zuerst als Zoe erscheint: Das Leben. Bei der zweiten Nennung anläßlich Zeugung und Geburt Kains wird sie wie im Hebräischen als Eva angesprochen, und dieser Name wird dann auch in die lateinischen Fassungen übernommen. Doch das ist schon nach Sündenfall und Vertreibung - das  Buch Genesis verläßt die Stammeltern und wendet sich der nächsten Katastrophe zu: Dem Brudermord Kains an Abel.

Schon in vorchristlicher Zeit wurde das als schmerzliche Lücke empfunden, und es bildete sich ein reichhaltiger Kranz von Legenden zum Leben von Adam und Eva. Solche Texte wurden dann - vermutlich erst in christlicher Zeit und vielfach von christlichen Autoren - in apokryphen Schriften gesammelt, die unter dem Namen „Apokalypse des Moses“ und „Das Leben Adams und Evas“ überliefert sind – sie haben in keiner Kirche des Westens oder des Ostens kanonischen Rang. Da diese Legenden erst nach der Zeit im Paradies einsetzen, haben sie allerdings zu Adam, so wie ihn Gott geschaffen und gewollt hatte, nichts zu sagen. Wir sind also auf die Exegese des kurzen Berichtes im Buch Genesis zurückverwiesen.

Einen ersten Hinweis gibt eine eingehende Betrachtung des Berichtes von der Erschaffung des Menschen in Genesis 2,15: „Und Gott der Herr nahm den Menschen, den er geformt hatte, und setzte ihn in den Gartenpark, damit er ihn bearbeite und bewache.“ Die Worte, die hier mit „bearbeiten und bewachen“ wiedergegeben sind, tauchen in der Schrift später im Zusammenhang mit dem Kult im Bundeszelt und im Tempel erneut auf, und diesmal in der Bedeutung von „Tempeldienst leisten und die Tradition bewahren“. Diese Übereinstimmung ist nicht zufällig: Anlage, Ausstattung und Schmuck des Tempels folgen in vielen Einzelheiten dem, was Genesis 2 über das Paradies (und viel später die Apokalypse des Johannes über das himmlische Jerusalem) zu sagen hat. Das Paradies war eine Vorgestalt des Tempels, und Adams Dienst im Paradies war nicht nur Landwirtschaft – er war Gottesdienst, priesterlicher Dienst.

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  • Stationskirchen

    Die römischen Stationskirchen

    Kupferstich von Giusepppe Lauro aus dem Jahr 1599

    In der Fastenzeit 2013 haben wir zu jedem Tag die entsprechende Stationskirche kurz vorgestellt. Damit sind zwar alle gegenwärtigen Stationskirchen erfasst, aber nicht alle Tage mit einer Statio, von denen es auch etliche außerhalb der Fastenzeit gibt.

    Bei der Vorstellung der Stationskirchen orientierten wir uns im wesentlichen an „Die Stationskirchen des Missale Romanum“ von Johann Peter Kirch, Freiburg 1926. Zu Ergänzungen haben wir Hartmann Grisar „Das Missale im Licht römischer Stadtgeschichte“, Freiburg 1925, und Anton de Waals „Roma Sacra - Die ewige Stadt“ von 1905 in der Überarbeitung Johann Peter Kirchs von 1925 (Regensburg 1933) herangezogen. Daneben haben wir auch auf Informationen aus Internetquellen zurückgegriffen. Die Illustrationen stammen, soweit nicht anders angegeben, von eigenen Aufnahmen.

    Wie der gegenwertige Nachfolger de Waals und Kirchs als Direktor des römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, Prof. Msgr. Stefan Heid, uns mitteilte ist diese älter Literatur insbesondere in Sachen der Datierungen vielfach überholt. Nach seinen Untersuchungen geht die Institution der Stationes nicht wesentlich vor die Zeit Gregors d. Großen zurück. Was natürlich nicht bedeutet, daß die Stationskirchen bzw. deren Vorgängerbauten nicht wesentlich älter sein können.

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