Bereichsnavigation Themen:

Augustinus - Schrecken der Irrlehrer

Die Kirche feiert heute das Gedächtnis des hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo, einer in den Barbarenstürmen untergegangenen Stadt an der Küste des Mittelmeers im heutigen Grenzgebiet zwischen Algerien und Tunesien. Sein in vielen Büchern überliefertes theologisches Werk wird heute noch geschätzt, freilich vor allem in seinen philosophischen Dimensionen. Die Kirche einer früheren Zeit pries dieses Werk vor allem wegen der Entschiedenheit seiner Glaubensaussagen und den schweren Schlägen, die es den damaligen Vertretern populärer Irrlehren versetzte. Wie es in einem heute auf dem Hymnarium veröffentlichten mittelalterlichen Hymnus heißt:

Du bringst zu Fall und widerlegst
Arius‘, Manis falsche Lehr‘,
die Spaltereien des Donat
hast du mit Wortgewalt zerstreut.

Du wirfst die Feinde in den Staub,
dass Christi Gnade triumphier‘,
und mit der Wahrheit Blitzesstrahl
triffst du Britanniens Schlang‘ (=Pelagius) aufs Haupt.

Über die ethnische Zugehörigkeit des unweit von Hippo in Tagaste in der römischen Provinz Numidien geborenen Augustinus gibt es keine Informationen. Die römische Kirche war stets ebenso farbenblind wie das römische Reich, und in Tagaste lebten sowohl eingewanderte Römer (zu denen wohl auch Augustinus‘ Vater gehörte) als auch romanisierte und christianisierter Berber, aus deren Kreis möglicherweise seine Mutter Monica stammte.

Erst eine unter dem Vorwand der „Gleichstellung“ und „Wiedergutmachung historischen Unrechts“ von der Betonung ethnischer Verhältnisse besessene Gegenwart versucht, Augustinus zum „Schwarzen“ zu erklären und als frühes Beispiel des von bösen weißen Männern betriebenen „brain drain“ hinzustellen. Darüber wird heute an amerikanischen Universitäten erbittert gestritten. Moderne „Wissenschaft“ - den Blick fest auf das Unwesentliche gerichtet.

Zusätzliche Informationen