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Aus dem Martyrologium zum 18.4.

Bild: Toni Castillo Quero/WikimediaDie Heiligenliste des Martyrologium Romanum für den 18. März liest sich – wieder einmal – wie ein Kommentar zur aktuellen Wirrnis in der Kirche. An erster Stelle stehen die Gründer des Servitenordens, die im 13. Jahrhundert eine Eremitage auf dem Monte Senario bei Florenz errichteten und ihr Leben der frommen Betrachtung des Lebens Mariae widmeten. Später wurde der daraus entstandene Mönchsorden auch in der Heidenmission aktiv. Heute ist er aus Deutschland ganz verschwunden, es gibt noch einige Niederlassungen in Österreich, die sich unter anderem einen Namen in der Umwelterziehung gemacht haben.

An zweiter Stelle folgen eine Reihe von Märtyrern der Verfolgungen in der römischen Kaiserzeit, wie sie an buchstäblich jedem Tag genannt werden. Das spannungsvolle Verhältnis zur weltlichen Gewalt und ihrer Ideologie, das oft zu blutigen Verfolgungen führte, gehört seit jeher „zur DNA“ des Christentum, wie man heute sagen könnte.

Alsdann der im 9. Jahrhundert lebende hispanische Priester Perfectus, der auch nach der Errichtung des islamischen Emirats in Cordoba fest zu seinem Glauben stand und daher von den überaus toleranten und friedliebenden Invasoren um 850 öffentlich geköpft wurde.

Und schließlich der im überaus unruhigen 12. Jahrhundert als Erzbischof von Mailand amtierende Galdino della Sala, der als Kardinal treu zum exilierten Papst Alexander III. stand und schließlich, wie das Martyrologium schreibt: „vom ständigen Einschreiten gegen die Irrlehrer erschöpft“ gestorben ist.

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Die Kathedrale von Cordoba wurde im 16. Jahrhundert nach der Rückgewinnung Spaniens im Zentrum der von den Emiren von Cordoba - nach Abriß einer dort bereits seit Jahrhunderten stehenden Kirche - errichteten „Freitagsmoschee“ erbaut. In den letzten Jahren verlangen neu nach Spanien endringende Moslems lautstark die „Rückgabe“ oder zumindest „Neutralisierung“ des Bauwerks. Sie finden dabei immer öfter die Unterstützung kirchenfeindlicher Kräfte in Spanien und internationaler „Kulturorganisationen“. Diese Position wird auch in Deutschland von Kirchenfeinden propagiert.

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