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Nachlese zu Fronleichnam

Bild: Der im Text genannte Beitrag des 'Liturgical Arts Journal'.Drei Meldungen vom Fronleichnamstag erscheinen uns wert, hier besonders hervorgehoben und festgehalten zu werden.

Das Liturgical Arts Journal stellt reich bebildert die 1920 in der Werkstatt von Felix Granda entstandene Oveido-Monstranz vor. Ein eindrucksvolles Beispiel für die Verbindung theologischer Solidität und klassischer Handwerkstechnik mit der damals modernen Formensprache unter dem Einfluss des Art Deco.

Fr. Zuhlsdorf präsentiert einen kurzen Überblick über die Geschichte des Fronleichnamsfestes. Er kommt dabei zu der Feststellung, daß die nachkonziliare Phase des „Das eucharistische Brot ist zum Essen und nicht zur Anbetung“ inzwischen in weiten Bereichen der Kirche wieder zurückgedrängt werden konnte. Als eine Ursache dafür sieht er eine Ankerfunktion von „Summorum Pontificum“, die dazu beigetragen habe, traditionelle Frömmkigkeitsformen zu erhalten oder wiederzubeleben.

Dazu passt möglicherweise ein starker Auftritt des Kölner Kardinals Woelki in seiner Ansprache am Ende des Fronleichnamsgottesdienstes im Kölner Dom. Der Kardinal nahm erneut Stellung gegen den unseligen Mehrheitsbeschluss der Bischofskonferenz zur Kommunionspendung an nicht-katholische Ehepartner und verlangte eine gesamtkirchliche Lösung: „Wir in Deutschland leben nicht auf einer Insel der Seligen. Wir sind keine Nationalkirche“. Bei der Diskussion gehe es um „das Eingemachte“. Manche meinten, der Streit sei ein Kasperle-Theater. „Ich meine: Hier geht es um Leben und Tod.“

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