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„An der Schwelle zum Jenseits“

Für alle, die wissen wollen, warum in St. Gertrud-Herzogenrath die Hl. Meßfeier manchmal scheinbar „verkehrt herum“ gefeiert wird und der Priester dabei mit dem Gesicht zur Wand steht, erklärt beim nächsten Herzogenrather Montagsgespräch am 22. September um 19.30 Uhr Prof. Dr. Peter Stephan aus Freiburg die Bedeutung und den Sinn des Hochaltars. Damit will er einem weit verbreiteten Mißverständnis entgegenwirken.

Der Referent ist Professor für Kunstgeschichte an der Universität Freiburg und Professor für Architekturtheorie in Potsdam. Er spricht zu dem Thema: „An der Schwelle zum Jenseits. Zur Bedeutung des christlichen Altars“. Ausgangspunkt für seinen Vortrag ist die immer wieder vorgetragene Meinung, in der Alten Liturgie habe der Priester dem Volk den Rücken zugekehrt und unverständliche Worte gegen die Wand gemurmelt. In Wirklichkeit wendet sich der Priester jedoch zusammen mit der Gemeinde dem Hochaltar zu, der viel mehr ist, als nur eine dekorative Schauwand. Der Altar soll ein Fenster zur Ewigkeit sein, eine Pforte zum Himmel. Diese Sichtweise hat das Zweite Vatikanische Konzil keineswegs abgeschafft, sondern lediglich die Zelebration am sogenannten „Volksaltar“ ermöglicht, keineswegs jedoch vorgeschrieben. Angesichts der Tatsache, daß die Pfarrei St. Gertrud zwei Kirchen beeindruckende Hochaltäre besitzt, die auch regelmäßig benutzt werden, findet sich in der künstlerischen Perspektive einen wichtigen Aspekt, der diese Nutzung nicht nur als berechtigt, sondern auch als sinnvoll erweist. Die Veranstalter laden deswegen besonders Kritiker dieser Zelebrationsform zu diesem Montagsgespräch ein.

Für alle Teilnehmer vor der Veranstaltung der Besuch der tridentinischen Messe in St. Marien (Kleikstraße / Ecke Eygelshovener-Str.) um 18.30 Uhr. Der Vortrag beginnt dann im Anschluß um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum St. Gertrud (Schütz-von-Rode-Str., Ecke Erkensstr). Gerne beantwortet Professor Stephan nach dem Referat Fragen aus dem Publikum. Nach der Veranstaltung sind alle zu einem Imbiß und Getränken ins Foyer eingeladen. Der Eintritt ist frei.

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