Hausmitteilung im Februar
05. Februar 2026
Die Weihnachtspause, die in diesem Jahr wegen der Feiertage auf der einen und der drängender Aktualitäten auf der anderen Seite viel zu kurz war, hat uns immerhin ein wenig Gelegenheit gegeben, auf der Website aufzuräumen – man glaubt gar nicht, wie viel „garbage“ (digitaler Müll) da im Lauf eines Jahres anfällt. Bei den Aufräumarbeiten ergab sich unter anderem eine Möglichkeit, die Bilder auf der Eingangsseite vergrößerbar zu machen – einfach draufklicken. Wieder klein bekommt man sie dann durch den Zurück-Button des Browsers. Eine Lösung wie auf den Artikelseiten, wo jedes vergrößerte Bild seinen eigenen Zurück-Button mitbringt, wäre zu aufwendig gewesen.
Und wo wir von Bildern sprechen: Einige Besucher, die gelegentlich unser Archiv mit allen Beiträgen seit Start des Projekts 2007 benutzen, haben uns geschrieben, daß sie oft zwar den Text, nicht aber die Illustration archivierter Beiträge sehen. Das ist leider kein technischer Fehler, sondern Absicht: Insbesondere in den Anfangszeiten von Summorum-Pontificum haben wir oft nicht genau genug überprüft, ob ein Bild Eigentumsrechten von Photographen oder großen Agenturen unterliegt. Im Lauf von 2024 kamen dann KI-Robots auf den Markt, mit denen die Inhaber von Bildrechten systematisch das ganze Internet nach ihren Bildern durchsuchen können, um für deren Nutzung nachträglich oft erheblichen „Schadenersatz“ einzufordern. Ansonsten erfolglose Rechtsanwälte – es gibt davon reichlich – versuchen sich seitdem im Betrieb von Abmahnkanzleien, die großen und kleinen Rechteinhabern anbieten, in ihrem Auftrag die KI-Arbeit zu übernehmen und dafür noch eine fette Provision auf den „Schadenersatz“ aufschlagen.
Nachdem wir einige Male unser Lehrgeld entrichten mußten, bot uns der Umstieg auf die dritte Version der Website 2024 die Möglichkeit, sämtliche Bilder der archivierten vorhergehenden Versionen vom Netz zu nehmen – eine nachträgliche Einzelfallprüfung wäre bei über 5000 Illustrationen unmöglich gewesen. Zum zweiten achten wir nun bei der Aufnahme neuer Illustrationen peinlich genau darauf, rechtlich unangreifbar zu bleiben. Bilder der katholischen Nachrichtenagentur, die mäßige, aber für unser Projekt immer noch zu hohe Honorarforderungen stellt, und von VaticanMedia, die glaubt, mit unmäßigen Preisen das Defizit des Vatikans verringern zu können, werden hier seitdem nicht mehr verwendet. Bei Archivbeiträgen, auf die wir in neueren Artikel verlinken nehmen wir uns die Mühe, die Rechtslage der Illustrationen zu überprüfen und diese gegebenenfalls wieder sichtbar zu machen. Dann aber ohne die ursprünglich gebotene Möglichkeit zur Vergrößerung – das gibt die Technik des Archivs leider nicht her und wäre nur mit unverhältnismäßigem Aufwand nachzurüsten.
Das führt uns zu einem weiteren heiklen Punkt dieser Hausmitteilung. Nachdem viele Menschen einen großen Teil ihres Lebens ins Internet verlegt haben (Soziale Netzwerke, Streamingdienste, Cloud usw.) nähert sich der Anteil des dafür erforderlichen Stromes der Marke von 5% des globalen Energieverbrauchs. Das kostet. Ebenfalls erhebliche Kosten verursachen Forschung, Entwicklung und Betrieb immer umfangreicherer Leistungsangebote. Die bloßen Technikkosten für den Betrieb von Webseiten sind daher in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – was wiederum dazu führt, daß auch immer mehr Informationsangebote kostenpflichtig werden: Hier 9 $ im Monat für das neue konservativ-katholische Informations- und Meinungsportal Pelican+, da 12 $ für das Dokumentenrepositorium Scribd oder eine andere Bücherschatzhöhle wie Academia. Die KI-Suchmaschine Perplexity, die uns mit ihrem Beitrag zur Qualitätssicherung unserer Artikel erfolgreich angefixt hat, will neuerdings 17 $ im Monat für die niedrigste Pro-Version. Dazu das Webhosting selbst – vieles was bislang (scheinbar) kostenlos im Basisvertrag enthalten war, wird nun extra berechnet: Security-Zertifikate, Software-Pflege, gelegentliche Besucher-Statistik und vermutlich bald auch noch eine Rechtschutzversicherung – das bewegt sich unverkennbar auf die 100 Euro im Monat zu. Vor drei Jahren lag das noch eher bei 30.
Theoretisch könnten wir versuchen, das Angebot zu „monetarisieren“, wie man so schön sagt. Substack bietet die erforderliche Technik zu vertretbaren Kosten (schon wieder!) – aber wir befürchten davon eine erhebliche Verringerung der Reichweite. Eine gewisse Nachfrage nach Information zur traditionstreuen katholischen Lehre und Liturgie ist zwar durchaus vorhanden – das sehen wir an den um die 2000 wiederkehrenden Besuchern mit monatlich an die 30 000 Besuchen. Eine dem Interesse entsprechende Zahlungsbereitschaft kann man daraus jedoch nicht ableiten, wie wir an der seltenen Nutzung unseres Spendenbuttons erkennen. Weshalb wir die Gelegenheit dieser Hausmitteilung nutzen, eben diesen Spendenbutton der geschätzten Aufmerksamkeit und gelegentlichen Benutzung unserer Besucher nachdrücklich zu empfehlen. Vielleicht haben wir ihn ja bisher zu diskret platziert – aber dagegen kann man etwas tun.