Prevost und Pachamama

Wie weit konnten die Dämonen Alt-Amerikas inzwischen in die Kirche Christi eindringen?

20. März 2026

6 - Kirchenkrise

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Robert Prevost 1995 als Teilnehmer einer Pachamama-Zeremonie

Bilder wie die nebenstehend gezeigten versetzen seit zwei Tagen Teile des traditionsorientierten amerikanischen Internets in helle Aufregung. Sie zeigen den damaligen Augustinerpater Robert Prevost als Teilnehmer einer Pachamama-Zeremonie im Jahr 1995. Die Echtheit der Bilder ist kaum zu bestreiten: sie stammen aus zeitgenössischen Veröffentlichungen aus dem Umkreis des Ordens, das Farbbild stammt aus einem Schmalfilm, der anscheinend seit Jahren unbemerkt auf einer obskuren peruanischen Website stand.

Daß es sich bei der hervorgehobenen Person tatsächlich um den 1995 in Peru tätigen Robert Prevost handelt, wurde inzwischen von mehrerern Augustinern, die ihn von damals kennen, bestätigt.

Offizielle und offiziöse Kreise nehmen die von dem Priester-Publizisten Fr. Charles Murr recherchierte und zuerst auf Lifesite-News veröffentlichte Angelegenheit vorerst nicht zur Kenntnis und warten auf eine Erklärung des Vatikans. Das tun wir auch - aber wir glauben nicht, daß man in dieser Sache mit Schweigen auf die Dauer bestehen kann.

Natürlich wissen wir, daß das Opfer Christi am Kreuz von Golgatha in der hl. Mes­se täglich „gegenwärtig gesetzt“ wird – und in der alle Tage einschließenden Gegenwart Gottes gibt es kein „Es war einmal vor 2000 Jahren“. In den Wochen der Vorbereitung auf das Gedächtnis der historischen Passion ist das Wissen um diese andauernde Gegenwart vielleicht noch lebendiger als sonst. Aber dennoch ist es zutiefst verwirrend und beunruhigend, wenn wir in diesen Tagen erleben, wie drastisch, wie bru­tal diese immer gegenwärtige Leidensgeschichte gerade heute noch Realität ist, wie ge­waltsam der mystisch Leib Christi, die Kirche, auch in unserer Zeit verspottet, mit Dor­nen geschunden und mit Gei­ßelhieben bis aufs Blut gepeinigt wird.

Zu reden ist von der Pachamama-Liturgie, die unter Leitung der peruanischen Augu­stiner 1995 im Rahmen einer „Ecoteologia“ (Lehre vom Öko-Gott?) veranstaltet wurde und an der Robert Prevost seinerzeit teilgenommen hat. Nicht als distanzierter Beo­bach­ter, sondern als Teilnehmer, wie einer Fülle von jetzt ans Licht gekommenen offiziellen Quellen der Augustiner und seit Jahrzehnten im Internet stehenden Video-Szenen zu entnehmen ist. Keine Deep-Fakes einer KI also, sondern reale Stolpersteine für eine Kirche, die aus dem Stolpern anscheinend überhaupt nicht mehr heraus kommt.

Wir halten uns mit einem unsereinem ohnehin nicht zustehenden „Urteil“ über Robert Prevost/Leo XIV. zurück – wir wissen nicht, welche Texte und Gesänge die Vorlagen dieses Gottes- (oder war es ein „Götter“-)Dienst bildeten und was die Augustiner in Peru (Heiliger Augustinus von Hippo, steh’ uns bei!) von jener Erd-Mutter-Gottheit „inkul­tu­riert“ haben, die von einigen als „Unsere Liebe Frau vom Amazonas“ verharm­lost und von anderen als Mitglied einer Götterfamilie perhorresziert wird, der heute noch Menschenopfer dargebracht werden. Die Kirche Christi hat schon manche Wildb­lume aus dem Heidentum "erlöst" und sich anverwandelt - aber ob eine Erd-Mutter-Gottheit aus den peruanischen Anden (den Amazonas besucht sie nur sehr selten) eine geeignete Kandidatin dafür darstellt, ist uns höchst zweifelhaft.

Wir sehen nur, daß dieser schon 1995 virulente synkretistische Unsinn von den Augu­stinern – deren Generaloberer Robert Prevost später 10 Jahre lang sein sollte – und auch von der Glaubenskongregation und anderen römischen Behörden völlig unkritisch hingenommen, wenn nicht gar inkulturationsbetrunken unterstütz wurde und immer noch wird. Daß man „in Rom von alledem nichts gewußt“ habe, soll uns keiner weis­machen wollen, und spätestens seit der Ernennung von Prevost zum Präfekten des Bischofsdikasteriums war das Wissen um die öko-pagano-theologischen Verirrungen Lateinamerikas im Zentrum des Machtapparats (denn dazu hatte Franziskus die Kurie umgebaut) angekommen. Auch im Konklave von 2025, in dem einige der bestinfor­mierten Männer der römischen Kirche beisammen saßen und wo die Seuche des Südamerika zersetzenden Synkretismus schwerlich unbekannt geblieben sein dürfte, spielte das Thema offenbar keine Rolle, als der Name Prevost auf den Stimmzetteln stand. Ist die Häresie des „wir wollen doch alle auf verschiedenen Wegen letztlich das Selbe“ schon so tief in die Kirchenführung, eingedrungen, daß sie stillschweigend als Selbstverständlichkeit akzeptiert wird? „Hier ist nichts zu sehen, gehen Sie weiter!“.

Aber es ist etwas zu sehen, und auch wenn das überaus häßlich ist, wollen wir nicht ein­fach weitergehen: Es bietet sich das Bild einer Kirche, die sich so verheerend von dem auf den vom II. vatikanischen Konzil entbundenen Ungeist von ihrer eignen Erlösungskraft, von ihrer Fähigkeit, den Widerspruch zwischen weltlich und göttlich, zwischen säkular und transzendent, aufzulösen, hat blenden lassen, daß sie Gefahr läuft, zu vergessen, was ihre Existenz begründet: Sie ist die Kirche Jesu Christi, des eingeborenen Sohnes des dreieinigen Gottes, der alleine die Wahrheit und das Leben ist – und der keine anderen Götter neben sich duldet, weil diese alle des Todes sind.

Und nun muß sie also erklären, wie es dazu kommen konnte, daß sie einen Mann zum Stellvertreter Christi auf Erden gewählt hat, der sich des Verdachtes erwehren muß, bei passender Gelegenheit das Knie vor anderen Gottheiten zu beugen – und das nicht als „Einzeltäter“, wie man das vielleicht noch bei der Feierstunde für Pachamama mit Fran­ziskus in den vatikanischen Gärten unterstellen konnte, sondern als systemischer Aus­druck einer Organisation, die gar nicht mehr weiß, was sie ist und wozu sie da ist. Eine schlimmere Schmach und Schande, kann man dem mystischen Leib Christi kaum antun.

Bis jetzt versuchen die Sachwalter des Apparates, die Krise, die durch das Bekannt­wer­den des überaus zweifelhaften Verhaltens von Robert Prevost und der Augustiner beim Pamama-Kult der Öko-Theologie entstanden ist auf bewährte Weise auszusitzen: Durch Beschweigen. Auf Dauer wird das kaum gelingen – aber wie sie – d.h. die Fadenzieher des Apparats da herauskommen wollen, ist selbst mit viel Phantasie kaum vorstellbar.

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