Gute Nachrichten aus der Tradition
24. Juni 2026
Während der Weihezeremonie in Lindenberg
Bei all den besorgniserregenden Entwicklungen und kirchenpolitischen Katatrophen, über die hier ständig zu berichten ist, wollen wir die wenigen guten Nachrichten nicht übersehen. Als erste hier zu nennen ist die von der Priesterweihe bei der Petrusbruderschaft am vergangenen Samstag in Lindenberg, bei der Bischof Marc Aillet von Bayonne 13 Diakonen des Seminars St. Petrus die Hände auflegen konnte. Bereits im Mai waren für den Nordamerikanischen Distrikt 12 Priester geweiht worden – die Summe von 25 Neupriestern macht den Jahrgang 2026 zum bisher stärksten Weihejahrgang der FSSP überhaupt. Um eine Relation herzustellen: Das sind ebenso viele Neupriester für die Bruderchaft (weltweit!) wie Priesterweihen für die 27 Diözesen in Deutschland im Jahr 2025.
Was die Freude über den starken Jahrgang durchaus trüben kann, ist der Umstand, daß auch in diesem Jahr wieder kein Deutscher unter den Geweihten war – der letzte war im Jahr 2023 zu begrüßen Auch bei den in Deutschland geweihten Diözesanpriestern handelt es sich zunehmend um Ausländer, die dann auch zum Teil wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Bei der Piusbruderschaft (in diesem Jahr erwartete Zahl der Neupriester etwa 20) sieht der deutsche Anteil ein wenig besser aus: Dort gab es 2025 einen aus Deutschland kommenden Neupriester, und auch in diesem Jahr ist für den 29. Juni ein Deutscher zur Weihe vorgesehen. Der ehedem so fruchtbare katholische Boden Deutschlands ist so gut wie ausgetrocknet.
Eine weitere erfreuliche Nachricht kommt aus den USA, von wo wir in der letzten Zeit fast nur Schlechtes zu berichten hatten: Die Diözese Arlington (Nord-Virginia) unter Bischof Michael Burbidge hat angekündigt, zum 1. Juli eine „Chaplancy“ für die Gläubigen des alten Ritus einzurichten, die von der Petrusbruderschaft betreut werden soll. Eine „Chaplancy“ ist keine Personalpfarrei, sondern eher die Filialkirche einer Pfarrei, in der aber sämtliche Gottesdienste im überlieferten Ritus gefeiert werden, einschließlich – und das ist angesichts der andernorts dagegen erlassenen Restriktionen besonders hervorzuheben – einschließlich der Spendung der Sakramente. Die Einrichtung der „Chaplancy“ bleibt ohne Einfluß auf die drei Pfarreien und fünf weiteren Kirchen in der Diözese, an denen der Gottesdienst in der überlieferten Form gefeiert wird. Dort läuft alles weiter wie bisher. Nur für den Hintergrund: Die Diözese hat 430 000 eingetragene Katholiken mit 70 Pfarreien und unterhält an die 50 Schulen (Quelle).
Die neue „Chaplancy“ der Petrusbruderschaft wird in der Kirche „Our Lady of Victory“ – der Kirche „Unserer Lieben Frau vom Siege“ – eingerichtet, also unter jenem Titel der allerheiligsten Gottesmutter, der an die von ihr erflehte und gewährte Hilfe in der Seeschlacht von Lepanto gegen die Invasionsflotte moslemischen Ottomanen im Jahre 1571 erinnert, und das führt dann noch zu einer Meldung aus den USA, die fast geeignet ist, die Freude über die oben stehenden guten Meldungen ganz zunichte zu machen.
„Our Lady of Victory“-hurches gibt es in den USA an mehreren Orten; eine davon steht im Machtbereich des obersten Konkursverwalters der Konzilskirche in den USA, Kardinal Cupich von Chicago. Diese Kirche wurde 2021 im Zuge von dessen sogenanntem „Erneuerungsprogramm“ geschlossen. Nun hat, ausgerechnet, eine mohammedanische Gemeinde von Chicago ein Auge auf die leerstehende Immobilie geworfen und will nach dem Erwerb darin, wie es heißt, eine moslemische Highschool einrichten. Eine Anfrage von LifesiteNews an die Diözesanverwaltung zum Stand der Dinge wurde mit einem lapidaren: „Wir geben vor dem Abschluß keine Auskunft über Immobilienverkäufe“ abgewimmelt.
Das ist von einem Immobilienhändler auch nicht anders zu erwarten
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