Summorum Pontificum.de

Glückwunsch und Segen des Papstes für die neugeweihten Bischöfe der Piusbruderschaft
Nach einer authentischen Vorlage für den Umgang mit „nicht in vollständiger Einheit stehenden“ Gemeinschaften.

07. Juli 2026

6 - Kirchenkrise

Der Briefkopf in seiner englischen Fassuung enthält neben dem Wappen des Hl. Stuhles die Aufschrift The Holy See - Leo XIV | Messages | Pontifical Messages | 2026

Symbolbild: Briefkopf des Heiligen Stuhles

„Gnade, Barmherzigkeit und Friede werden mit uns sein, von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe.“ (2. Joh 1,3)

Mit dieser Zusicherung der bleibenden Gegenwart Gottes sende ich Ihren Exzellenzen im Geiste des Gebets Grüße anlässlich Ihrer Weihe zu Bischöfen in der Nachfolge der Apostel.

Ich weiß, daß das Amt, zu dem Sie berufen wurden, eine schwere Verantwortung mit sich bringt – nicht nur für Ihre Bruderschaft, sondern für die gesamte Kirche. Zudem treten Sie dieses Amt in einer Zeit großer Herausforderungen an. Indem ich den Herrn bitte, Sie mit der Gabe der Weisheit zu stärken, bete ich darum, daß Sie sich in Ihrem Dienst vom Heiligen Geist leiten lassen und aus dem Beispiel Marias, der Mutter Gottes, Inspiration schöpfen mögen.

Vor zwei Jahrzehnten hat unser Vorgänger seligen Angedenkens – Papst Benedikt VI. – in seinem Erlaß „Summorum Pontificum“ „eine neue Epoche in der Entwicklung brüder­li­cher Beziehungen, gegründet auf christliche Nächstenliebe“ eingeleitet. Dieses neue Ka­pi­tel respektvoller Offenheit hat in den vergangenen Jahrzehnten reiche Frucht getragen und dauert bis heute an.

Wir sollten diese Gelegenheit nutzen, im Geiste dieses Neubeginns einen theologischen Dialog zu beginnen. Die Früchte dieser wertvollen Arbeit werden uns befähigen, ge­mein­sam wirksamer Zeugnis abzulegen. Dies ist angesichts der vielfältigen Herausforderun­gen, vor denen unsere Menschheitsfamilie heute steht, von besonderer Bedeutung. Ich bin daher dankbar, daß dieser wichtige Dialog nun beginnen kann.

Zugleich wissen wir auch, daß der ökumenische Weg nicht immer reibungslos verlaufen ist. Trotz vieler Fortschritte hat unsere unmittelbarer Vorgänger, Papst Franziskus, offen eingeräumt, daß „neue Umstände zu neuen Meinungsverschiedenheiten zwischen uns geführt haben“. Dennoch sind wir gemeinsam weitergegangen, denn Unterschiede „können uns nicht daran hindern, einander aufgrund unserer gemeinsamen Taufe als Brüder und Schwestern in Christus anzuerkennen“ (Gemeinsame Erklärung vom 5. Oktober 2016). Ich meinerseits bin fest davon überzeugt, daß wir den Dialog in Wahrheit und Liebe fortsetzen müssen; denn nur in Wahrheit und Liebe gelangen wir gemeinsam zur Erkenntnis der Gnade, der Barmherzigkeit und des Friedens Gottes (vgl. 2 Joh 1,3) und können so der Welt diese kostbaren Gaben anbieten.

Mehr noch: Die Einheit, die die Christen anstreben, ist niemals Selbstzweck, sondern auf die Verkündigung Christi ausgerichtet, damit – wie der Herr Jesus selbst gebetet hat – „die Welt glaubt“ (Joh 17,21). In seiner Ansprache vom 2. Mai 2024 an Ihre Gemein­schaft erklärte Papst Franziskus, es wäre „ein Skandal, wenn wir aufgrund unserer Spal­tungen unsere gemeinsame Berufung, Christus bekannt zu machen, nicht erfüllten“. Liebe Brüder, ich mache mir diese Worte gerne zu eigen, denn durch das Zeugnis einer versöhnten, geschwisterlichen und geeinten christlichen Gemeinschaft wird die Ver­kün­digung des Evangeliums am klarsten erklingen (vgl. Botschaft zum Weltmissionssonntag 2026, 2).

In diesem geschwisterlichen Geist erflehe ich für Sie den Segen des allmächtigen Gottes, während Sie Ihre verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Möge der Heilige Geist auf Sie herabkommen und Sie im Dienst des Herrn fruchtbar machen.

Gegeben im Vatikan am 2. Juli 2026

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Wenn Sie von diesem Glückwunsch nirgendwo etwas gelesen haben, liegt das daran, daß Papst Leo diesen Brief niemals geschrieben hat. Wir haben ihn aber nicht nach unseren Wünschen und Launen frei erfunden, sondern mit den von der Sache her gebotenen geringfügigen Anpassungen aus dem Glückwunschschreiben entnommen, das Papst Leo am 20. März dieses Jahres an die unwirksam und ungültig geweihte „Bischöfin“ Sarah Mullai der schismatischen anglikanischen „Kirche von England“ gerichtet hat.

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