„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ (Summorum Pontificum 2007)
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Pfingstvigil in der Reform
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- 18. Mai 2013
Das Pfingstfest (Pentekoste) steht schon vom Namen her in engster Verbindung zu Ostern, dessen feierlichen Abschluss es nach 50 Tagen bildet. Die frühe Liturgie brachte diese Verbindung insbesondere durch eine weitgehend parallele Gestaltung der Vigilfeiern zu den beiden Festen zum Ausdruck. Die Pfingstvigil war der zweite große Tauftermin nach der Osternacht. Dom Gueranger beschreibt das so:
Im christlichen Alterthum glich dieser Tag vielfach der Vigil vor Ostern. Am Abende begaben sich die Gläubigen in die Kirche, um an der feierlichen Ausspendung der Taufe Theil zu nehmen. In der folgenden Nacht wurde das Sakrament der Wiedergeburt den Catechumenen gespendet, welche durch Abwesenheit oder Krankheit verhindert waren, in der Nacht vor Ostern zu erscheinen. Auch diejenigen, die man damals noch nicht genügend erprobt oder vorbereitet erkannte - denn die Forderungen der Kirche waren damals strenger - schlossen sich denen an, die sich nach der neuen, der heiligen Quelkle entspringenden Geburt sehnten.Statt der zwölf Prophezeiungen, welche in der Osternacht gelesen wurden, während die Priester die auf die Taufe vorbereitenden Riten an den Catechumenen vollzogen, las man gewöhnlich nur sechs (nämlich die 3., 4., 11., 8., 6. und 7.), und will man daraus den Schluss ziehen, daß die Zahl der Täuflinge vor Pfingsten minder groß war als in der Nacht vor Ostern. Die Osterkerze (die traditionell an Christi Himmelfahrt gelöscht worden war) wurde während dieser Nacht wieder angezündet, um der neuen Schar, die sich der Kirche anschloss, die Ehrfurcht und Liebe zum Sohn Gottes einzuprägen, der Mensch geworden, um uns 'das Licht der Welt' zu sein.“
Die Streichung der Pfingstvigil aus dem Missale von 1962 war letztlich nur die Konsequenz des seit Jahrhunderten vollzogenen Abschieds von der Erwachsenentaufe und von festen Taufterminen. Offensichtlich konnte sich damals niemand vorstellen, daß nur 50 Jahre später das traditionelle Familiensystem weitgehend zusammengebrochen sein und die Taufe von Erwachsenen wieder eine bedeutende Rolle für das Leben der Kirche spielen würde. Allerdings empfand man bei der Erarbeitung des Novus Ordo doch das Bedürfnis, der Pfingstvigil auch im Rahmen des Missales wieder eine eigene Gestalt zu geben. Für das Missale von 1969/70 entstand ein Formular mit nunmehr vier und darüberhinaus als Alternativen angebotenen Lesungen aus dem alten Testament, die allerdings keinen Bezug mehr zur Ostervigil und zur Taufe hatten, sondern (in sehr lockerer Weise) das Wirken des Heiligen Geistes in der Geschichte des Volkes Israel ansprechen. Damit ergab sich eine veränderte Inhaltsbestimmung der Pfingstvigil, die sich nun vom Bezug auf Ostern löste und ganz der Vorbereitung des Pfingstgedankens zuwandte.
Gegen eine solche Anpassung der Liturgie an veränderte Zeitumstände kann man kaum prinzipielle Einwände erheben. Im konkreten Fall liegt allerdings eine ironische Pointe darin, daß eine andere „Anpassung der Liturgie an veränderte Zeitumstände“ die neu eingeführte Pfingstvigil gleich wieder obsolet gemacht hat: Die Einführung der Vorabendmesse für die Sonn- und Feiertage. Wer heute am frühen Samstagabend die Messe in einer deutschen Pfarrkirche besucht, trifft dort nicht eine Vigilfeier zum Abschluss der Osterzeit oder zur Vorbereitung von Pfingsten an, sondern springt sogleich in die Feier des Pfingstfestes. Der Sonntag ist damit abgehakt, und vom Pfingstmontag, theoretisch immer noch ein gebotener Feiertag, wollen wir sowieso nicht mehr reden.
Silbernes Priesterjubiläum in Sidney
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- 15. Mai 2013
Am vergangenen Freitag, dem 10. Mai, feierte P. Terence Mary Naughtin OFM Conv in der Marienkathedrale von Sydney sein silbenes Priesterjubiläum mit einem levitierten Hochamt in der überlieferten Liturgie. Pater Naughtin gehört zu den Priestern, die in der Diözese New South Wales die regelmäßige Feier der „alten Messe“ ermöglichen. Bemerkenswert daran sind sowohl die Ordenszugehörigkeit des Jubilars wie der Ort der Zelebration. Die Franziskanerkonventualen sind im Allgemeinen nicht gerade für ihre liturgische Sensibilität bekannt. Ihre Angehörigen zelebrieren in der Regel nach dem Novus Ordo so, wie es ihnen Ort und Umstände gerade angeraten erscheinen lassen - und das meinen wir nicht unbedingt als Kompliment.
Die Kathedrale des Erzbischofs von Sydney, George Cardinal Pell, bietet sich nicht ohne weiteres als Ort für die Feier eines solchen Tages an. Die vielleicht 250 Teilnehmer an der Messe müssen sich in dem riesigen Raum, der leicht die zehnfache Zahl von Gläubigen fasst, ein wenig verloren gefühlt haben. Wenn die Kathedrale dennoch für die Jubiläumsmesse ausgewählt wurde, ist das auch ein Zeichen der Hochschätzung, die der Kardinal dem Jubilar und desen priesterlichem Wirken entgegenbringt. P. Naughtin setzt sich seit Jahrzehnten für die religiöse Jugend- und Erwachsenenbildung ein und hat sich besonders einen Namen gemacht als Seelsorger für Personen, die sich in den Netzen okkulter Bewegungen, New-Age-Sekten und ähnlicher Zeitgeistverirrungen verfangen haben.
Die Website der Newman-Community Melbourne hat eine Bilderschau von der Messe am Freitag ins Netz gestellt, die mit 112 Bildern keine Informationswünsche offen lässt.
Fontgombault kommt an die Nordsee
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- 14. Mai 2013
Nun ja, nicht ganz, aber im Laufe dieses Jahres wird eine Abordnung von Mönchen aus Fontgombault das wegen Überalterung des Konvents vor der Schließung stehende Benediktinerkloster St. Paul in Wisques übernehmen - und das liegt gerade einmal 30 km westlich der belgischen Grenze und ebensoweit entfernt von der Nordsee bei Dünkirchen. Ein entsprechende Vereinbarung zwischen den Mönchen und Bischof Jean-Paul Jaeger von Arras wurde jetzt auf der Website der Diözese Arras veröffentlicht. Die Gemeinschaft von Fontgombault setzt damit ihren bewundernswerten Kurs von Wachstum und Erneuerung fort, der bis jetzt zur Errichtung von 3 Filialklöstern in Frankreich - Randol 1971, Triors 1984, Gaussan 1994 - sowie von Clear Creek (1999) in den USA geführt hat. Wisque selbst ist mit seinen unter 300 Einwohnern kein besonders bemerkenswerter Ort - sieht man einmal von dem Umstand ab, daß zeitweilig nahezu die Mehrheit der Einwohner Mönche von St. Paul bzw. Nonnen der ebenfalls dort angesiedelten Abtei Notre Dame gewesen sein dürften. Beide Klöster waren Ende des 19. Jahrhunderts von Solesmes aus gegründet worden.
Das Kloster St.Paul ist baugeschichtlich allerdings wesentlich älter: Sein Zentrum bildet eine klassische Burg aus dem 15. Jahrhundert, deren Vorbilder man eher an der Loire suchen müsste als in Flandern. Die Hauptgebäude der heutigen Klosteranlage wurden Ende der 20er Jahre von dem Architektenmönch Dom Bellot aus Solesmes entworfen - einer der bekanntesten Vertreter der traditionsorientierten Moderne in Frankreich, der in Nordfrankreich und Kanada zahlreiche Kirchen in Stahlbeton und Backstein errichtet hat. Die Website des Klosters bietet eine eindrucksvolle Bildersammlung zur Architektur des Baus.
Eine eigene Seite für die Stationskirchen
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- 12. Mai 2013
In der Fastenzeit dieses Jahres hatten wir für jeden Tag die entsprechende römische Stationskirche in einem Bild und einem kleinen Text zur Geschichte des Baus und der Stationsfeier kurz vorgestellt. Diese Seiten sind jetzt über eine eigene Kategorie unter Themen/Tradition und Kultur/Stationskirchen gesammelt erreichbar. Die einzelnen Artikel bzw. die Namen der Kirchen können sowohl nach dem zeitlichen Verlauf der Veröffentlichung - das entspricht denn auch dem Ablauf der Fastenzeit - sortiert als auch nach den Stichworten im Namen der jeweiligen Kirche durchsucht und aufgefunden werden.
Heiligsprechung der Märtyrer von Otranto
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- 11. Mai 2013
Bereits am 10. Februar dieses Jahres meldeten wir die für den 11. 2. geplante Heiligsprechung der Martyrer von Otranto, die nach der Eroberung der Stadt durch die Armeen des Sultans wegen ihrer Weigerung, zum Islam überzutreten, vor der Kathedrale abgeschlachtet worden waren. (Hier Näheres) Wegen der an diesem Tage unerwartet verkündeten Abdankung von Papst Benedikt XVI. kam diese Kanonisierungsfeier im Februar dann nicht mehr zustande. Sie wird morgen, auf den Tag genau drei Monate nach dem ursprünglich geplanten Termin, von Papst Franziskus nachgeholt.
Das Gedenken der Märtyrer von Otranto hat in den vergangenen Jahren und dann noch einmal beschleunigt in den vergangenen Monaten bestürzende Aktualität gewonnen. In fast allen islamisch beherrschten Ländern oder Regionen von Indonesien im Osten bis Mali und Senegal im Südwesten ist blutige Christenverfolgung Bestandteil des Alltags: Brandstiftung an Kirchen und Wohnhäusern, Geiselnahme und Ermordung von Nonnen und Priestern, Vergewaltigung, Frauen- und Kinderraub.
Eine Zukunft für Kloster Engelport
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- 08. Mai 2013
Im Frühjahr 2014 werden die Anbetungsschwestern des königlichen Herzens Jesu das Kloster Maria Engelport (in der Nähe von Koblenz, bei Fankel an der Mosel) übernehmen. Das im 13. Jh. für Zisterzienserinnen begründete weltabgeschiedene Kloster wurde seit seiner Neuerrichtung vor über 100 Jahren von den Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) betreut, die dort im 20. Jahrhundert unter anderen eine Ausbildungsstätte für Missionare unterhielten. Wegen zunehmender Überalterung kann die Gemeinschaft diesen Standort nicht länger aufrecht erhalten.
Die Anbetungsschwestern sind eine kontemplative Gemeinschaft, die praktisch den weiblichen Zweig des Instituts Christus König und Hoher Priester darstellt. Die ersten drei Schwestern wurden im Juni 2004 in Gricigliano am Hauptsitz des ICKX eingekleidet; inwischen gehören dem Orden bereits 25 Schwestern und mehrere Postulantinnen an. Das Chorgebet und die gesamte Liturgie der Gemeinschaft folgen den Büchern der überlieferten Liturgie in der Fassung des Jahres 1962. Das Leben der Schwestern ist neben dem Gebet auch dem Studium und der geistigen Vervollkommnung gewidmet. Außerdem haben sie zumindest in Italien auch Aufgaben im Bereich der Jugendarbeit übernommen. Inwieweit die künftigen Bewohnerinnen des Klosters Maria Engelport nach außen hin tätig sein werden, steht noch nicht fest.


