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Apostasie im Vormarsch!

Bild: Lothar Wolleh - CC BY-SA 3.0Der harte Kern der deutschen Glaubensverräter*innen mit und ohne Weihe nutzt den Synodalen Irrweg, um die Apostasie voranzutreiben und den endgültigen Bruch mit der Lehre der Kirche durchzusetzen. Ihre belgischen Gesinnungsgenoss*innen haben ein anderes Verfahren gewählt: Ohne, daß zuvor davon in der Öffentlichkeit viel zu vernehmen gewesen wäre, haben sie jetzt die Einführung von Segnungszeremonien für homosexuelle Paare angekündigt und die dafür vorgesehenen liturgischen Formulare vorgelegt. Damit verstoßen sie in einer grundsätzlichen Frage der katholischen Ehe- und Sexuallehre frontal und unversöhnbar gegen Lehre und Rechts der Kirche, wie die Glaubenskongregation erst im März 2021 ausdrücklich bekräftigt hat. Belgiens Bischöfe überholen damit ihre deutschen Amtsbrüder und -schwestern, die diesen Punkt in den Dokumenten des synodalen Irrwegs noch als „Vorschlag“ oder „Zielvorstellung“ getarnt haben, und gehen in den offenen Konflikt mit Rom.

Nicht, daß die Machthaber und Strippenzieher der deutschen Reformation 2.0 weit von diesem Konflikt entfernt wären. Kardinal Brandmüller hat dieser Tage noch einmal im Interview mit der amerikanischen LifeSite-News klar ausgesprochen, was Sache ist: Die von den Bischöfen auf dem synodalen Weg mit skandalösen Mehrheiten verabschiedeten Dokumente – auch das lediglich an einer Sperrminorität der letzten Aufrechten gescheiterte Grunlagenpapier 1 fand ja deutliche Mehrheiten – „kann man nur als Massenabfalll von Schrift und Tradition bezeichnen“. (Ganz und auf Deutsch auf kath.net). Die seit der Synodalsitzung bekannt gewordenen Wutausbrüche einzelner Bischöfe gegen ihre wenigen glaubenstreuen Amtsbrüder und das Dauerfeuer auf katholisch.de gegen alles, was auch nur entfernt der überlieferten und unaufgebbaren katholischen Lehre ähnelt, lassen keinen Zweifel mehr zu: Diese Bande fährt auf Bruch. Die Kirchensteuer (zur Not als Abfindung) und die Dome wollen sie behalten, den Papst – wenn er sich denn dreinfügt – als Frühstückspräsidenten vielleicht auch noch, aber für den Rest haben sie keine Verwendung. Das ist nur Ballast, weg damit.

Hier geht es weiterFür die wenigen Bischöfe, die gegen einige oder alle der mehr oder weniger eindeutig apostatischen Grundlagenpapiere gestimmt haben, stellen sich damit Fragen, deren Beantwortung nicht endlos hinausgezögert werden kann.

♦ Wie lange können sie es noch verantworten, weiter auf dem Synodalen Weg in die Spaltung präsent zu sein, wo sie bestenfalls als Zählkandidaten und scheindemokratisches Alibi instrumentalisiert werden?

♦ Wie lange können sie es noch verantworten, weiterhin einer Bischofskonferenz anzugehören, deren Mehrheit eben diese Spaltung betreibt?

♦ Wie lange können sie es noch verantworten, weiterhin auch nur den Anschein aufrecht zu erhalten, sie unterstützten mit katholisch.de ein Sturmgeschütz der antikirchlichen Propaganda, dessen Vorgehen man sehr wohl mit dem von Propagandapostillen der Nazis und der Bolschewiken vergleichen kann?

Natürlich kann man sich einreden, Kritik von Innen habe mehr Aussicht auf Erfolg als solche von Außen. Natürlich ist es immer schwer, eine Tür zuzuschlagen, durch die man vielleicht eines Tages wieder gehen muß. Natürlich fällt es nicht leicht, einen ersten Schritt in die Trennung zu tun – und damit der Gegenseite Munition für den Versuch zu geben, sich als die verfolgte Unschuld aufzuführen.

Aber genug ist genug. Kein Mensch in diesem Land, der katholisch sein und bleiben will, braucht katholisch.de. Im Gegenteil: Es fügt Schaden zu schlimm wie die Pest. Auch kein Bischof braucht diese Dreckschleuder, um dort gelegentlich großzügig ein paar Zeilen für die (oft genug entstellte oder schräg ‚geframte‘) Darlegung seiner Ansichten gewährt zu bekommen. Dafür gibt es von KNA-deutsch bis kath.net genug Alternativen. Und wer aus dem harten Kern prinzipiell nur diese Seite liest, ist ohnehin nicht mehr zu retten.

Die gleiche Überlegung gilt für die Teilnahme am synodalen Irrweg. Wo die Apostasie unverrückbar vorgegebenes Ziel ist und die Bolschewiki – so heißen die ,Mehrheitler’ auf Russisch – den Durchmarsch programmiert haben, ist durch zaghafte Gegenrede nichts zu gewinnen.

Bleibt noch die Frage der Bischofskonferenz. Eine Zeit lang kursierten Vermutungen, die „dissidentischen“ (also nicht zur Apostasie bereiten) Bischöfe würden sich den Zumutungen beugen, weil sie in der einen oder anderen Art erpressbar wären – durch tatsächliche „Jugendsünden“ oder auch durch Verleumdungsfeldzüge mit völlig aus der Luft gegriffenen Vorwürfen wie die, denen sich Kardinal Woeliki unentweg ausgesetzt sieht.

Nachdem man davon ausgehen kann, daß die Schmierenjournalisten der Kirche 2.0-Kampagne seit Jahren nach Belastungsmaterial gesucht und nichts rechtes gefunden haben, und nachdem der Kölner Kardinal demonstriert hat, was ein Bischof alles aushalten kann (solange ihm Rom nicht in den Rücken fällt), sollte solchen Vermutungen die Grundlage entzogen sein.

Und dennoch bleibt die Frage der Bischofskonferenz ein schwieriger Punkt. Die Bischofskonferenzen haben sich für die Progressiven als unentbehrlicher Transmissionsriemen zur Durchsetzung ihrer Ziele und zur Marginalisierung glaubenstreuer Minderheiten erwiesen. Und obwohl DAS KONZIL die Rolle der Bischöfe als Nachfolger der Apostel und brüderliche Mitarbeiter (und nicht Untergebene) des Bischofs von Rom stärken wollte, ist in den folgenden Jahren eine Entwicklung eingetreten, die den Bischofskonferenz immer mehr Funktionen und Rechte zuweist – auf Kosten der Ortsbischöfe, und zur Erleichterung des „administrativen Zugriffs der Konzernzentrale“ auf die immer stärker zu „Regionalrepräsentanten“ herabgestuften Bischöfe. Gut denkbar, daß „Rom“ dem glaubenstreuen Rest der deutschen Bischöfe signalisiert hat, daß sie im Falle eines Auszugs aus der Konferenz nicht nur mit keiner Unterstützung der Zentrale rechnen können, sondern erwarten müssen, durch „dialogbereitere“ Nachfolger ersetzt zu werden. In Deutschland, aber auch in Belgien oder anderen von Modernismus und Apostasie bedrohten Regionen.

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Links:

Eine heftige Erklärung von Erzbischof Vigano bringt The Remnant

Einen Beschwichtigungsversuch der belgischen Bischöfe verbreitet nicht-genannt-soll-es-sein.de

Die Position der deutschen Reformkatholiken ist dort nachzulesen unter de Überschrift „Flanderns Bischöfe gehen richtigen Weg – aber nur ersten Schritt

Ein sog. Liturgiewissenschaftler versucht eben dort, den sakramentalen und liturgischen Charakter der flämischen Nicht-Liturgie zu erklären.

Auch Kardinal Willem Eijk, Erzbischof des niederländischen Utrecht, hat sich mit klaren Worten gegen das Vorhaben seiner belgischen Amtskollegen ausgesprochen.

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