Tauwetter für die „eingefrorene“ überlieferte Liturgie?
30. September 2025
Zum Hochfest des hl. Erzengels Michael am vergangenen Donnerstag konnte am Michaelsaltar der Peterskirche in Rom ein levitiertes Hochamt im überlieferten Ritus der lateinischen Kirche zelebriert werden. Die Feier war vorher öffentlich nicht in größerem Umfang angekündigt; die Zahl der teilnehmenden Gläubigen war ausweislich des hier gezeigten Photos denn auch eher bescheiden. Bisher sind keine Einzelheiten darüber bekannt geworden, wer die Zelebranten der Messe waren und welche Vereinbarungen mit dem „Hausherrn“ der Kirche (derzeit Erzpriester Kardinal Gambetti) die Feier ermöglichte.
Der hl. Erzengel Michael - Streiter für die Wahrheit des Herrn und besonderer Mittler zwischen den Sphären von Himmel und Erde
29. September 2025
Der Erzengel Michael, dessen Fest die Kirche nach dem alten Kalender heute feiert, gehört zu den Gestalten aus der biblischen Überlieferung des Alten und des Neuen Testaments, die den Glauben des frommen Volkes stets in besonderer Weise geprägt haben. In aktuellen weitgehend entchristlichten „Spiritualitäten“ sind die Engel vielfach zu niedlichen Figürchen aus umweltfreundlichen Materialien herabgesunken oder präsentieen sich in bonbonfarbigen Postkartenbildern.
Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein, die der Katechismus in die Worte fasst: „Die Engel sind da seit Erschaffung der Welt; sie künden von ferne oder nahe das Heil an und dienen dem göttlichen Plan, es zu verwirklichen“.
Was von der 39. Woche übrig blieb
27. September 2025
Das vielleicht folgenreichste Ereignis der heute zu Ende gehenden Woche war die gestern bekannt gegebene Ernennung des Kirchenrechtlers Erzbischof Iannone zum neuen Präfekten des Bischofsdikasteriums. Das ist Papst Leos erste Neubesetzung an der Spitze eines klassischen „Kirchenministeriums“. Iannone, der bisher dem Dikasterium für die Rechtstexte vorstand, von Franziskus jedoch nicht zum Kardinal ernannt worden war, genießt einen guten Ruf als besonnener und sorgfältiger Arbeiter, der – ohne als ausgewiesener Konservativer zu gelten – mit Neuerungen vorsichtig umgeht und sich eher an Bewährtes hält.
Weitere Meldungen betreffen Bischofsernennungen, die Aufregung um die von Kardinal Cupich geplante Ehrung eines Abreibungpropagandisten „für sein Lebenswerk“ und Mutmaßungen über möglicherweise bevorstehende Neuregelungen für die überlieferte Liturgie.
Gefährdet wirklich die überlieferte Liturgie die Einheit der Kirche?
26. September 2025
Seit dem Erlaß von Traditionis Custodes und dem dazu gehörenden Begleitbrief an die Bischöfe gilt die Zelebration der hl. Messe im Ritus der hl. Päpste Damasus und Gregor offiziell als Gefahr für die Einheit der Geschichte. Seitdem brauchen Bischöfe, die die überlieferte Liturgie in ihren Diözesen behindern wollen, ihre entsprechenden Verfügungen nicht mehr zu begründen. Ein „um der Einheit willen“ reicht völlig aus. Doch diese Behauptung ist unwahr – und das nicht nur deshalb, weil der von Franziskus behauptete „Mißbrauch“ der überlieferten Liturgie zur „Vergrößerung der Abstände und Verhärtung der Unterschiede“ in der Praxis so gut wie nirgendwo vorkommt.
Ohne Korrektur dieser Unwahrheit wird es für die Kirche keine Genesung geben
Kardinal Müller über moderne Götzenbilder —
II. Teil des Interviews von Diane Montagna
24. September 2025
Der zweite Teil des Interviews von Diane Montagna mit Kardinal Müller behandelt Fragen um das „Welttreffen zur menschlichen Brüderlichkeit“, das im September mit Veranstaltungen in Rom und Castel Gandolfo stattfand. Die Veranstaltungsserie – bei der von außen nicht klar erkennbar war, welche Teile direkt vom Vatikan und welche von Auftragnehmern wie Disney gestaltet wurden – orientierte sich generell an den Leitlinien von Franziskus Enzyklika „Fratelli Tutti“ – die ihrerseits ganz wesentlich auf dem Dokument über die „Brüderlichkeit aller Menschen“ von Abu Dhabi 2019 beruht.
Wir übernehmen und übersetzen (mit Google-Translates Hilfe) aus dem Interview den ersten Abschnitt, bei dem es um die Drohnen-Projektion eines gewaltigen Franziskus-Porträts über dem Petersdom geht.
Mehr vom Kampf us-amerikanischer Bischöfe gegen die Tradition
23. September 2025
Bischof Daniel Garcia, gerade noch Bischof der Diözese Monterey, aber am 18. September (also letzten Donnerstag) als Ordinarius der texanischen Hauptstadt Austin eingeführt, hat die letzten Tage seiner Amtszeit in Monterey genutzt, um die bisher in einer einzigen Pfarrkirche des Bistums gefeierte überlieferte Messe „abzuschaffen“. Mit Schreiben vom 14. September – also schon auf gepackten Koffern sitzend – ließ der Bischof der „Community in Attendance of the Latin Mass in Hollister“ den feierlich gesiegelten und unterschriebenen Erlass zukommen, daß die „vorkonziliare Messe“ dort ab dem 13. Oktober nicht mehr zelebriert werden dürfe.
Was von der 38. Woche übrig blieb
22. September 2025
Die links im Bild gezeigte Simulation einer Trauung für ein gleichgeschlechtliches Paar in Bergamo ist nur einer der vielen Punkte aus der vergangenen Woche, die wir hier unkommentiert stehen lassen mußten. Weitere waren diverse Erwartungen, Mißverständnisse und Zweideutigkeit um Papst Leo, ein Islamisten-Überfall auf ein christliches Dorf in Afrika mit über 100 Toten und das unaufhörliche Bemühen kaum noch dem Namen nach katholischer Irrlichter wie Andrea Grillo und Andreas Püttmann, sich mit möglichst dämlichen Beiträgen um öffentliche Aufmerksamkeit zu bemühen.
Kardinal Müller über Wokeismus, Deutschland und den Islam
20. September 2025
Diane Montagne hat in dieser Woche ein ausführliches Interview mit Kardinal Müller geführt, das sie auf ihrem Substack in zwei Folgen veröffentlicht. Ausgangspunkt des Gesprächs waren die in der Folge der Ermordung Charlie Kirks sichtbar gewordenen Verwerfungen der politischen Kultur in Nordamerika und Westeuropa, andere Themen waren das mit einer Demonstration im Petersdom gefeierte „Jubiläum“ sowie die Situation der Kirche in Deutschland.
Wir haben den darauf bezüglichen Teil des Interviews ohne weitere Kürzungen übrsetzt.
Papst Leo äußert sich im Interview zu liturgischen Fragen
19. September 2025
Die amerikanische Journalistin Elise Ann Allen (Crux), die derzeit im Rahmen der Vorbereitung einer Prevost-Biographie mehrere Gespräche mit Papst Leo führt, hat den Papst in diesem Zusammenhang auch auf die überlieferte Liturgie angesprochen.
Wir haben Frage und Antwort zu diesem Punkt nach der englischen Wiedergabe von Teilen des Gesprächs auf Crux übersetzt. Der dort gebotene Text stellt offensichtlich noch eine redigierbedürftige Rohfassung dar, so daß wir hier vorläufig auf eine eigene Kommentierung verzichten.
Sommer-Augaben von UNA-Voce-Korrespondenz und „Dominus Vobiscum“
18. September 2025
Gegen Ende der Sommerpause trafen hier ziemlich gleichzeitig Nr. 30 von „Dominus Vobiscum“ und Heft 2/2025 der Una-Voce-Korrespondenz ein. Wir stellen beide Hefte kurz vor und nennen Bezugsquellen.
Die UNA-Voce-Korrespondenz bringt in 48 Texten eine umfangreiche Dokumentation der frühen Publikationen zu dieser von den meisten Beobachtern nicht erwartete Wahl. Die Ausgabe von „Dominus Vobiscum“ präsentiert eine umfangreiche Dokumentation der Abläufe um das verhängnisvolle Motu Proprio Traditionis Custodes von Papst Franziskus und eine ausführliche Darstellung von Michel Fiedrowicz zu Verlauf und Bedeutung des Konzils von Nizäa.
Quatembertage im Herbst
17 September 2025
Mittwoch, Freitag und Samstag der Woche nach dem Fest Kreuzerhöhung sind im überlieferten Missale die Quatembertage des Herbstes, deren Liturgien teilweise weit ins „vortridentinische“ Mittelalter zurückreichen. Da wir das Thema bereits in vergangenen Jahren ausführlich behandelt haben, verweisen wir gerne auf zwei unserer Beiträge aus dem vergangenen Jahr:
Außerdem auf eine Artikelreihe von Fr. John Hunwicke, die wir bereits 2023 zusammengestellt und übersetzt hatten.
In diesem Jahr können wir die Linksammlung um einen aktuellen Artikel von Gregory Dipippo erweitern, der Wissenswertes über die englische Bezeichnung dieser Tage als „Ember Days“ zu sagen hat sowie einen Quatember-Hymnus aus der Tradition von Sarum mitteilt und kommentiert.
Vatikanum II: Der ausgerufene Frühling
hat nicht stattgefunden
16. September 2025
Es hilft nichts: Wir müssen über das II. Vatikanische Konzil sprechen, immer und immer wieder. Es ist nicht die Wurzel all der Übel, die die Kirche heute zugrunde zu richten drohen – aber es markiert den Punkt in der Geschichte, an dem eine Kirche, die mit der modernen Zeit nicht mehr zurecht kam, ihren erst wenige Jahre zuvor bekräftigten Anspruch relativierte, „Mater et Magistra“ der Welt zu sein und sich statt dessen auf den Weg machte, deren willige Schülerin zu werden. Gelernt hat sie dabei wenig, gebracht hat es ihr noch weniger, den erhofften „neuen Frühling“ am wenigsten.
Wir bringen dazu einen Artikel aus dem Blog von Weihbischof Marian Eleganti.
Zum Artikel von Bischof Eleganti
Zur 37. Woche III – Römisches
15. September 2025
Machen wir uns nichts vor: Die meisten Nachrichten aus Rom, die derzeit an die Öffentlichkeit dringen, sind ärgerlich – und viele davon sind noch schlechter. Von außen ist schwer zu erkennen, ob die alte Mannschaft von Franziskus im Panikmodus ist und noch schnell versucht, einige ihrer katastrophalen „Errungenschaften“ unumkehrbar zu machen – oder ob sie bereits sicher sind, daß alles weitergeht, wie bisher, und sie nun ihre alten Ziele mit neuer Kraft weiterverfolgen können.
Eine beunruhigende und hoffentlich grundlose Vorstellung.
Zur 37. Woche II - Liturgisches
14. September 2025
Es ist nun auch schon fast 25 Jahre her, daß Martins Mosebachs „Häresie der Formlosigkeit“ über die brutale Einführung der Liturgiereform in der Kirche erschienen ist. Mosebach erkannte darin einen als „Reform“ getarnten Umsturz, der in Wirklichkeit nichts anderes war als ein Bestandteil der großen Kulturrevolution, die ab Mitte der 60er Jahre Rom, Paris, Berkeley und Berlin erschütterte. Nicht zu vergessen den unmittelbaren Auslöser oder Zündfunken in Peking, die „Große Proletarische Kulturrevolution“ Mao Tse-Tungs, die das Motto „Nieder mit dem schlechten Alten, freie Bahn dem Neuen“ zum nicht mehr hinterfragbaren Glaubensbekenntnis jedes „neuen Frühlings“ machte.
Zur 37. Woche I - Charlie Kirk
13. September 2025
Hierzulande (unsereins eingeschlossen), ist der Name „Charlie Kirk“ bis zum Tag seiner Ermordung durch einen linksradikalen Attentäter am 10. September weitgehend unbekannt gewesen. In den USA war das anders – dort galt Kirk (32) als die wirkungsvollste Stimme der jungen Generation bzw. deren immer stärker werdenden Teils, der sich von der linksgrünen Staatsideologie der vergreisenden Wokisten nicht mehr länger täuschen lassen will. Das hört sich zunächst weitaus politischer an, als es „Summorum-Pontificum“ gut tun könnte - ist es aber nur begrenzt. Weit über den politischen Bereich hat das Thema enorme Bedeutung für alle konservativen Kräfte, auch in der Kirche.
Bischof Schneider zu einer „Rück-Reform“ des Novus Ordo
10. September 2025
Das Gespräch mit Bischof Schneide (hier zum Video), über das wir am 6. 9. berichte haben, behandelt im wesentlichen drei Themenbereiche:
Zuerst die Frage der Liturgie, des Ritus des Heiligen Messopfers, der durch die gescheiterte Reform von
Bugninis Consilium an den Rand der Zerstörung gebracht worden ist.
Zum zweiten eine scharfe Kritik an
den von Papst Franziskus eingesetzten und von Papst Leo bislang fast ausnahmslos übernommenen Inhabern von
Spitzenpositionen in der Kurie.
>Zum Dritten eine ebenso scharfe Kritik an der
glaubensfeindlichen Haltung der Mehrheitsfraktion der deutschen Bischöfe.
Der Zölibat: unverzichtbar und unaufhebbar
08. September 2025
Wo der katholische Glaube schwindet, da schwindet zuallererst immer auch die Akzeptanz der Priester und des Zölibats; wer sich von Christus entfernt, der entfernt sich ganz zwangsläufig auch vom Verständnis der Lebensweise, die ER uns vorgelebt hat. Die „Ehelosigkeit um des Himmelreichs willen“ (Mt 19,12) erscheint dann nur nur noch als überkommenes Beiwerk, nicht mehr als ein Kernmotiv des Evangeliums und der Verkündigung der Apostel (1. Kor 7,7). Als bloßes „Gesetz“ sei der Zölibat demnach längst Makulatur; zwar sei er dem Priestertum „angemessen“, aber im Grunde ein museales Relikt. Stattdessen sollen verheiratete Priester her.
Die Kardinäle Sarah und Stickler sagen, was dazuzu sagen ist.
Bischof A. Schneider verlangt und begründet die Rehabilitierung der überlieferten Liturgie und umfassende Personalveränderungen in Rom.
06. September 2025
In einem 45-minütigen Interview mit Gloria-TV übt Bischof Schneider scharfe Kritik an der anhaltenden und sogar verschärften Anwendung der widerrechtlichen Vorschriften von Papst Franziskus zum praktischen Verbot der überlieferten Liturgie und fordert umfassende Personalreformen an der Kurie, damit die von Papst Leo signalisierte Rückbindung der Kirche an ihre zweitausendjährige bindende Tradition auch in der Realität umgesetzt werden kann.
Die Revolution und ihre Hausmeister
05. September 2025
Von Darrick Tayler
Im Crisis-Magazine zeichnet der Historiker Darrick Taylor ein deprimierendes Bild von den heutigen Konkursverwaltern der gestrigen Kirchenrevolutionäre, die heute Bischofsstühle besetzen und statt des versprochenen „Neuen Frühlings“ eine bürokratische Eiszeit hervorgebracht haben. Und zieht ein vernichtendes Fazit: „Hier geht es nicht um eine gepflegte Debatte unter Gentlemen, die durch Gesten der Demut und der Nächstenliebe zu einem Ergebnis gebracht werden kann. Die Kirche ist gespalten zwischen Leuten, die längst aufgehört haben irgendetwas zu glauben, das katholisch wäre, und jenen, die immer noch daran festhalten“.
Sie werden Newman für ihre Irrlehren einspannen
04. September 2025
T.S. Flanders
Die Ankündigung der Erhebung des hl. John Henry Newman zum Kirchenlehrer hat in der Kirche ein starkes Echo ausgelöst: Zu Recht. Kaum einer der großen Lehrer, die den orthodoxen Glauben der Kirche verteidigten, steht uns Heutigen näher als der englische Konvertit. Unter Mißdeutung dieser Nähe wird er freilich auch gerne von Leuten in Anspruch genommen, die den rechten Glauben bekämpfen.
Timothy Flanders hat in seinem hier übersetzten Artikel eher skizzenhaft eines der Hauptinstrumente dieser Verfälschungen angesprochen.
Darum bleibt die Reformliturgie unfruchtbar –
Interview von R. Arroyo mit Kardinal Burke
03. September 2025
Im Gespräch mit dem TV-Journalisten Raimond Arroyo hat Kardinal Burke im August eine der verständlichsten Darstellungen des Wertes und der Tiefe der liturgischen Tradition entwickelt, die auf begrenztem Raum (Video 24 Minuten, unsere Übersetzung 7 Seiten) zu haben sind. (Link)
In seiner Gesprächsform ist der Text nicht leicht zu übersetzen, in einigen Passagen mußten wir auf den Versuch einer Inhaltsangabe zurückfallen. Sollten sich dabei Mißverständnisse eingestellt haben, gehen die jedenfalls nicht zu Lasten des Kardinals.
Ist Leo XIV. Papst einer Übergangsphase?
02. September 2025
Von Abbé Claude Barth
Abbé Claude Barthe ist seit vielen Jahren „Feldkaplan“ der Traditionswallfahrt Paris-Chartres und begleite als Publizist die Tradition mit weitsichtigen Analysen. Seine hier übersetzte Einschätzung der Aussichten des neuen Pontifikats, zuerst erschienen bei Res Novae, enthält eine scharfsinnige Darstellung der Einflüsse und Ansichten, die den neuen Papst geformt und ins Amt gebracht haben, und der Kraftfelder, die ihn heute umgeben.
Dabei entwickelt der Autor Gedanken, die alle Verteidiger der Tradition in ihre Überlegungen darüber einbeziehen sollten, was von Papst Leo zu erwarten oder nicht zu erwarten ist und welche Auswirkungen das auf ihr Vorgehen in der kommenden Zeit haben kann..
Zum Ende der Ferienzeit in Castell Gandolfo und anderswo
01. September 2025
Wie versprochen, können wir uns pünktlich zum Beginn des Septembers wieder aus der Sommerpause zurückmelden. In Deutschland sind in den meisten Bundesländern unsere Leser wieder mit frischen Kräften aus den Ferien zurück, und in Rom nimmt die Kurie nach dem oft unerträglich heißen August wieder ihre Alltagsarbeit auf. Wirklich viel Amtliches hat sich dort in den vergangenen Wochen nicht getan – das meiste war die Abwicklung von Programmpunkten, Terminen und leider auch Bischofsernennungen, die wohl großenteils noch unter dem vorhergehenden Pontifikat eingeleitet und beschlossen worden waren. „Harte“ Informationen darüber, wie Leo das unter Franziskus heftig ins Schlingern gerate Schiff Petri wieder in ruhigere Gewässer steuern will, waren nicht darunter.
Umso heftiger war die Flut der Vermutungen, Gerüchte und Fake-News, die unter Berufung auf „römische Quellen“ in den letzten Wochen die Nachrichtenkanäle des Internets und anderer Medien überschwemmte. Wir versuchen einen Überblick.