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Zisterzienser kehren zum alten Ritus zurück

Lufdtbild der KlosteranlageMit einer zwar nicht ganz aktuellen, aber jedenfalls sehr erfreulichen und bisher hierzulande wenig bekannt gewordenen Nachricht können wir die Umzugspause von Summorum-pontificum.de beenden: Die Zisterzienser von Vyssi Brod / Hohenfurt sind zum alten Ritus zurückgekehrt. Seit etwa einem Jahr feiern sie die Litugien des Konvents nach den überlieferten Büchern, während sie für die Öffentlichkeit zusätzlich auch Sonntagsmessen nach dem Novus Ordo zelebrieren.

Das Foto von der großartigen Klosteranlage täuscht freilich über die wenig komfortable Situation des 1259 gegründeten Klosters hinweg: Nach den Wechselfällen der deutsch-böhmischen Geschichte im vergangenen Jahrhundert und einer zweimaligen Auflösung (1941 durch die Nationalsozialisten, 1950 durch die Kommunisten) war die Abtei zum Ende der kommunistischen Herrschaft praktisch ausgestorben. Seit 1990 bemühen sich zunächst zwei und derzeit sieben Mönche um die Erneuerung des klösterlichen Lebens. In der Rückwendung zum überlieferten Ritus und der alten Ordnung des Klosterlebens, bei der sie übrigens auch aus Deutschland von Mariawald her unterstützt werden, erblicken sie eine starke Hoffnung für das Gelingen dieses Vorhabens.

Weitere Informationen zu Vissy Brod / Hohenfurt finden Sie auf katholisches.info und aurf der Website des Klosters, die auch einen deutschsprachigen Teil enthält.

Mehr Primizen im alten Ritus

Zwei Neupriester der spanischen Fraternidad de Christo Sacerdote y Santa Maria Reina konnten in den vergangenen Wochen ihre Primiz feiern. P. Carlos Maria am 12. August in Toledo und P. Jose Manuel Maria bereits am 5. August in Moaña. die Bruderschaft orientiert sich entschieden an der Tradition der Kirche und feiert die Liturgie ausschließlich in der überlieferten Form. Zur Gemeinschaft gehört auch eine Gemeinschaft von Schwestern, die als Institut diözesanen Rechts in Santiago errichtet ist.

Zwei umfangreiche Bilderschauen von den Feierlichkeiten präsentiert das Blog der Bruderschaft Santa Maria Reina. Weitere Informationen über die Gemeinschaft finden Leser, die des Spanischen mächtig sind, auf dem Portal der Bruderschaft.

Alte Messe in Rostov am Don

Blick in den AltarraumAus Russland kommt die bemerkenswerte Nachricht, daß nun auch in Rostov an der Mündung des Don eine regelmäßige hl. Messe in der überlieferten Form der lateinischen Liturgie stattfinden wird. Damit ist das „Tor zum Kaukasus“ nach Moskau und St. Petersburg die dritte russische Stadt mit alter Liturgie. Die erste Messe in Rostov wurde, wie Una Voce Russland mitgeteilt hat, am 22. Juli von P. Wladislaw Kloc, einem seit langem in Russland tätigen Salesianer, zelebriert.

In Rostov, das als alte Handelsstadt über traditionelle Verbindungen nach Westeuropa ebenso wie nach Zentralasien verfügt, gab es bereits früher eine katholische Gemeinde, die in den letzten Jahren der Stalinherrschaft „liquidiert“ wurde; ihre Kirche wurde 1952 gesprengt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion entstand eine neue Gemeinde mit eigener Kirche, die bis jetzt von reisenden Priestern versorgt wird.

Liturgie auf dem Eucharistischen Kongress

Bei der InzensierungAm Sonntag endete in Dublin der 50. Eucharistische Weltkongress mit einem feierlichen Abschlussgottesdienst, zelebriert von Dublins Erzbischof Diarmuid Martin. Während des Kongresses war die St. Kevins Church in Dublin das Zentrum für die Gläubigen, die sich der überlieferten Liturgie verpflichtet sehen. Am Donnerstag zelebrierte dort Dom Mark Kirby, Prior des Benediktiner-Priorats von Silverstream, ein levitiertes Hochamt. Am Sonntag feierte Erzbischof Terrence Prendergast von Ottawa, Kanada, ein Pontifikalamt „vom Faltstuhl“. Von diesem Amt hat New Liturgical Movement eine eindrucksvolle Bilderserie veröffentlicht.

In einer als Video veröffentlichten Grußbotschaft zum eucharistischen Kongress und einer bereits zuvor an Fronleichnam gehaltenen Predigt ging Papst Benedikt ausführlich auf Fragen der Eucharistischen Frömmigkeit und der Liturgie ein. Wir präsentieren Auszüge.

Weiterlesen: Liturgie und Eucharistie

Firmung im überlieferten Ritus - auch in Rom

Bischof Sciacca im MessornatAm gestrigen Dreifaltigkeitssonntag hat Bischof Giuseppe Sciacca in der römischen Pfarrkirche der Petrusbruderschaft Santissima Trinità dei Pellegrini ein Pontifikalamt „vom Faltstuhl“ zelebriert und jungen Leuten aus der Gemeinde das Sakrament der Firmung gespendet. Am Nachmittag endeten die Feierlichkeiten mit einer Pontifikalvesper.

Kurienbischof Sciacca, geb. 1955, Titularbischof von Vittoriana, ist „Segretario Generale“ des Governatorate, der Verwaltung des Vatikanstaates, und gilt als einer der vielen jüngeren Mitarbeiter im Beamtenapparat des Vatikans, auf die sich Papst Benedikt voll verlassen kann.

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