„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ (Summorum Pontificum 2007)
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So sieht katholisch aus
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- 02. April 2013
Screenshot aus der „Heute“-Sendung vom 31. März
Eine Ahnung davon scheint man sogar beim ZDF zu haben, wo man die Nachrichtsendung des Ostersonntags ausgerechnet mit einem Bild aus der Berliner Kirche St. Afra einleitete - einer der ganz wenigen Kirchen Deutschlands, in der ausschließlich die überlieferte Liturgie gefeiert wird und die in voller Einheit mit Rom steht. Der Altarraum durch eine Kommunionbank als heiliger Bezirk hervorgehoben, Zelebration zum liturgischen Osten gewandt - so sieht katholisch nun mal aus. Aber vielleicht wollten die Mainzer in diesem Jahr nur wegen der neuen Bescheidenheit keinen prachtvollen Dom zeigen, sondern etwas Schlichteres, und auch da hätten sie es perfekt getroffen: St. Afra ist sicher eine der ärmsten Kirchen in Deutschland; das dort beheimatete Institut St. Philipp Neri bekommt keinerlei Unterstützung aus der Bistumskasse oder aus Kirchensteuermitteln und lebt alleine von den Spenden seiner Gemeinde, und die allerdings wendet für eine würdige Liturgie auf, was nur in ihren Kräften steht.
Mehr als eine Ahnung hatte der Bildredakteur beim ZDF freilich nicht: Das Bild ist, wie das rote Messgewand und die gewöhnliche Sonntagsliturgie zeigen, jedenfalls nicht von Ostern, und eine große Osterbotschaft gibt es beim ISPN auch nicht, sieht man einmal von dem kurzen Ostergruß des Propstes auf der Website des Instituts ab.
Eine Botschaft ganz besonderer Art findet man dann in den beiden Bilderserien, die das Institut aus seinen Liturgien und aus seinem Leben in der heiligen Osterzeit ins Internet gestellt hat: Die Bilder aus der Karwoche zeigen die Palmweihe und die Palmprozession, die zweieinhalbstündigen Tenebrae-Metten der letzten Kar-Tage sowie die Gottesdienste vom Gründonnerstag und Karfreitag. Die Bilder von Ostern beginnen mit der Weihe des Osterfeuers und der Osterkerze und zeigen dann Eindrücke von den Hochämtern in der Osternacht und am Ostermontag. Und dazu vom nächtlichen Osterfrühstück am Ostermorgen und dem „Familientag“ am Ostermontag - samt den Ansätzen einiger Kinder aus der Gemeinde zu einer österlichen Schneeballschlacht.
So sieht katholisch nun mal aus.
Victimae paschali laudes
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- 31. März 2013
Lobgesang dem Osteropfer
Bringe dar, Volk der Christen.
Das Lamm erkauft’ die Schafe;
Christus, ganz ohne Fehler
Trug die Sünderseelen
Heim zum Vater.
Tod und Leben, wie seltsam
Rangen beide im Wettkampf:
Des Lebens Herzog, ermordet,
Herrscht, lebendig geworden.
Hier zum vollständigen Hymnus des Wipo v. Burgund im lateinischen Original und der deutschen Übersetzung
Zum Triduum: Der leidende Gottesknecht
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- 28. März 2013
Jesajas 53, 2 - 12 (Einheitsübersetzung):
2) Er hatte keine schöne und edle Gestalt, / sodass wir ihn anschauen mochten. Er sah nicht so aus, / dass wir Gefallen fanden an ihm.
3) Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, /ein Mann voller Schmerzen, / mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, / war er verachtet; wir schätzten ihn nicht.
4) Aber er hat unsere Krankheit getragen / und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, / von ihm getroffen und gebeugt.
5) Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, / wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, / durch seine Wunden sind wir geheilt.
6) Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, / jeder ging für sich seinen Weg. Doch der Herr lud auf ihn / die Schuld von uns allen.
7) Er wurde misshandelt und niedergedrückt, / aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, / und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, / so tat auch er seinen Mund nicht auf.
8) Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft, / doch wen kümmerte sein Geschick? Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten / und wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen.
9) Bei den Ruchlosen gab man ihm sein Grab, / bei den Verbrechern seine Ruhestätte, obwohl er kein Unrecht getan hat / und kein trügerisches Wort in seinem Mund war.
10) Doch der Herr fand Gefallen an seinem zerschlagenen (Knecht), / er rettete den, der sein Leben als Sühnopfer hingab. Er wird Nachkommen sehen und lange leben. / Der Plan des Herrn wird durch ihn gelingen.
11) Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht. / Er sättigt sich an Erkenntnis. Mein Knecht, der gerechte, macht die vielen gerecht; / er lädt ihre Schuld auf sich.
12) Deshalb gebe ich ihm seinen Anteil unter den Großen / und mit den Mächtigen teilt er die Beute, weil er sein Leben dem Tod preisgab / und sich unter die Verbrecher rechnen ließ. Denn er trug die Sünden von vielen / und trat für die Schuldigen ein.
Alte Messe in Konnersreuth
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- 27. März 2013
Für Katholiken, die ihre spirituelle Prägung in der Zeit vor dem 2. Vatikanum erhalten haben, gehört „die Resl von Konnersreuth“ (Theresia Neumann, 1898 - 1962) zu den frühen Zeugnissen dafür, daß nicht alles in der Welt so zugeht, wie es sich eine von Gott abgewandte Welt Welt wünscht und vorstellt. Als mit den Stigmata Christi ausgezeichnete Visionärin beschränkte sie ihr Gesichtsfeld beileibe nicht auf den kleinsten Kreis. Die von ihr ganz wesentlich mitbegründete und unterstützte Spätberufenenschule in Fockenfeld hat bis heute 500 Männer zum Priestertum geführt. Der damalige Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat 2005 den Prozess für ihre Seligsprechung eröffnet.
Am kommenden 7. April wird in der Pfarrkirche St. Laurentius in Konnersreuth um 18:15 Uhr eine Dankmesse für Therese Neumann in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus zelebriert. Mehr zu ihrem Leben und Wirken auf kathnews.
Statio am Mittwoch der Karwoche
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- 27. März 2013
Statio des Mittwochs der Karwoche ist wieder S. Maria Maggiore - hier schon angesprochen zum Mittwoch der ersten Fastenwoche. Für die kommenden Tage des Triduums und dann des Osterfestes ist weiterhin eine der zentralen Kirchen der Stadt Ort der Statio: Gründonnerstag und Karsamstag in S. Giovanni inLaterano, Karfreitag S. Croce in Gerusalemme, Ostersonntag wieder in Maria Maggiore und Ostermontag in der Peterskirche. Dabei tritt der Charakter der Stationsfeier an diesen Tagen praktisch völlig hinter dem jeweiligen Tagesgedächtnis zurück.
Der Zyklus der Stationskirchen der Fastenzeit ist damit an sein Ende gekommen. Er umfasst alle 43 Stationskirchen; insgesamt benennt das Missale Romanum für 87 Tage im Kirchenjahr eine Statio. Nach Ostern für für die Zeit bis einschließlich der Pfingstoktav sind noch einmal etwa 20 Stationes aufgeführt. Dann gibt es eine lange Pause bis zur Quatember im September. Ein weiterer, kleinerer Zyklus markiert dann die Advents- und Weihnachtszeit. Er geht mit 16 Stationes vom ersten Adventssonntag bis zum Fest der Beschneidung des Herrn.
In der Liturgie des Mittwochs in der Karwoche begegnen uns wieder wie schon am Quatembermittwoch der 1. Fastenwoche zwei Lesungen aus dem alten Testament. Die zweite Lesung bringt eine der messianischen Prophetien aus Isaias 53 über den Gottesknecht:
Nicht Schönheit hat er, noch Gestalt. Verachtet ist er und der letzte unter den Menschen, ein Mann der Schmerzen, der weiß, was Siechtum ist. ... Wir alle sind wie Schafe abgeirrt; ein jeder wich von seinem Wege.Da legte der Herr auf Ihn unser aller Missetaten. Er ward geopfert, weil er selbst es wollte, und er öffnete seinen Mund nicht, wie ein Lamm das man zur Schlachtbank führt.“
Die erste Lesung aus Isaias 62 ist schwerer zu deuten, zielt aber natürlich auf die gleiche Aussage, sieht den Richter und das Opfer in einem:
'Ich bin's, der Künder der Gerechtigkeit, der heldenstarke Retter.' - 'Warum denn so rot Dein Kleid, wie Gewänder der Keltertreter?' - 'Ja, Kelter trat Ich; ich ganz allein. Kein Mann aus all den Völkern stand mir zur Seite! Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn, hab sie zerstampft in meinem Grimm. Und da war Mein Gewand von ihrem Blut bespritzt, all meine Kleider habe ich besprengt.'“
Zum Evangelium wird die Passion nach dem hl. Lukas verlesen - der einzigen Fassung der Leidensgeschichte, in der der Bericht über den „guten Schächer“, genannt Dismas, bewahrt ist, dessen Feiertag im Martyrologium Romanum von vorgestern vermerkt ist.
Statio in S. Prisca
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- 26. März 2013
Statio des Dienstags in der Karwoche ist S. Prisca auf dem westlichen Abhang des Aventin, gerade einmal 300 m entfernt vom Zirkus Maximus. Zur Baugeschichte dieser möglicherweise bis ins 3. Jahrhundert zurückgehenden sehr alten Titelkirche haben wir vor einem Jahr schon einiges geschrieben - wir beschränken uns daher auf einige Notizen zur Liturgie.
Am Dienstag der Karwoche beginnt die Verlesung der Passionen als Tagesevangelium - heute ist es die des hl. Markus. Alle anderen Gebete und auch die Lesung ordnen sich dem Passionsthema ein. Der vom Gründonnerstag genommene Itroitus ist „Nos autem“ - „Wir aber müssen uns rühmen im Kreuz unseres Herrn Jesus Christus“, und die Oration bittet in unübertrefflicher römischer Knappheit:
Allmächtiger ewiger Gott, laß uns die Gedaächtnisfeier des Leidens des Herrn so begehen, daß wir in Gnaden Verzeihung erlangen.“
Die Lesung aus dem 2. Buch Ieremias enthält die berühmte Prophetie: „Aber ich war sanft wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird“, und die Communio zitiert den Psalm 68 mit den Zeilen:
Die am Tore sitzen, reden wider mich; man stimmt Spottreden an auf mich bei Weingelagen. Ich aber richte mein Gebet an dich, o Herr. O Gott, die Zeit der Gnade ist jetzt da durch Dein Erbarmen übergroß.“

