Glückwunsch und Segen des Papstes für die neugeweihten Bischöfe der Piusbruderschaft
Nach einer authentischen Vorlage für den Umgang mit „nicht in vollständiger Einheit stehenden“ Gemeinschaften.
09. Juli 2026
„Ich weiß, daß das Amt, zu dem Sie berufen wurden, eine schwere Verantwortung mit sich bringt – nicht nur für Ihre Bruderschaft, sondern für die gesamte Kirche. Zudem treten Sie dieses Amt in einer Zeit großer Herausforderungen an. Indem ich den Herrn bitte, Sie mit der Gabe der Weisheit zu stärken, bete ich darum, daß Sie sich in Ihrem Dienst vom Heiligen Geist leiten lassen und aus dem Beispiel Marias, der Mutter Gottes, Inspiration schöpfen mögen...“
Die kroatische Gemeinde Sydney feierte ein Hochamt im alten Ritus und in glagolitischer Sprache
08. Juli 2026
Am 1. Juli, dem Fest des hochheilgen Blutes, feierte die katholische Gemeinschaft der Kroaten im australischen Sydney ein Hochamt nach dem traditionellen Missale in glagolitischer Sprache – das ist eine der vielen Varianten des Kirchenslavischen. Deshalb wird für diese Sonderform des römischen Ritus gelegentlich auch die Bezeichnung „glagolitischer Ritus“ verwandt. Das ist insoweit etwas irreführend, als der Ritus selbst vollständig dem römischen Gebrauch entspricht; nur in den Melodien der Gregorianik gibt es einige Varianten, die aber mehr dem Mailänder Vorbild zu entsprechen scheinen als der deutlich anders klingenden Singweise der Byzantiner.
Die Exkommunikation der Piusbruderschaft ist keine Frage des Kirchenrechts, sondern der künftigen Entwicklung der Kirche überhaupt
07. Juli 2026
An dem beliebten Ratespiel: „Welcher Paragraph des Kirchenrechtes sagt was zu den Schismatisierungen und wer ist betroffen“ wollen und können wir uns nicht be teiligen. Erstens, weil wir von den wenigsten der 1725 Canones jemals auch nur von Ferne gehört haben, und zum zweiten, weil die beiden letzten Pontifikate uns die eine und einzige Hauptregel des Kirchenrechtes genügsam vor Augen geführt haben: Der Papst steht über dem Gesetz, sein Handeln hat auch dann Gesetzeskraft, wenn es dem Wortlaut eines der Canones widerspricht, und es ist noch nicht einmal nötig, daß er diesen Wortlaut tatsächlich entsprechend ändert – obwohl das zumindest von einigen Rechtsgelehrten als der bessere Stil betrachtet wird.
Von Gehorsam ohne Inhalt, verbotenen Bischofsweihen und der Einführung des Modernisteneides
02. Juli 2026
Die erwartete Flut von Wortmeldungen zu den Bischofsweihen der Piusbruderschaft und deren prompter Schismatisierung ist angerollt, und schon jetzt zeichnet sich ab, daß dabei einige Gedanken und Argumente zu Tage gefördert worden sind, die uns sehr hilfreich sein werden bei dem Versuch, die aktuelle Kirchenkrise, den gegenwärtigen Notstand, um mit der Bruderschaft zu sprechen, besser zu verstehen. Überwinden können werden wir ihn aus eigener Kraft wohl nicht. Tatsächlich können wir bis jetzt noch nicht einmal das Wesen dieses Notstandes genau beschreiben und Verstehen. Aber die aktuelle Diskussion um die Bischofsweihen hat genau diese Frage immer wieder berührt, und auf einen der dazu gehörigen Aspekte wollen wir daher etwas ausführlicher eingehen.
Rom verhängt den Kirchenbann gegen die Piusbruderschaft
02. Juli 2026
Wie von vielen erwartet – von den meisten befürchtet und von anderen erhofft – hat Papst Leos Mann für's Grobe am Tag nach der Weihe der vier Bischöfe für die Pisubruderschaft ein umfangreiches Exkommunikationspaket verkündet. Unter den zuvor diskutierten Alternativen bietet es die härteste Variante: Die vier Neugeweihten und ihre Konsekratoren gelten als „Schismatiker“ und seien daher „latae sententiae“ exkommuniziert, die gleiche Maßregelung gelte auch für die geweihten Amtsträger – also wohl für sämtliche Priester der an der Tradition festhaltenden Gemeinschaft.
Bis zur letzten Minute: Ungewissheit und Unsicherheit vor der Bischofsweihe
30. Juni 2026
In den Tagen vor den Bischofsweihen der FSSPX ist die Lage in den an der Tradition festhaltenden Teilen der römischen Kirche von bedrückenden Ungewissheiten gekennzeichnet.
Die erste drückt sich in der Frage aus: Wie wird Rom reagieren? Daß die neuen Bischöfe ebenso wie diejenigen, die sie weihen, formell für exkommuniziert erklärt werden, ist so gut wie sicher. Glaubenspräfekt Fernandez und andere Spitzenfunktionäre haben sich mehrfach dahingehend geäußert.
Und dann in buchstäblich letzter Minute ein Angebot (oder ist es eine strafbewehrte Aufforderung?) zum Gespräch. Wir dokumentieren den Briefwechsel.
Heinz-Lothar Barth über die Lehre der Kirche zum Gehorsam
29. Juni 2026
Im zu Ende gehenden Monat erschien im Sarto-Verlag ein neues Buch von Heinz-Lothar Barth: „2. Vatikanisches Konzil – Verdunklung der Kirche“, dessen Inhalt und Veröffentlichungszeitpunkt ganz wesentlich von den in dieser Woche stattfindenden Bischofsweihen bei der FSSPX bestimmt ist.
Zur Einführung in die aktuelle Diskussion zur Erlaubtheit und dem angeblich schismatischen Charakter dieser Weihen greifen wir hier vor einer geplanten ausführlicheren Vorstellung auf den speziell diesem Thema gewidmeten Anhang des Buches zurück, aus dem wir den Abschnitt S. 261-267 zitieren.
Einfach nur katholisch —
Das „Glaubensbekenntnis“ der FSSPX
zur hl. Messe
27. Juni 2026
Am 24. Juni veröffentlichte die FSSPX ein „Katholisches Glaubensbekenntnis“, das den Gläubigen in aller Welt und damit auch den Amtsträgern in Rom authentische Auskunft darüber gibt, was die Bruderschaft als die Essenz des katholischen Glaubens betrachtet – und was sie als Entstellung ablehnt.
Das Dokument der Bruderschaft umfasst insgesamt 153 kurz und präzise formulierte Einzelpunkte; Wir haben uns zunächst das 14. Kapitel zum Thema Eucharistie und Liturgie näher angeschaut. Den bringen den Text dieses Kapitels, dem wir eine kurze kommentierende Einführung vorangestellt haben.
Ephraims 8. Hymnus auf das Paradies
26. Juni 2026
Die theologische Methode von Ephraim dem Syrer, den wir hier in der letzten Woche vorgestellt haben, läßt sich wohl am besten mit einem Ausdruck wie „schriftfundiert-poetisch-spekulativ“ beschreiben. Zur Verdeutlichung des damit Gemeinten bieten wir hier den 8. Hymnus auf das Paradies nach der englischen Übersetzung von Sebastian Brock.
Die nebenstehende Abbildung zeigt den Anfang des 1. Paradies-Hymnus - den 8. haben wir nicht in der Originalversion verfügbar. Und wenn, könnten wir sie auch nicht lesen.
Ein Paukenschlag aus Econe: Katholisches Glaubensbekenntnis ohne Wenn und Aber
25. Juni 2026
Die Piusbruderschaft hatte am 14. Mai eine „Katholische Glaubenserklärung“ und wenige Tage später eine Botschaft an die Gläubigen veröffentlicht, um ihre Haltung in der Auseinandersetzung um die geplanten Bischofsweihen zu erläutern und ihre Übereinstimmung mit der überlieferten Lehre der Kirche zu bekräftigen. Beide Texte wurden von Rom weder offiziell noch inoffiziell zur Kenntnis genommen. Auch In der „papsttreuen“ Publizistik gab es keine nennenswerte Reaktion. Wer nicht pariert, ist Schismatiker, basta! – so die eindeutige Botschaft.
Nun hat die Bruderschaft nachgelegt und ein „Katholisches Glaubensbekenntnis“ veröffentlicht, in dem sie klar zum Ausdruck bringt, was die seit apostolischen Zeiten überlieferte und nur zurückhaltend vertiefte Lehre der Kirche ausmacht - und was von dieser Lehre abweicht.