Summorum Pontificum

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Glückwunsch und Segen des Papstes für die neugeweihten Bischöfe der Piusbruderschaft
Nach einer authentischen Vorlage für den Umgang mit „nicht in vollständiger Einheit stehenden“ Gemeinschaften.

09. Juli 2026

1 - Liturgie

Der Briefkopf in seiner englischen Fassuung enthält neben dem Wappen des Hl. Stuhles die Aufschrift The Holy See - Leo XIV | Messages | Pontifical Messages | 2026
Symbolbild

„Ich weiß, daß das Amt, zu dem Sie berufen wurden, eine schwere Verantwortung mit sich bringt – nicht nur für Ihre Bruderschaft, sondern für die gesamte Kirche. Zudem treten Sie dieses Amt in einer Zeit großer Herausforderungen an. Indem ich den Herrn bitte, Sie mit der Gabe der Weisheit zu stärken, bete ich darum, daß Sie sich in Ihrem Dienst vom Heiligen Geist leiten lassen und aus dem Beispiel Marias, der Mutter Gottes, Inspiration schöpfen mögen...“


Die kroatische Gemeinde Sydney feierte ein Hochamt im alten Ritus und in glagolitischer Sprache

08. Juli 2026

1 - Liturgie

Die Titelseite der letzten Ausgabe des glagolitischen Missale hat die traditionelle Gestaltung des Missale Romanum und zusätzlich die Überschrift in slovernischer Sprache mit lateinischer Schruft.
Die letzte Auflage von 1927

Am 1. Juli, dem Fest des hochheilgen Blutes, feierte die katholische Gemeinschaft der Kro­a­ten im au­strali­schen Sydney ein Hochamt nach dem traditi­onellen Missale in glago­li­tischer Sprache – das ist eine der vielen Va­ri­an­ten des Kirchenslavischen. Deshalb wird für diese Sonderform des römischen Ritus gele­gentlich auch die Bezeichnung „glagolitischer Ritus“ verwandt. Das ist inso­weit etwas irre­führend, als der Ritus selbst vollständig dem römischen Gebrauch entspricht; nur in den Melodien der Gregorianik gibt es einige Vari­an­ten, die aber mehr dem Mailänder Vorbild zu entsprechen scheinen als der deutlich anders klingenden Singweise der Byzantiner.


Die Exkommunikation der Piusbruderschaft ist keine Frage des Kirchenrechts, sondern der künftigen Entwicklung der Kirche überhaupt

07. Juli 2026

6 - Kirchenkrise

Das KI-generierte Meme zeigt in seinem linken Teil, wie Kardinal Fernandez einer irgendwie sehr linksgrün oder pachamama-mäßig gekleidete männliche Gestalt herzlich umarmt und im rechten Teil, wie er P. Pagliarini von der Piusbruderschaft entsetzt abwehrt.
Jedem, was zu ihm passt

An dem beliebten Ratespiel: „Welcher Para­graph des Kirchenrechtes sagt was zu den Schismatisierungen und wer ist betroffen“ wollen und können wir uns nicht be­ teiligen. Erstens, weil wir von den wenigsten der 1725 Canones jemals auch nur von Ferne gehört haben, und zum zweiten, weil die beiden letzten Pontifikate uns die eine und einzige Hauptregel des Kirchenrechtes genügsam vor Augen geführt haben: Der Papst steht über dem Gesetz, sein Handeln hat auch dann Gesetzeskraft, wenn es dem Wortlaut eines der Canones widerspricht, und es ist noch nicht einmal nötig, daß er diesen Wortlaut tatsächlich entsprechend ändert – obwohl das zumindest von einigen Rechtsge­lehr­ten als der bessere Stil betrachtet wird.


Von Gehorsam ohne Inhalt, verbotenen Bischofsweihen und der Einführung des Modernisteneides

02. Juli 2026

6 - Kirchenkrise

Die Kopie ais dem Pontificale Ausgabe 1845 zeigt eine doppelseite mit der umfangreichen Rubriken  und einer Abbildung zur Verlesung des Mandatum
Verlesung des Mandatums

Die erwartete Flut von Wortmeldungen zu den Bischofsweihen der Piusbruder­schaft und deren prompter Schismati­sierung ist angerollt, und schon jetzt zeichnet sich ab, daß dabei einige Gedanken und Argu­mente zu Tage gefördert worden sind, die uns sehr hilfreich sein werden bei dem Versuch, die aktuelle Kirchenkrise, den gegenwärtigen Not­stand, um mit der Bruderschaft zu sprechen, besser zu verstehen. Überwinden können werden wir ihn aus eigener Kraft wohl nicht. Tatsächlich können wir bis jetzt noch nicht einmal das Wesen dieses Notstandes genau beschreiben und Verstehen. Aber die aktuelle Diskussion um die Bischofsweihen hat genau diese Frage immer wieder berührt, und auf einen der dazu gehörigen Aspekte wollen wir daher etwas ausführlicher eingehen.


Rom verhängt den Kirchenbann gegen die Piusbruderschaft

02. Juli 2026

6 - Kirchenkrise

Angestellte einer Ausstellung auf der Wartburg zeigen ein Exemplar der Bannbulle Leos X
Nicht alle Schismatiker sind gleich

Wie von vielen erwartet – von den mei­sten befürchtet und von anderen erhofft – hat Papst Leos Mann für's Grobe am Tag nach der Weihe der vier Bischöfe für die Pisubruder­schaft ein umfangreiches Ex­kommunikations­pa­ket verkündet. Unter den zu­vor diskutierten Alternativen bietet es die här­teste Variante: Die vier Neugeweihten und ihre Konsekratoren gelten als „Schismatiker“ und seien daher „latae sententiae“ exkommuni­ziert, die gleiche Maßregelung gelte auch für die geweihten Amtsträger – also wohl für sämtliche Priester der an der Tra­di­tion festhaltenden Gemeinschaft.


Bis zur letzten Minute: Ungewissheit und Unsicherheit vor der Bischofsweihe

30. Juni 2026

6 - Kirchenkrise

In den Tagen vor den Bischofsweihen der FSSPX ist die Lage in den an der Tradition festhaltenden Teilen der römischen Kirche von bedrüc­ken­den Ungewissheiten gekennzeichnet.

Die erste drückt sich in der Frage aus: Wie wird Rom reagieren? Daß die neuen Bischöfe ebenso wie diejenigen, die sie weihen, formell für ex­kom­muniziert erklärt werden, ist so gut wie sicher. Glaubenspräfekt Fer­nandez und andere Spitzenfunktionäre haben sich mehrfach dahinge­hend geäußert.

Und dann in buchstäblich letzter Minute ein Angebot (oder ist es eine strafbewehrte Aufforderung?) zum Gespräch. Wir dokumentieren den Briefwechsel.


Heinz-Lothar Barth über die Lehre der Kirche zum Gehorsam

29. Juni 2026

6 - Kirchenkrise

Papst Leo und Patriarch Bartholomaios  erteilen gemeinsam den den Segen
Nicht alle Schismatiker sind gleich

Im zu Ende gehenden Monat erschien im Sarto-Verlag ein neues Buch von Heinz-Lothar Barth: „2. Vatikanisches Konzil – Verdunklung der Kirche“, dessen Inhalt und Veröffentli­chungs­zeit­punkt ganz wesentlich von den in dieser Woche stattfin­denden Bischofsweihen bei der FSSPX bestimmt ist.

Zur Einführung in die aktuelle Diskussion zur Erlaubtheit und dem angeblich schismati­schen Charakter dieser Weihen greifen wir hier vor einer geplanten ausführlicheren Vorstellung auf den speziell diesem Thema gewidmeten Anhang des Buches zurück, aus dem wir den Abschnitt S. 261-267 zitieren.


Einfach nur katholisch —
Das „Glaubensbekenntnis“ der FSSPX
zur hl. Messe

27. Juni 2026

3 - Tradition und Kultur

Die Gebetskarte zeigt den vor dem Altar stehenden Priester bei der Erhebung des Kelches, der diesen zu dem in der oberen Bildhälfte dargestellten Gekreuzigten emporreich. Dieser ist umgeben von Engeln die die Arma Christi, die Marterwerkzeugen der Erlösung, tragen
Das Heilige Messopfer

Am 24. Juni veröffentlichte die FSSPX ein „Katho­lisches Glaubensbekenntnis“, das den Gläubigen in aller Welt und damit auch den Amtsträgern in Rom authen­ti­sche Auskunft darüber gibt, was die Bruderschaft als die Essenz des katholi­schen Glaubens be­trachtet – und was sie als Entstellung ablehnt.

Das Dokument der Bruderschaft umfasst ins­gesamt 153 kurz und präzise formulierte Ein­zelpunkte; Wir haben uns zunächst das 14. Kapitel zum Thema Eu­charistie und Liturgie näher angeschaut. Den bringen den Text dieses Kapi­­tels, dem wir eine kurze kommen­tierende Einführung vorangestellt haben.


Ephraims 8. Hymnus auf das Paradies

26. Juni 2026

3 - Tradition und Kultur

Repro des ersten Hymnus auf das Paradies von Ephraim dem Syrer aus dem Thesaurus Hymnologicus von Albert Daniel, Bd. 1
Die Sprache Ephraims im Original

Die theologische Methode von Ephraim dem Syrer, den wir hier in der letzten Woche vor­gestellt ha­ben, läßt sich wohl am besten mit einem Ausdruck wie „schriftfundiert-poetisch-spekulativ“ beschreiben. Zur Verdeutlichung des damit Gemeinten bieten wir hier den 8. Hymnus auf das Paradies nach der englischen Übersetzung von Sebastian Brock.

Die nebenstehende Abbildung zeigt den Anfang des 1. Paradies-Hymnus - den 8. haben wir nicht in der Originalversion verfügbar. Und wenn, könnten wir sie auch nicht lesen.


Ein Paukenschlag aus Econe: Katholisches Glaubensbekenntnis ohne Wenn und Aber

25. Juni 2026

6 - Kirchenkrise

Repro der Titelseite mit dem Schriftzug: 'Katholisches Glaubensbekenntnis der Priesterbruderschaft St. Piu X. zur Erleuchtung der Seelen angesichts moderner Irrtümer'

Die Piusbruderschaft hatte am 14. Mai eine „Katholische Glaubenserklärung“ und wenige Tage später eine Botschaft an die Gläubigen veröffentlicht, um ihre Haltung in der Ausei­nan­dersetzung um die geplanten Bischofs­weihen zu erläutern und ihre Überein­stim­mung mit der überlieferten Lehre der Kirche zu bekräftigen. Beide Texte wurden von Rom weder offiziell noch inoffiziell zur Kenntnis genom­men. Auch In der „papsttreuen“ Publizistik gab es keine nennenswerte Reaktion. Wer nicht pariert, ist Schismatiker, basta! – so die eindeutige Botschaft.

Nun hat die Bruderschaft nachgelegt und ein „Katholisches Glaubens­bekenntnis“ veröffentlicht, in dem sie klar zum Ausdruck bringt, was die seit apostolischen Zeiten überlieferte und nur zurückhaltend vertiefte Lehre der Kirche ausmacht - und was von dieser Lehre abweicht.


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